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Review: The New Black |
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Album:
| | II – BETTER IN BLACK, 2011, AFM |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | V.R., 07.01.2012 |
Review:
| | Warum sind bisher eigentlich verdächtig wenige Bands auf die Idee gekommen, die modernen Rock- und Metalrichtungen wie Alternative Rock oder Nu Metal ohne Rücksicht auf Verluste mit eher klassischen Rockstilen zu verknüpfen? Okay, hier und da gab es das ja schon bei Bands wie beispielsweise Volbeat, doch derart konsequent wie The New Black hat diese Masche bisher wohl kaum eine andere Band durchgezogen! Hinter der Band verbergen sich übrigens keine Nachwuchsmusiker, haben die Mitglieder doch schon bei so namhaften Bands wie Sinner, Stormwitch oder Paradox gespielt. Außerdem ist mit Christof Leim auch der Chefredakteur des Metal Hammers bei der Band aktiv. Entstanden ist The New Black eher aus einer Laune heraus und dass die Band schon nach kurzer Zeit derart erfolgreich werden würde, hätte anfangs wohl keiner der Beteiligten erwartet. Das erste Album THE NEW BLACK sorgte für ordentliche Verkaufszahlen, anschließend folgten Auftritte im Vorprogramm von Bands wie Black Label Society, Alter Bridge und sogar AC/DC. Auch bei Rock am Ring und auf dem Wacken Open Air konnten The New Black teilnehmen und so ist es kein Wunder, dass im Jahr 2011 mit II – BETTER IN BLACK ein weiteres Album folgte. Ob das Niveau des ungestümen, rotzfrechen wie überraschenden Debüt-Albums erreicht oder sogar übertroffen werden kann, soll nun kein Geheimnis bleiben, daher werden die folgenden Zeilen für Aufklärung sorgen.
Der Ersteindruck kann jedenfalls schon mal überzeugen, denn mit "Better in Black" wird das Album richtig fulminant eröffnet. Die Gitarren krachen, während die abwechslungsreichen Rhythmen regelrecht zum Mitwippen auffordern, und das über alle gängigen Stilrichtungen hinausgehend. Ob man das ganze nun als Nu Metal, Alternative, Hard Rock oder wie auch immer bezeichnen soll, ist ja im Prinzip auch egal – Hauptsache es rockt, und dieses Ziel erfüllt der Song voll und ganz.
Ein ähnliches Fazit kann auch im Falle der Singleauskopplung "The King I was" gezogen werden, für die auch ein Video gedreht wurde. The New Black schalten hier zwar einen Gang zurück und gehen die Sache im gemäßigten Mid-Tempo an, so dass man den Titel beinahe schon als radiokompatibel bezeichnen könnte, doch hat der Song immer noch genug Druck, um auch echten Rockfans gefallen zu können.
Ohrwurmqualitäten hält das coole "Batteries & Rust" bereit, und dies nicht mal ausschließlich dank der eingängigen Oh-Oh-Oh-Chöre. Auch sonst hält der Titel einige interessanten Melodien bereit und kann damit gleich beim ersten Hören voll überzeugen.
Nach drei Volltreffern folgt nun mit "Downgrade" der erste schwächere Song. Irgendwie passt der Name hier wie die Faust aufs Auge, denn qualitativ kann man hier wirklich von einem Downgrade sprechen. Rockten die ersten Titel noch ungestüm los, so ist dieser Song härtemäßig zwar auf ähnlichem Level angesiedelt, doch gelingt es der Band hier zu keiner Zeit, den Hörer mitzureißen. Ein interessanter Spannungsaufbau fehlt hier leider genauso wie eingängige Melodien, so dass die Skip-Taste nicht der schlechteste Ratschlag wäre.
Doch dieser Ausrutscher sei der Band verziehen, denn bei "Into Modesty" ist wieder alles im Lot. Dabei handelt es sich um eine Alternative-Ballade im Stile von Bands wie Pearl Jam oder Live. Im weiteren Verlauf entwickelt sich der Titel dann aber doch noch zu einem amtlichen Rocker, so dass man hier doch eher von einer Halbballade sprechen muss, und zwar einer richtig guten.
"Altar Boys" kommt dann wieder gänzlich ohne ruhige Parts aus und klingt irgendwie wie eine moderne Variante des Sleaze Rocks. Würden Skid Row und Nickelback gemeinsam einen Song aufnehmen, dann könnte das wohl ungefähr so wie dieser Titel klingen. Als Highlight des Liedes stellen sich schnell die coolen Mundharmonika-Einlagen heraus, welche es aus der Masse deutlich hervorstechen lassen.
