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Review: Thy Majestie |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 05.08.2008 |
Review:
| | Thy Majestie wurden 1998 in Palermo, Sizilien, von Claudio Diprima und Guiseppe Bondi gegründet. Anfänglich schrieben sie sich Thy Majesty, änderten diese Schreibweise aber offenbar wegen einer Namensgleichheit mit einer deutschen Black-Metal-Band. Seit der Gründung drehte sich bei den Italienern das Besetzungskarusell dann regelmäßig und im Jahre 2008 besteht die Band aus Dario Cascio (Vocals), Maurizio Malta (Gitarre), Simone Campione (Gitarre), Dario DŽAlessandro (Bass), Claudio Diprima (Schlagzeug) und Valerio Castorino (Keyboard).
DAWN ist der inzwischen vierte Longplayer der Sizilianer. Sie spielten bisher eine symphonisch-bombastische Art des Power Metal, wie er bei italienischen Bands nicht unüblich ist. Mal sehen, wie sie sich auf ihrem neuesten Werk präsentieren.
Die Vorgängerwerke HASTINGS 1066 und JEANNE DŽARC waren Konzeptwerke. Auch DAWN scheint ein Konzept zugrunde zu liegen, da es in drei große Kapitel - ähnlich wie die Akte bei einem Bühnenstück - eingeteilt ist. Leider liegen mir keine Texte vor, so dass mir der genaue konzeptionelle Inhalt verborgen bleibt.
Der Einstieg in DAWN, genauer gesagt in "Chapter One: Trapasso - Exequies of the formal Sphere", kommt erst symphonisch und geht dann in ein starkes melodisches Riff über. Ansonsten ist "As you Fall" ein Power Metal-Track mit eingängigem Aufbau und schöner Melodie. Nach einer recht intensiven Bridge fehlt mir aber ein wirklicher Hammerrefrain, der an der Stelle einfach goldrichtig wäre.
"M.A.D." beginnt ziemlich energetisch, nimmt dann aber Tempo und Dynamik heraus, um diese stückweise wieder aufzubauen. Beim Höhepunkt machen es die Italiener diesmal richtig, denn er thront schön episch über dem Song und geht augenblicklich ins Ohr. Auch die virtuosen, leicht klassisch angehauchten Gitarren-Intermezzi gefallen mir gut.
Ein romantischen Keyboardintro, das wieder in ein starkes Riff übergeht, stimmt den Hörer auf den Titeltrack"Dawn" ein. Dann wird rhythmisch das Gaspedal etwas durchgetreten, doch das Stück bleibt instrumental und lebt vom ausgezeichneten Gitarrenspiel.
Auch die Keyboard-Einleitung von "The Hunt" kann durch eine tolle Melodie bezaubern, die erneut von der Lead-Gitarre übernommen und weitergeführt wird. Beide Instrumente teilen sich dann die Untermalung des emotionalen Gesangs, während der Rhythmus verhalten bleibt. Erst zur Mitte wird der druckvolle Power Metal-Beat ausgepackt und der Song entsprechend dynamisiert. Der Refrain könnte meines Erachtens noch etwas kraftvoller sein. Symphonische Keyboardtöne sorgen wieder für ein romantischeres Outro.
Der erste Teil der "Legacy Suite", "Of Pain and Disgrace" bringt etliche orchestrale Elemente und chorale Passagen mit sich und geht direkt in das sehr druckvolle "To an endless Devotion" über, bei dem die Rhythmustruppe Volldampf fährt und kräftige Riffs die Hookline führen. Der Höhepunkt ist ausdrucksstark und emotional. Progressive Instrumentalarrangements runden das Stück ab.
"Infernis Armata" ist ein mitreißendes instrumentales Interlude, welches in den vierten Teil der Suite, "Two Minutes of Hate", überleitet. Dieser ist purer Melodic Metal mit schönen mehrstimmigen Gesängen und starker Keys- und Gitarrenbegleitung. Lediglich die Refrains klingen auf Dauer etwas zu ähnlich.
Nach einem Break geht es in den fünften und letzten Teil "The Legacy" über, der wieder instrumental gehalten ist und mit vielen überraschenden Arrangements aufwartet. Man muss "The Legacy Suite" als ein ultralanges Stück sehen, denn so entfaltet es seinen Charme - besonders wegen der langen instrumentalen Abschnitte - am Besten.
Mit "Out the Edge" folgt ein Melodic Power Metal-Track in Vollendung, der durch knackige Riffs, seine eingängige Melodie und den tollen Höhepunkt begeistert.
Das dritte Kapitel bringt mit "Day of the Changes" wirklich leichte Veränderungen mit sich. Der Song ist wesentlich epischer, das Gitarrenspiel sehr melodisch und es wird Tempo rausgenommen. Dazu kommt ein folkiger Touch bei instrumentalen Zwischenspielen. Aber es ist alles sehr stimmig und ein gelungener Kontrast zu den Hochgeschwindigkeitsnummern.
Disharmonisches Klavierspiel, das sich erst so nach und nach zu einer netten Melodie entwickelt, leutet den Rausschmeißer "Through Heat and Fire" ein. Auch dieses Stück hebt sich vom Power Metal ab, ist teilweise progressiv und bringt immer wieder diese etwas dissonanten Eckpunkte ein, die die Hookline abbremsen. Ein verzerrter Refrain passt zwar irgendwie dazu, insgesamt ist dieser Track aber eher schwach und in meinen Augen auch kein würdiger Abschluss eines sonst ziemlich starken Albums.
Fazit: Auch wenn der letzte Song ein bisschen aus diesem Standard ausbricht, ist DAWN doch ein wirklich starkes Album geworden. Es regiert in erster Linie der Power Metal, doch dieser wird abwechslungsreich serviert und vielfältig arrangiert. Gerade die instumentalen und die symphonischen Appetithäppchen, die dem Hörer immer wieder zugeworfen werden, strahlen einen besonderen Reiz aus.
Die Kompositionen sind gut durchdacht und zeugen von gekonntem und ausgefeiltem Songwriting. Von der instrumentellen und gesanglichen Seite gibt es ebenfalls nichts zu meckern.
Thy Majestie marschieren mit DAWN weiter aufwärts und reihen sich so langsam bei den Bands ein, die man als Maßstab des Genres sehen darf. |
Anspieltipps:
| | "M.A.D.", die gesamte "Legacy Suite", "Out the Edge" und "Day of the Changes". |
Tipp:
| | Fans von abwechslungsreichem, bombastischem, neoklassischem oder symphonischem Power Metal sollten unbedingt zugreifen. |
Titel-Liste:
| |
Chapter One: Trapasso - Exequies of the formal Sphere
- As you fall
- M.A.D.
- Dawn
- The Hunt
Chapter Two: Rovina - The neverending Night - The Legacy Suite -
- Of Pain and Disgrace
- To an endless Devotion
- Inferis Armata
- Two Minutes of Hate
- The Legacy
- Out the Edge
Chapter Three: Vendetta - A new Dawn
- Day of the Changes
- Through Heat and Fire
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.thymajestie.com  |
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