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Review: Thy Bleeding Skies
 
CHAPTERS OF DOWNFALL

Album:
 CHAPTERS OF DOWNFALL, 2008, Dark Balance

Stil:
 Thrash Metal, Melodic Death Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 M.U., 20.08.2008

Review:
 Man richte sich an folgendes Rezept: "Man nehme einige Musiker, die ihre Qualitäten bereits bewiesen haben, mische sie zusammen und... Thy Bleeding Skies ist geboren". Ich fand die Einleitung auf dem "Beipackzettel" echt lustig. Auch, weil sie sich von den üblichen unterscheidet. Thy bleeding Skies gründen sich im Jahre 2006. Fast alle Mitglieder stammen aus Deutschland. Nur Drummer JJ Kontoniemi kommt aus Finnland. Ihre Musik wird von Bands wie Edge of Sanity, Hypocrisy und Entombed beeinflusst. Ende April 2008 tourten sie durch Tschechien, den Niederlanden, der Schweiz und auch durch Deutschland. Mit CHAPTERS OF DOWNFALL legen sie nun ihr 2008 erschienenes Debütalbum vor.

Mit dem Opener "At the Edge" geht es gleich richtig los. Dieser Song repräsentiert eindeutig den Death Metal Anteil dieser Band. Düster, sehr schnell und sehr roh gespielt. Die Gitarristen und der Drummer gehen ihr Bestes. Dennoch ist die Melodie eingängig und harmonisch. Gesanglich bleibt einem fast nichts anders übrig, als tiefste mögliche Stimmlage zu treffen.
Im Vergleich zum Vorgänger repräsentiert "Curveball" den melodischen Thrash-Anteil ihrer Musik. Die Melodie ist ruhiger, balladenhafter und gefühlvoller. Ein typischer Vertreter des Melodic Thrash Metals. Mit über sieben Minuten auch ein längen-gewaltiges Werk.
In ähnlicher Manier kommt dem geneigten Zuhörer der nun folgende Song "Thy bleeding Skies" zu Gehör. Der Titel ist Programm, denn er ist der Name der Band! Gelungene Gitarrenriffs, die einen mitreißen können und ein beeindruckendes Schlagzeug sind Markenzeichen für diesen Track. Ebenso die Stimme. Man wundert sich wie man solange diese tiefe Stimmlage durchhalten kann. Und dabei kommen noch ein paar Songs... Ok, zugegeben, ist ja nicht live...
"Burning Angels" beginnt ziemlich rasant, wobei der Rhythmus leicht in die Crossover Richtung abschweift. Schon alleine die schrubbenden und schrillen Gitarren zeugen davon. Er klingt zu Beginn gar nicht nach Death oder Thrash. Doch das ändert sich nach kurzer Zeit. Der Song kippt um, wobei die anfänglichen Musikelemente nicht zurückgefahren werden, sondern im Hintergrund immer präsent sind.
Mit "Die ideale" geht es weiter. Der Song klingt eher nach Heavy Metal. Dafür sorgen die Gitarren mit ihren unverwechselbaren Rhythmus. Ein bisschen schrill, ein bisschen zu sanft für Death Metal, leider auf Dauer ein wenig monoton, besonders, wenn man ihn mit seinen Vorgängern vergleicht. Aber wirklich nur "ein wenig".
"Insomnia" und "Slumber" sind wieder vom echten Schrot und Korn. Treibende, tiefgestimmte Gitarren und eine sehr schnelle Spielweise sind markante Zeichen für die beiden, doch recht ähnlichen Songs. Aber dafür sind es wieder echte Brummer und mit weit über sieben Minuten beeindruckt die Band die Zuhörer mit Sicherheit. Dass die extrem tiefe Stimmlage des Sängers sich wie ein roter Faden durchzieht, braucht wohl zum Ende hin nicht groß erwähnt werden. Stilistisch sind die Songs eher der Death Metal Fraktion zuzuordnen. Schon alleine wegen der doch recht düsteren Grundstimmung.
Der letzte Song "Where life shall grow" beginnt wieder sehr schnell, aber auch ein bisschen leiser. Der Start wirkt leider etwas künstlich in die Länge gezogen und lässt damit leicht etwas Langeweile aufkommen. Insgesamt könnte man "Where life shall grow" in die Fraktion rockiger Ballade einordnen. Jedoch ist er bestimmt nicht in der üblichen Schublade zu finden. Das verhindert schon seine Mischung aus balladenhaftem Anstrich und Elementen des Death und Thrash Metals. Die Mischung klingt nicht nur interessant, sondern zeigt, dass man in der Musik eigentlich fast alles mit allem kombinieren kann.

Fazit: Das Album weiß zu überzeugen. Gut gemachter und gefälliger Thrash, gepaart mit Death Metal. Sie verbinden Elemente beider Genres recht gut, wobei von "Melodic" nicht viel übrig bleibt. Es geht doch eher härter zur Sache. Die Band hat auf alle Fälle das Zeug, sich auf dem hart umkämpften Markt ihre Nische zu sichern - da bin ich ziemlich zuversichtlich.

Anspieltipps:
 Schon der Opener "At the Edge" ist ein Knaller. Ebenso hörenswert sind "Thy bleeding Skies", "Burning Angels" sowie "Insomnia" und "Slumber".

Titel-Liste:
 
  1. At the Edge
  2. Curveball
  3. Thy bleeding Skies
  4. Burning Angels
  5. Die ideale
  6. Insomnia
  7. Slumber
  8. Where life shall grow

Laufzeit:
 45:37 Min.

Band-Infos:
 
  • www.thy-bleeding-skies.com 


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