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Review: Teamkiller
 
BOUND TO SAMSARA

Album:
 BOUND TO SAMSARA, 2010, Let It Burn

Stil:
 Hardcore

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 M.U., 11.09.2010

Review:
 2003 fällt der Startschuss für die Band Teamkiller. Die vierköpfige Band kommt aus dem schönen Stuttgart in Baden-Württemberg.. Dass Schwaben fleissig sind ist ja hinlänglich bekannt. Und so auch bei Teamkiller. Schon im gleichen Jahr erscheint die erste Demo und es folgen auch die ersten Live-Auftritte. Nach einigen Hin und Her erscheint dann die erste EP mit dem Titel SOME SCARS, SOME HOPE. 2006 folgt dann das erste vollständige Album BAD SIGNS, aber auch erst wieder nach diversen Wechseln innerhalb der Band. Die Band ist sehr angesagt, denn es folgen Auftritte mit Genregrößen wie Hatebreed, Agnostic Front, Terror, Madball, Throwdown oder Ignite. Diese Stilrichtungen spiegeln sich auch in ihrer Musik wieder. Mir dem neuen Album BOUND TO SAMSARA, welches im November 2010 erscheinen wird, kündigt die Band auch gleichzeitig ihre Auflösung an.

Und wieder mal eine "Intro"-Geschichte; allerdings ohne "Outro". Ziemlich indifferent beginnt der Song. Man weiß eigentlich gar nicht, wo hin der Weg führt. Glücklicherweise wird man dann doch nach der ersten Hälfte auf dem richtigen Weg gebracht. Allerdings hätte man auch darauf verzichten können.
Dafür kann man auf den Song "No more" definitiv nicht verzichten. Denn der zeigt einem dann was angesagt ist. Musikalisch erinnern die Jungs an Bands wie Agnostic Front, Sick of It All, Slipknot usw. Knallharter Hardcore mit entsprechenden Gesang, so wie man ihn einfach für diese Stilrichtung erwartet.
"Face of Glory" ist stimmt in diesen Gesang ein. Ein wenig langsamer, aber dennoch nicht uninteressanter. Stilistisch bleibt man sich treu. Besonders gelungen sind die Gitarrenriffs, die so etwas hypnotisches an sich haben.
Dagegen ist "Wolfmen" von einem anderen Schlag. Sehr mystisch angehaucht und mit einem tollen Basssolo zu Beginn, welches zwar "nur" aus ein paar gezupften Saiten besteht, aber einfach genial einfach ist. Doch dann es so richtig ab. Aggressive Gitarren gepaart mit ebenso aggressiven Gesang und das alles im guten alten Hardcore-Stil.
"Eye of Wisdom" beginnt ein bisschen seltsam. Denn da weiß man anfangs nicht, was das Ganze soll. Irgendwie kommt der Song nicht in die Hufe. Aber dann besinnt "er" sich und legt los. Mit einer galoppierenden Gitarre, die gespielt wird, wie ein durchgeknallter Mustang in der amerikanischen Prärie. Ein echt gelungener Song.
Noch düsterer und depressiver beginnt "Wage of Existence", der sich allerdings sehr schnell zu einem Inferno hochspielt. Die Geschwindigkeit ist beeindruckend schnell. Sowohl instrumentell als auch gesanglich. Da müssen die Jungs schon echt Farbe bekennen.
Zwischen Realität und Illusion bewegen wir uns nun bei dem Song "Illusion & Reality". Schon alleine die ersten Gitarrenriffs sind genial und ziehen einem sofort in seinen Bann. Und der lässt einen dann auch nicht mehr los.
"Static" hat mit Static-X nichts zu tun. Nur ein weiterer Song, der wieder einmal beweist, dass Teamkiller eine wirklich gute Band sind. Zwar ist hier nichts Neues zu hören, aber man bewegt sich selbstsicher auf den gewählten Pfaden der eingeschlagenen Stilrichtung.
Mit dem Song "Take it to the Streets" bewegen wir uns langsam zum Ende des Albums hin. Ein paar sehr schöne Gitarrensoli sind da zu hören. Ansonsten nichts Neues von der "Nicht Agnostic"-Front.
Und schon sind wieder 45 Minuten vorbei. Denn mit "Show no Fear" sind wir definitiv beim letzten Song angekommen. Und zum Abschluss bekommt man noch einmal eine volle Portion Spielfreude und einen tollen Song um die Ohren gehauen. Der hebt sich etwas von den anderen ab, da er sehr hart und aggressiv gespielt wird. Und mit fast sieben Minuten ein Meisterwerk.

Fazit: Um es gleich vor weg zu nehmen: Es ist schade, dass man beschlossen hat, sich aufzulösen. Denn die Band ist eine echte Bereicherung der Musikszene. Und Hardcore ist in den Zeiten, wo man eher auf Dark Death, Black oder Doom Metal usw. steht, eine richtige Alternative. Aber gut, die Band muss selber wissen, was sie wollen. Das Album ist sehr gut gemacht und stilistisch schwebt man zwischen Bands wie beispielsweise Agnostic Front, Hatebreed, Sick of It All oder Slipknot. Musikalisch kann man den vier Jungs keine Vorwürfe machen. Sie haben ihr Metier voll im Griff und zeigen keinerlei Schwächen. Auch die Aufmachung des Albums verdient Lob. Ein phantasievolles Cover und gut gemachtes Booklet. Das zeugt schon von einer gewissen Professionalität.

Anspieltipps:
 "No more", "Wolfmen", "Eye of Wisdom", "Illusion & Reality", "Take it to the Streets" und "Show no Fear".

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. No more
  3. Face of Glory
  4. Wolfmen
  5. Eye of Wisdom
  6. Wage of Existence
  7. Illusion & Reality
  8. Static
  9. Take it to the Streets
  10. Show no Fear

Laufzeit:
 44:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.teamkiller.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Teamkiller: BOUND TO SAMSARA

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