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Review: Triosphere |
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Album:
| | THE ROAD LESS TRAVELLED, 2010, AFM |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | V.R., 30.07.2010 |
Review:
| | THE ROAD LESS TRAVELLED ist bereits das zweite Album der norwegischen Power Metal-Band Triosphere. Das Debüt ONWARDS muss irgendwie an mir vorbeigegangen sein. Somit gehe ich ganz unbedarft und ohne große Erwartungen an die Band ran und gleich zu Beginn gibt es eine Überraschung - da singt ja eine Frau! Richtig, mit Ida Haukland haben Triosphere eine Sängerin in ihren Reihen, die ihren Job richtig gut macht. Und keine Angst, opernhaftes Geträller, wie man es bei vielen Symphonic Metal-Bands antrifft, muss hier niemand befürchten. Anfangs klingt ihre Stimme noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig, doch nach kurzer Zeit stellt man fest, dass ihr raues Organ zur Musik absolut passt. Und mit Symphonic Metal haben Triosphere auch gar nichts zu tun, denn hier wird ordentlich Gas gegeben. Dementsprechend ist THE ROAD LESS TRAVELLED auch weitgehend keyboardfreie Zone. So weit so gut - alle weiteren Fragen werden in den folgenden Zeilen geklärt.
Wie so viele Platten der letzten Zeit beginnt auch dieses Album mit einem Intro, kurz und knapp "Ignition" betitelt. Na ob das ein passender Name ist, so ruhig, wie der Titel beginnt? Doch der erste Eindruck täuscht, denn nach kurzer Zeit erwartet den Hörer ein wahres Speed Metal-Inferno, das aber nur von kurzer Dauer ist.
Kommen wir also zum ersten richtigen Song namens "Driven". Und der präsentiert Triosphere gleich von der besten Seite. Die energiegeladene Powernummer lädt sofort zum Headbangen ein. Frau Hauklands rauchige Stimme kann sich dabei jederzeit gegen die harten Riffs durchsetzen und geht nie im Speed-Gewirr unter. Der hymnische Refrain sorgt schließlich dafür, dass der Song unter der Rubrik "absolute Spitzenklasse" zu verbuchen ist.
Und auf dem gleichen Level geht es weiter. "Human Condition" ist zwar nicht ganz so schnell wie der Opener, aber mindestens genauso gut. Die Härte wird etwas zurückgenommen, dafür kann der kompakte Rocker mit atemberaubenden Melodien punkten.
Der nächste Song heißt "Death of Jane Doe". Jane Doe, hab ich den Namen nicht schon mal gehört? Wikipedia gibt die Antwort. Der Name beschreibt eine fiktive, nicht näher genannte Person und ist das amerikanische Gegenstück zu unserem Max Mustermann. Dem Song selbst kann jedenfalls nur ein Kompliment ausgesprochen werden. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Abwechslung Triosphere in einem knapp fünfminütigen Power Metal-Song unterbringen, da kann man schon fast von Progressivität sprechen.
Zeit für eine kleine Ruhepause. Bei "Marionette" werden Tempo und Härte ordentlich zurückgenommen, so dass man das Lied schon fast im Hard Rock-Bereich einordnen kann. Beim ersten Hören war ich von dem Titel nicht sonderlich begeistert. Der ohrwurmlastige Refrain gibt dann aber den Ausschlag dafür, dass der Song letztlich doch überzeugen kann.
Auch im Titelsong "The Road less travelled" wird auf Vollgas konsequent verzichtet. Das hat die Nummer aber auch gar nicht nötig, denn mit ihren griffigen Riffs, progressiven Zwischenparts und verspielten Melodien sorgt sie für uneingeschränkte Begeisterung.
Der ruhige Anfang von "The Anger and the silent Remorse" lässt eine Ballade vermuten. Später entwickelt sich der Titel immer mehr zu einem epischen Hard Rock-Song, der hauptsächlich von seinen vielen Tempiwechsel lebt. Aber auch die können ihn leider nicht vor dem Absturz ins Mittelmaß retten.
Auch "Watcher" kann das hohe Level der ersten Songs nicht erreichen, ist aber immerhin deutlich kompakter als das vorherige Lied. Generell macht sich bemerkbar, dass Triosphere in der zweiten Hälfte des Albums einen Gang zurückgeschaltet haben.
Weiter geht es mit einem Stück, das schlicht und einfach nach der Zahl "21" benannt wurde. Das Härtelevel bleibt zwar auch hier im gemäßigten Bereich, aber dafür können die Melodien und Riffs voll zünden. Daher erreichen Triosphere mit diesem Titel wieder locker das Qualitätslevel der ersten Songs. Lediglich der Tempowechsel in der zweiten Hälfte des Liedes wirkt etwas unpassend.
Bei "Worlds apart" gibt die Band dann auch endlich wieder richtig Gas. Diese schnellen Power Metal-Nummern stehen Triosphere einfach super zu Gesicht, hier können sie ihre Qualitäten voll ausspielen. Für Abwechslung sorgen einige ruhige Parts, in denen die Band wieder sehr verspielt agiert.
Mit dem Instrumental-Outro "The last Haven" neigt sich die Platte dann unspektakulär dem Ende entgegen.
Wer eine Ballade vermisst hat, bekommt diese abschließend mit dem Bonustrack "Echoes" geboten. Auch diese Nummer ist rein instrumental gehalten. Klavier und Violine agieren im Zusammenspiel und erzeugen eine wunderschöne Melodie, bei der man sich nur eines wünscht, nämlich Gesang. So ganz ohne Stimme ist dieser Abschlusstitel nämlich doch etwas langweilig geraten.
Fazit: Triosphere starten wirklich fulminant in ihr neues Album THE ROAD LESS TRAVELLED. Die ersten drei Songs strotzen nur so vor Energie und Spielfreude und beziehen ihre Qualität nicht nur aus einer ordentliche Portion Härte und schönen Melodien, sondern auchaus einem großen Maß an Abwechslung. Leider kann das hohe Niveau nicht auf Albumlänge gehalten werden. Nach dem sechsten Lied lassen Triosphere merklich nach, da die späteren Titel zu gleichförmig klingen. Hier hätte eine weitere Speednummer oder auch eine Ballade zur Auflockerung sehr gut getan. Diese Kritik ändert aber nichts daran, dass wir es hier mit einem guten bis sehr guten Power Metal-Album zu tun haben, das erfrischend anders klingt und alleine deswegen schon aus der Masse herausstechen kann. Werden die angesprochenen Probleme beseitigt, haben Triosphere das Potential, in den Power Metal-Olymp aufzusteigen. |
Anspieltipps:
| | "Driven", "Human Condition", "Death of Jane Doe", "The Road less travelled", "Worlds apart" |
Tipp:
| | Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich verspielter Power Metal mit rauem Frauengesang anhört, der ist bei Triosphere an der richtigen Adresse. |
Titel-Liste:
| | - Ignition
- Driven
- Human Condition
- Death of Jane Doe
- Marionette
- The Road less travelled
- The Anger and the silent Remorse
- Watcher
- 21
- Worlds apart
- The last Haven
- Echoes
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.thetriosphere.com  |
Probehören und Kaufen:
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