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Review: Titanic
 
SCREAMING IN SILENCE

Album:
 SCREAMING IN SILENCE, 2002/2010, Retroactive

Stil:
 Heavy Metal

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 S.M., 28.04.2010

Review:
 Dass bei einem sogenannten Longplayer die Laufzeit-Anzeige nur 29:36 Minuten ausspuckt, habe ich bislang auch selten erlebt, zumal sich 10 Tracks auf diesem Album befinden. Das lässt Rückschlüsse darauf zu, dass die US-Band Titanic bei den Songs ihres Werkes SCREAMING IN SILENCE schnell zur Sache kommt.

So ist es auch. Die Stücke sind straight und energetisch, und außer den obligatorischen Soli gibt es keine Schnörkel und Komplexitäten. Song eins, das wuchtige und kraftvolle "And the Band plays on" dauert keine drei Minuten an. Nur wenige Songs knacken diese Marke. Stilistisch ist bei Titanic ein druckvoller Auftritt nach typischer US-Metal-Manier die Devise.
Dabei würde ich manchen Songs dennoch die ein oder andere Minute mehr gönnen. Denn gerade das dynamische, aber eingängige "Hypnotic", das straighte "See through my Eyes" oder das fetzige "Questions" hätten es verdient, sich etwas mehr zu entfalten. Die gehen richtig gut ins Ohr, verschießen durch die kurze Laufzeit ihr Pulver aber leider zu schnell. Vielleicht dachte beim Songwriting jemand, was bei Motörhead & Co. funktioniert, passt hier auch. Doch liegen da stilistische Welten dazwischen. Beim traditionellen Heavy Metal ist mehr manchmal dann doch tatsächlich mehr.
Das Album SCREAMING IN SILENCE wurde von Retroactive Records ursprünglich schon 2002 veröffentlicht. Nun wird es als "Collector's Edition" Rereleased. Keine Ahnung, was an dieser Edition besonders sein soll. Das alte Material wurde zwar remixed und remastered und Stryper-Drummer Robert Sweet trommelte die Parts der Drum Machine des alten Releases (die laut den Metal-Archives aber auf einen Namen hört ;-) ) neu ein, doch finde ich besonders die Spielzeit nach heutigen Standards eine ziemliche Unverschämtheit, zumal offenbar das ursprüngliche Album sogar etwas länger war.
Auch spielt sich nicht das ganze Songwriting auf einem gleichbleibend hohen Level ab. Der ein oder andere Filler schleicht sich doch ein. Der technische Auftritt der Truppe ist in Ordnung. Das vielseitige Gitarrenspiel von Bill Menchen, der in unzähligen Bands seine Finger drin hat, und der ausdrucksstarke Gesang von Simon K. Tyler können einige Akzente setzen.

Fazit: Eigentlich ist SCREAMING IN SILENCE kein schlechtes Album. Dass man aber dem Hörer nicht mehr als knappe 30 Minuten Hörvergnügen gönnt, fließt ganz klar negativ in die Wertung ein.
Für Freunde des kraftvollen US-Metal hält das Werk einige interessante Songs bereit. Wen die kurze Spielzeit nicht stört, kann gerne zugreifen. Ein Must-Have ist SCREAMING IN SILENCE aber sicherlich nicht.

Titel-Liste:
 
  1. The Band plays on
  2. Hypnotic
  3. Time
  4. As I am
  5. See through my Eyes
  6. Carnival of Souls
  7. Broken Toys
  8. Web Dreads
  9. Questions
  10. Screaming in Silence

Laufzeit:
 29:36 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/titanicmetal 

  • Probehören und Kaufen:
    Titanic: SCREAMING IN SILENCE

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