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Review: Thornium |
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Album:
| | FIDES LUCIFERIUS, 2010, Soulseller |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | M.U., 30.06.2010 |
Review:
| | Thornium: Ganz witzig, denn zuerst las ich Thorium (hatte das "n" überlesen und dachte mir, was für ein Blödsinn eine Black Metal Band nach einem chemischen Element zu benennen; glücklicherweise nur ein Lesefehler!) Die Anfangsgeschichte von Thornium klingt extrem abgefahren. Gründungsmitglied war lediglich Thyph und das im Jahre 1993; Gründungsort ist Mölndal in Schweden. Im gleichen Jahr geht ins Studio und produziert die einzige Demo-CD. Typh spielt dabei alle Instrumente. Respekt. Daraus entwickelte sich eine geschäftliche Beziehung zum kleinen niederländischen Label Necromatic Gallery Productions, die auch schon Bands wie Gehenna, Ulver und Dimmu Borgir unter seine Fittiche hatte. Zu dieser Zeit kommt Ulverheim als Gitarrist zur Band. Das erste Album DOMINIONS OF THE ECLPISE entsteht. Und immer noch mit nur zwei Bandmitgliedern. Zwischen 1995 und 2007 ist es recht ruhig um die Band, obwohl man sich nie trennte. Ende 2007 setzt man sich dann wieder zusammen und arbeitet am neuem Material. Mittlerweile ist man Soulseller unter Vertrag. Sitra Ahra kommt hinzu, bleibt aber nicht lange und wird durch Kali Ma ersetzt. Das zweite Album MUSHROOM CLOUDS AND DUSK erscheint im März 2009. Im Frühjahr treten drei weitere Musiker der Band bei. Im Herbst 2009 geht man für da nächste Album ins Studio: FIDES LUCIFERIUS entsteht und erscheint 2010.
Der Opener "Mother of Abominations" beginnt erst einmal ziemlich unspezifisch. Man weiß nicht wohin es gehen soll. Dann wird es theatralisch bis orchestral. Düstere und gespenstische Stimmung, schnarrende Instrumente mit Geigenklängen. Doch dann bricht das Chaos infernalisch hervor. Gnadenlos, unbarmherzig schlagen Thornium zu. Düsterer Gesang, schnelle Gitarrenriffs und ein ebenso schnelles Schlagzeug. Ein Anfang, wie man ihn wünscht. Und mit fast acht Minuten genau richtig um sich einzustimmen.
In gleicher Manier setzt de zweite Song "Archetype of Death" an. Der Song klingt genauso infernalisch wie der Opener. So richtig düster und depressiv. Und an Geschwindigkeit legt man noch einen Zahn zu. Um das spielen zu können, muss man schon wirklich gut sein. Und der Gitarrist beherrscht sogar die Riffs des guten alten und klassischen Hardrocks.
Relativ schwerfällig und getragen kommt der nächste Song "Son of the Dragon" daher. Irgendwie erinnert einen der Gesang an Dimmu Borgir. Das Album STORMBLAST lässt grüßen.
Im ersten Moment denkt man wirklich, dass "Qliphothic Raptures" und "Pacta Conventa Daemoniorum" sind Dimmu Borgir selbst. Die Stimme, der Sound, das ganze Arrangement ist dermaßen ähnlich, da kann so etwas schon einmal passieren. Gut, die Band war einst bei einem Label, welches auch Dimmu Borgir unter Vertrag hatte. Da kann schon mal was abfärben.
Nun kommen wir zum Titelsong dieses Album: "Fides Luciferus". Anfangs ziemlich schrill mit überdrehenden Gitarren. Es klingt diesmal ein bisschen in Richtung Industrial. Der Sprechgesang erinnert mehr an eine Art Erzählung, wäre nicht die mittlerweile die zum eigentlichen Stil zurückgekehrte Gitarre. Der Song klingt sehr düster und getragen mit depressiven Anklängen. Aber irgendwie passt der Sound zum Titel. Lateinischer Titel und Klänge á la Kirche.
Aber keine Angst. Das bleibt nicht so. "The Void of Choronzon" bringt uns auf den Weg der Tugend zurück. Schöne, schnell gespielte Gitarre, ein grooviger Gesang und die eben für Black Metal typische Attribute. Mal wieder ein Anspieltipp.
Mit einem tollen Schlagzeugsolo beginnt "I am Perfection". Der Song weicht etwas vom eigentlichen Weg ab. Er erscheint weicher, nicht ganz so hart. Auch die Gitarrensoli erinnern eher an die guten alten Rockbands der 70er und 80er Jahre. Sehr melodisch gemischt mit dem düsteren und tiefen Gesang. Ganz "Perfection" kann man den Song aber nicht nennen.
Mit "Virgin Destroyer Redeemer" nähern wir uns dem Ende diese phantastischen Albums. Der Gesang ist gewöhnungsbedürftig. Das ist einfach nur ein Groulen (jg: richtig geschrieben?) Der ist nicht nur tief und schwerfällig, eher schon Extrembelastung für die Stimmbänder. Dafür tobt sich der Schlagzeuger aus; er fühlt sich offensichtlich total wohl in seinem Element.
"I am a God" beendet das Album. Der Song klingt ziemlich langsam, düster und schwerfällig. Aber auch ziemlich langgezogen. Man wartet immer darauf, dass es endlich zur Sache geht. Doch je länger der Song dauert, desto mehr sehnt man sich einen Wechsel herbei. Aber der Song bleibt so. Er ist einfach so! Aus Basta, Ende.
Fazit: Nicht böse sein, habe die Geschichte der Band ein bisschen gekürzt. Sie ist ellenlang (eine 3/4 DIN A4-Seite mit Schriftgröße 8 Pixel). Das Album ist wieder einmal ein exzellentes Werk skandinavischer Black Metal Kultur. We ein Fan von Dimmu Borgir ist, wird mit dem Album sicherlich seinen Spaß haben. Aber auch "Nicht-Fans" dieser Band, die dem Black Metal zugeneigt sind, werden ebenso begeistert sein. Musikalisch haben sie extrem viel drauf und fast alle Songs klingen ins sich harmonisch und geschlossen. Ausreißer gibt es nicht. Der teilweise getragene und schwerfällige Sound zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Das ist nichts schlechtes, es fällt einfach nur beim Anhören auf. Wie gut das Album wirklich ist, zeigt wohl die Bewertung schon alleine. "Daumen hoch"! |
Anspieltipps:
| | "Mother of Abominations", "Archetype of Death", "Son of the Dragon", "Qliphothic Raptures", "The Void of Choronzon" und "Virgin Destroyer Redeemer".
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Titel-Liste:
| | - Mother of Abominations
- Archetype of Death
- Son of the Dragon
- Qliphothic Raptures
- Pacta Conventa Daemoniorum
- Fides Luciferus
- The Void of Choronzon
- I am Perfection
- Virgin Destroyer Redeemer
- I am a God
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.thornium.com  |
Probehören und Kaufen:
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