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Review: Serj Tankian |
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Album:
| | ELECT THE DEAD SYMPHONY, 2010, Warner |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | N.Z., 29.06.2010 |
Review:
| | Drei Jahre nachdem Serj Tankian, Frontsänger und Kopf der Band System of a Down, mit seinem ersten Soloalbum Elect the Dead überraschte und begeisterte, veröffentlichte er nun im März diesen Jahres ein Remake der Platte. Das Konzept von ELECT THE DEAD SYMPHONY ist die Neuauflage von 12 der Originaltracks plus 2 Bonussongs "Gate 21" und "The charade" mit dem Auckland Orchestra, wobei komplett auf E-Gitarren oder Schlagzeug verzichtet und ausschließlich die üblichen orchestralen Elemente sowie die für Tankians Songs unverzichtbare Akustik-Gitarre verwendet wurden.
Über eine Woche nachdem ich das gute Stück zum ersten Mal in Händen hielt und seither ununterbrochen im Auto, bei der Arbeit und Daheim gehört habe bin ich noch immer absolut begeistert; bei jedem Hören fortwährend geradezu euphorisch vor Verzückung. Natürlich waren mir der grossteil der Tracks vom Originalalbum bereits bekannt, und dennoch war und bin ich erneut gefangen in Mr. Tankians dramatischen Melodien und wundervoller Poesie. Anders als bei diversen anderen Musikern, die eine derartige Kombination von Rockmusik und Orchester bereits versuchten, werden hier weder Tankians Stimme, noch sein Ausdruck oder das höchst anspruchsvolle Liedgut vom Orchester übertönt oder dominiert. Er behält stets die Überhand und kontrolliert geradezu spielend das recht große Ensemble, wobei er seine Stimme nicht nur von den Wogen der Melodien drängen lässt, sondern sich darüber hinaus zu erheben scheint, um sich von ihnen zur höchsten Perfektion der anklagenden Aussagen tragen zu lassen. Wie er kürzlich selbst in einem Interview mit der LA Times erzählte, mischt er in seinen Texten stets das Persönliche, Politische, Humoristische und Philosophische und genau das vermittelt er auch geradezu theatralisch, wenn er sich der Performance hingibt und in Sekunden zwischen dem Ausdruck persönlichen Schmerzes, Wut, abschweifender Nichtigkeit und Schmunzeln hervorrufender Darstellungskraft hin und her wechselt, ohne dabei den Faden zu verlieren oder der Dramatik ihre Intensität zu nehmen.
Jeder einzelne Song, und ich meine hier wirklich jeder, ist ein Meisterwerk, sowohl für sich genommen als auch in der Gesamtheit des Albums betrachtet. Ob das anklagende "Feed us", das fahrig beginnende aber in einem wahnsinnig intensiven Brückenpart gipfelnde "Baby" oder der sanfte Titeltrack "Elect the dead" - Tankian schafft es stets seiner Linie treu zu bleiben, ohne sich dabei zu wiederholen. Jedes Stück bleibt innovativ und neu, und das auf seine ganz besondere Art und Weise. Dazu kommen die Vorteile der (sehr gut gelungenen) Live-Aufnahme - nun, Vorteile zumindest für diejenigen, die Live-Aufnahmen schätzen. Mich persönlich treibt es in meiner Begeisterung jedenfalls an, wenn bei besonders guten Passagen oder humoristischen Einlagen Tankians' der Jubel des Publikums aufbrandet - für mich ein ganz besonderes Gefühl, fast als sei man dabei gewesen. Für alle, die noch genauer wissen möchten, was genau sich bei dem Konzert abgespielt hat, gibt es noch ein weiteres Highlight, und zwar die Bonus-DVD: Die Performance aller 14 Songs sowie Intro, Danksagungen und ein Backstagebericht werden hier angeboten. Das Schauen macht wirklich sehr großen Spaß, schließlich ist Tankian nicht nur im Songwrithing und Singen ein ganz großer Könner, sondern auch ein brillanter Performance-Künstler.
Fazit: ELECT THE DEAD SYMPHONY ist ein wahnsinnig gutes Album mit vielen Extras (2 Bonus Tracks, Live Video-DVD), das absolut begeistert und, gemeinsam mit dem Original von 2007, einen Meilenstein in meinem musikalischen Leben darstellen dürfte. |
Anspieltipp:
| | Wie bereits gesagt ist meiner Meinung nach wirklich jeder einzelne Track dieses Albums hörenswert. Um jedoch einen ersten Eindruck zu gewinnen, würde ich zum reinhören spontan "Saving us" und "Empty Walls" vorschlagen. |
Tipp:
| | Für jeden System of a Down - Fan, der die besonderen Melodien der Band schätzt, alle Tankian-Verehrer und für jeden der auf orchestrale Inszenierungen steht lohnt sich diese CD-DVD Kombination auf jeden Fall. |
Titel-Liste:
| | CD: Orchestral Live Album Versions
- Feed us
- Blue
- Sky is over
- Lie lie lie
- Money
- Baby
- Gate 21
- The charade
- Honking antelope
- Saving us
- Elect the dead
- Falling stars
- Beethoven's c**t
- Empty walls
DVD: Videos Live
- Intro
- Feed us
- Blue
- Sky is over
- Lie lie lie
- Money
- Baby
- Gate 21
- The charade
- Honking antelope
- Saving us
- Elect the dead
- Falling stars
- Beethoven's c**t
- Empty walls
- End credits
- Behind the scenes
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Laufzeit:
| | CD : 55:00 Min., DVD: 69:00 Min. |
Band-Infos:
| | www.serjtankian.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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