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Review: The Trews
 
NO TIME FOR LATER

Album:
 NO TIME FOR LATER, 2008, Edel

Stil:
 Rock

Wertung:
 5 von 7
5 von 7 Punkten
 S.M., 24.08.2008

Review:
 The Trews stammen aus Antigonish, Kanada, und bringen mit NO TIME FOR LATER ihr Drittwerk auf den Markt. Gegründet wurde die Band 1998 von den Brüdern Colin MacDonald (Gesang, Gitarre, Keyboard) und John Angus MacDonald (Gitarre) und dem Bassisten Jack Syperek. Am Schlagzeug gab es anfangs regen Wechsel, bis schließlich mit Sean Dalton der richtige Mann gefunden wurde. Die Band nannte sich zuerst übrigens "One Eyed Trouser", was wohl soviel wie "Einäugige Hosenschlange" bedeuten soll.
Der Stil wird von der Band selbst als Modern Rock umschrieben, dennoch sollen auch Einflüsse der 70er und 80er in die Musik einfließen. Ich bin gespannt, wie sich die Moderne und die Nostalgie vereinen lassen.

Auf jeden Fall gehen The Trews sehr abwechslungsreich vor. Es gibt Songs, denen man diesen Touch aus vergangenen Zeiten klar anhört. Gleich der Opener und Titeltrack "No Time for later" versetzt den Hörer mit seiner Hammond-Orgel-Begleitung zurück in die siebziger. Rockige Stücke á la The Who stehen hier Pate. Noch weiter in die Vergangenheit enführt uns "Feel the Pain". Soundmäßig sind diesmal die Spätsechziger angesagt. Vom Stil her ist der Song dafür emotional, fast balladesk.
Dann gibt es Stücke mit einer 70er- und 80er-Punk-Attitude, wie "Dark Highway", dass mich beim Intro-Riff noch stark an "Money for Nothing" von den Dire Straits erinnert, aber schon bald ein richtig fetziges Tempo auspackt. Als richtig eingängiger Punk-Rocker enpuppt sich "Canīt stop laughing", und "Burning Wheels" verbindet Punk-Feeling mit rotzigem Sleaze Rock.
Natürlich gibt es auch verhaltenere und emotionalere Rockstücke. Besonders "Paranoid Freak" tut sich hierbei hervor, dessen Aufbau so nach und nach dymanisiert wird und schließlich in einen sehr intensiven Refrain mündet. Auch "Man of two Minds; und "Oceanīs End" können durch ihre emotionale Ausdruckskraft glänzen.
Und mit "Will you wash away" haben die Jungs noch einen wirklich catchy Pop-Rocker am Start, der ausgesprochenes Chart-Potential hat.

Fazit: Auch wenn NO TIME FOR LATER gegen Ende ein klein wenig an Substanz verliert, haben The Trews ein gelungenes Album abgeliefert. Die Kompositionen sind abwechslungsreich und glänzen fast durchweg mit eingängigen Hooklines. In Punkto vielfältiges Songwriting macht man den Kanadiern so schnell nichts vor. Lediglich an einigen Höhepunkten hätte noch gefeilt werden dürfen, um sie noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen.
Die Instrumentalleistung ist in Ordnung, und Colins Gesang ist in mittlerer Stimmlage recht unaufdringlich, aber trotzdem in den richtigen Momenten ausdrucksstark und gefühlvoll.
Ob man die Musik jetzt als Modern Rock bezeichnen soll, ist mir noch nicht ganz klar. Aber wenn Modern Rock ausdrückt, dass man sehr abwechslungsreich und quer durch musikalische Epochen und Rockgenres agiert, dann hat NO TIME FOR LATER diese Bezeichnung absolut verdient.

Tipp:
 Fans abwechslungsreicher Rockmusik sollten sich NO TIME FOR LATER mal genauer anhören.

Titel-Liste:
 
  1. No Time for Later
  2. Dark Highway
  3. Be Love
  4. I feel the Rain
  5. Paranoid Freak
  6. I can't stop Laughing
  7. Man of two Minds
  8. Hold me in your Arms
  9. Gun Control
  10. Will you wash Away
  11. End of the Line
  12. Burning Wheels
  13. Ocean's End

Laufzeit:
 49:27 Min.

Band-Infos:
 
  • www.thetrewsmusic.com 


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