Über das balladeske "Happy" lässt sich dann leider nicht viel Positives sagen. Hier klingen The New Black irgendwie nach einer zweitklassigen Nickelback-Kopie. Songs dieser Art sollte die Band dann doch lieber den Vorbildern überlassen, hier können sie nämlich alles andere als glänzen.
Was The New Black wirklich können, ist ordentlich abrocken, und das beweisen sie bei "My favorite Disease" auf ein Neues. Dennoch gehört der Song nicht zu den Highlights des Albums, da hier einfach eine zündende Melodie fehlt. Aus diesem Grund verharrt er leider durchgängig im Mittelmaß.
Alles andere als mittelmäßig ist aber das unglaublich flotte "Fading me out". Hier kann die Band endlich wieder auf ganzer Linie überzeugen. Der Titel ist wirklich mitreißend ausgefallen, da Melodie und Härte hier die perfekte Symbiose eingehen.
Etwas zu schrammelig kommt der nächste Song namens "When it all ends" daher. Nach einem gänzlich rhythmusfreien eineinhalbminütigen Intro wird der Titel dann zwar noch halbwegs hörbar, aber ein Glanzlicht der Platte ist er nicht gerade.
Anschließend wird das Album mit "Last Chance to throw Dirt" balladesk fortgeführt, was man angesichts des kruden Songtitels sicher nicht gerade erwartet hätte. Im Refrain gewinnt der Titel dann zwar ein wenig an Härte, ohne den Halbballaden-Sektor dabei wirklich zu verlassen. Unter den drei ruhigeren Liedern der Platte ist dies jedenfalls das mit Abstand gelungenste.
Danach folgt noch ein letzter etwas härterer Song mit dem Namen "Sun cries Moon", welcher allerdings etwas zu unmelodiös ausgefallen ist und damit nicht unbedingt einen perfekten Ausstieg für dieses durchaus gelungene Album bietet.
Besitzer des limitierten Digi-Packs dürfen sich aber noch über einen Bonus-Track namens "4 Weeks with a perfect 10" freuen, welcher einen deutlich besseren Abschluss bietet als der vorhergehende Titel. Neue Akzente setzen The New Black hier zwar auch nicht, doch immerhin ziehen sie hier noch einmal alle Register ihres Könnens und bieten eine gelungene Mischung aus verschiedenen Musikstilen, bei der auch die Melodiekomponente nicht zu kurz kommt.
Fazit: Viele gute Songs, aber auch mehrere Fülltitel, so lautet das auf eine simple Formel reduzierte Fazit zum zweiten The New Black-Album. Glücklicherweise weiß die Band noch immer ganz genau, mit welchen Zutaten man die Meute zum hemmungslosen Abrocken bringt und diese Fähigkeit stellt sie hier auch mehrfach unter Beweis. Leider befinden sich unter den dreizehn Liedern aber auch einige schwächere Songs, die in erster Linie einfach für Langeweile sorgen. Die Beschränkung auf zehn richtig starke Lieder wäre da vielleicht wirklich angebracht werden. In dieser Form bleibt die erhoffte Steigerung zum Debüt leider aus. Doch genug der Kritik, denn auch wenn dieses Album nicht ganz an das Debüt-Werk heranreichen kann, so haben wir es hier doch immer noch mit einer mindestens guten, wenn nicht sogar sehr guten Platte zu tun, bei der Stilrichtungen keine große Rolle spielen, die man einfach entspannt nach Feierabend hören kann oder auch als Anheizer vor der nächsten Party, eine Platte, bei der es einzig und allein um eines geht – ums Rocken! |
Anspieltipps:
| | "Better in Black", "Batteries & Rust", "Into Modesty", "Altar Boys", "Fading me out", "Last Chance to throw Dirt", "4 Weeks with a perfect 10". |
Tipp:
| | Wer sich im Rockbereich nicht auf eine Stilrichtung festlegt und gerne mal querbeet hört, der sollte sich dieses Album unbedingt zulegen! |
Titel-Liste:
| | - Better in Black
- The King I was
- Batteries & Rust
- Downgrade
- Into Modesty
- Altar Boys
- Happy
- My favorite Disease
- Fading me out
- When it all ends
- Last Chance to throw Dirt
- Sun cries Moon
- 4 Weeks with a perfect 10
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.thenewblackofficial.de  |
Probehören und Kaufen:
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Bandinfos |
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