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Review: Thanatos
 
JUSTIFIED GENOCIDE

Album:
 JUSTIFIED GENOCIDE, 2009, Deity Down

Stil:
 Thrash Metal, Death Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 R.J., 28.09.2009

Review:
 Die niederländische Band tauchte bereits 1984 in den Ligen des Metal auf. Nach der Wiedergeburt anno 2000 und weiteren Umbesetzungen haben sich nun Musiker von Kalibern a la Asphyx, Hail of Bullets und Melechesh zusammengefunden, um der Welt ihren brutalen Spiegel vor die Nase zu halten. Inhaltlich beschäftigt sich die Band u.a. mit der unsäglichen Gewalt des letzten Jahrhunderts. Ob religiöse Fundamentalisten, Hitler oder Stalin, das Wirken der Widerlinge wird hier verarbeitet.
Um im Vorhinein Missverständnisse auszuschließen, hat sich die Band entschlossen auf ihrer Homepage ein Statement zu ihren Texten und ihre Distanzierung von jeglichem rechtsradikalen Gedankengut kund zu tun. Bei Begriffen wie ‚Untermensch' o.ä. kann man schnell in die rechte Ecke gelangen, darum eine richtige Entscheidung.
Auch Themen vom Spiel mit der Angst der Menschen und dem Versuch Außerirdischer aus einem Gefühl der Überlegenheit die Menschheit auszulöschen werden umgesetzt. Bleibt die Frage, ob wir Aliens brauchen um uns auszulöschen?
Musikalisch geht es brutal und gnadenlos in die Vollen. Nur selten wird auf die Bremse getreten, was angesichts der behandelten Themen und der ausströmenden Wut nachvollziehbar, glaubhaft und folgerichtig rüberkommt. Zwischen fetten Drums, einer breiten Palette von Gitarrensoli und Riffs, wabert die zornige Aggressivität. Die Growls von Stephan Gebédi, dem einzig verbliebenen Urgestein und Gitarrist der Hail of Bullets tragen ihr übriges zur Stimmung bei.

Die immense Urgewalt und das höllische Tempo zermalmen dem Hörer die Gehörgänge und sämtliche Synapsen. Dieses erbarmungslose Ambiente ist definitiv nichts für Schattenparker oder Brusthaarentferner. Bereits der Opener "They Feed On Fear" lässt die Haarzellen in den Ohren reihenweise umknicken.
Die Songs bestechen mit teilweise furiosem Tempo mit einschneidenden Gitarren und ab und an groovendem Sound.

Fazit: Hier wird absolut geklotzt und nicht gekleckert. Ich weiß, fünf Euro ins Phrasenschwein. Ist aber so! Die Band bewegt sich auf absoluter Augenhöhe mit Bands wie Pestilence oder Legion of the Damned. Eine gewisse Nähe kann man nicht abstreiten. Für mich ein absolutes Muss für Death/Thrash-Freunde.

Tipp:
 Für mich ein absolutes Muss für Death/Thrash-Freunde.

Titel-Liste:
 
  1. They Feed on Fear
  2. Destruction.Chaos.Creation
  3. The Devil's Triangle
  4. March of the Infidels
  5. Justified Genocide
  6. The Netherworld
  7. Dawn of Eternity
  8. Apostles of Damnation
  9. Upwards Spiritual Evolution
  10. .And Jesus Wept
  11. The Burning of Sodom

Laufzeit:
 47:14 Min.

Band-Infos:
 
  • www.thanatos.info 


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