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Review: Tragedian |
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Album:
| | DREAMSCAPE, 2008, MusicBuyMail |
Stil:
| | Heavy Metal, Symphonic Metal |
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | S.M., 24.09.2008 |
Review:
| | Auch ein blindes Huhn findet mal ein richtig gutes Korn! Das war so mein erster Gedanke nach dem Hören von DREAMSCAPE, dem Debüt der Hamburger Band Tragedian. Das blinde Huhn, wenn dies auch etwas überzogen scheint, ist in dem Fall der Vertrieb MusicByMail/Artistservice, von dem ich bislang nur Produkte des breiten Mittelfeldes und darunter rezensiert habe.
Doch Tragedian, die Truppe um Bandleader, Gitarrist und Songwriter Gabriele Palermo, machen auf ihrem Erstling eigentlich alles richtig und man darf dem Label für die Veröffentlichung kräftig auf die Schulter klopfen.
Es werden einprägsame Melodien, die durch die Gitarrenleads bestimmt werden, mit druckvollem Rhythmus und meist pompöser Keyboardbegleitung vereint. Dabei wird das Keyboard sehr abwechslungsreich eingesetzt. Einerseits für die starke symphonische Untermalung und andererseits fügt es mit einem Hammond-Orgel-Touch manchen Kompositionen einen schön nostalgischen Touch bei.
Trotzdem klingen die Songs keineswegs eingestaubt, sondern eher jugendlich frisch mit einer tollen Spielfreude und viel Dynamik.
Schon beim Opener "The eternal Flight" fällt mir das auf. Melodie und Power verbinden sich zu einem eingängigen Konstrukt und die Hookline und der Refrain können punkten.
Mit "Turn back Time" und "Immortality" wird diese knackige Spielfreude fortgesetzt und das Keyboard kann jedes mal Akzente setzen. Auch der Gesang von Timo Behrens weiß mich zu begeistern, denn er ist klar und ausdrucksstark und genauso energetisch wie die gesamte Musik.
Der Titeltrack "Dreamscape" ist etwas progressiver gehalten, aber trotzdem kann man mühelos dem roten Faden der Hookline folgen. "Broken Dream" beginnt besinnlich, entwickelt sich zum Höhepunkt dann zu einer emotionalen Powerballade.
"New promise Land" ist dann wieder schön druckvoll mit starker Keyboardbegleitung. Die Melodie geht flott ins Ohr und der Refrain reißt mit. Musikalisch würde ich das als Dio meets Rhapsody (Of Fire) umschreiben.
Mit einem energiegeladenen Power-Konstrukt kommt "Napoleon". Der Höhepunkt ist hymnisch, fast ein wenig pathetisch.
"Trials Of Fire" bringt erst einige fernöstliche Introklänge, bevor der Song in Iron-Maiden-Machart aufgebaut wird. Beim Refrain schleichen sich dann noch einige Einflüsse von Grave Digger ein, aber dieser Mix ist durchaus gelungen.
Und wenn ich geglaubt habe, noch stärker als bisher geht es nicht, werde ich von "Conquerors" prompt eines besseren belehrt. Der Song, der es auch zu Recht auf den POWER & GLORY-Sampler von AFM geschafft hat, setzt in Punkto Spielfreude, Dynamik und Melodie noch eins drauf. So haben Tragedian den Hörern sogar zwei Versionen spendiert: die reguläre und eine ultralange, symphonische Variante. Ich kann mich auch nach mehrmaligem Hören nicht entscheiden, welche die Bessere ist. Es ist einfach ein obergeile Komposition, deren zwei Versionen auf die jeweilige Art und Weise begeistern können.
Fazit: Eine wahrlich beeindruckende Leistung für ein Debutwerk. Wo haben sich die Musiker bisher versteckt? Es gibt auf diesem Werk keinen Ausfall. Dafür gehen Tragedian schön abwechslungsreich vor und kosten die Breite der anvisierten Genres ordentlich aus.
Der Keyboardbombast ist natürlich ein Punkt, an dem sich die Geister scheiden. Wem sich schon bei einer dezenten Keyboardhintergrundberieselung die Nackenhaare stellen, wird mit DREAMSCAPE sicherlich nicht warm werden. Tragedian sprechen Leute an, die eine symphonische und pompöse Machart bevorzugen. Bei mir treffen sie dabei genau den richtigen Nerv.
Am besten kommt bei mir aber dieses vielfältige und überaus professionelle Songwriting an. Kaum eine Band schafft ein Album ohne kleine kompositorische Schwachpunkte. Tragedian schon.
Auf der Bandwebsite kann man sich drei Tracks des Albums herunterladen. So kann sich jeder schon mal einen ersten Eindruck von Tragedians Professionalität machen. Für den Übersong "Conquerors" kommt man aber an einer Anschaffung der Scheibe nicht vorbei.
Für mich ist DREAMSCAPE einer der Geheimtipps des Jahres. |
Anspieltipps:
| | "Eternal Flight", "Turn back Time" "New promise Land" sowie die beiden "Conquerors"-Varianten. |
Tipp:
| | Leicht Old-School-angehauchter Heavy Metal trifft auf neuzeitlichen Symphonic Metal. Eine Vereinigung die absolut mitreißt und eine breite Hörerschicht anspricht. Wer sich im traditionellen Metal, Melodic Metal, Power Metal und Symphonic Metal zu Hause fühlt, sollte sich das Werk nicht entgehen lassen. |
Titel-Liste:
| | - Tartarus (Intro)
- The eternal Fight
- Turn back Time
- Immortality
- Dreamscape
- Broken Dream
- New promise Land
- Napoleon
- Trials of Fire
- Conquerors
- Conquerors (Orchestral Version)
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.tragedian.com  |
Empfehlen:
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