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Review: Triumph |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | U.B., 13.02.2009 |
Review:
| | Ach was waren das für Zeiten! Damals. Man fuhr mit seinem ersten Auto am Wochenende mit seiner Freundin zu einer Fete. Aus dem Kassettenteil des Autoradios ertönte Musik von Journey oder Foreigner. An diese Zeit wurde ich spontan erinnert als ich die SURVEILLANCE vor kurzem hörte. Das Album erschien bereits 1987 und seit 2005 gibt es auch eine remasterte Version. Da die Musik der späten Achtziger wieder sehr angesagt ist und es vielleicht noch Leute gibt die Triumph nicht kennen, kommt dieses Review gerade recht. Triumph war eine Band aus Kanada und bestand in der Stammbesetzung aus Rik Emmett Gitarre und Vocals, Mike Levine Bass und Gil Moore Drums und Backing Vocals. Hinzu kam noch eine lange Liste weiterer Musiker die zum Teil nur auf ein oder zwei Songs für die Aufnahmen mitspielten, der bekannteste dürfte Steve Morse an der Gitarre sein. SURVEILLANCE war das letzte Album was in der ursprünglichen Besetzung aufgenommen wurde da im Jahr danach Emmett die Gruppe verließ.
"Into the Forever" ist ein kurzes Intro mit gefühlvoller, klarer Gitarre mit sphärischem Klang umspielt von einem Keyboard.
Als melodischer Rocker gibt sich "Never say never". Kräftige Gitarrenriffs und dumpf wummernde Drums geben den Rhythmus vor. Dazu fällt die hohe und einprägsame Stimme von Emmett auf dessen Gesang vorzüglich passt. Die kurzem Gitarrensoli die mehrfach eingeflochten sind, geben dem Ganzen den letzten Pfiff. Ganz schwer den Track wieder aus dem Ohr zu kriegen.
Von ähnlich gutem Kaliber ist auch "Headed for nowhere". Mit metallischen Gitarrenklängen und marschierenden Drums geht es flott und energetisch dahin. Sofort fallen die deutlich tieferen Vocals auf was ganz einfach daran liegt, dass Emmett hier nur seine Gitarre bearbeitet und den Posten am Mikro einem der Gastmusiker überlassen hat. Von besonderer Güte ist der Chorus der sich unvergesslich ins Ohr fräst. Ein Song mit viel Drive und tollen Gitarren Eskapaden, hier spielte auch Steve Morse mit, da wippen die Fußspitzen automatisch.
"All the King´s Horses" ist ein knapp zwei minütiges balladenartiges Stück mit Akustikgitarren und ganz verhaltenen Vocals die langsam eindringlicher werden und in der Tonlage ansteigen.
Der Song dient nur als Einleitung für "Carry on the Flame" in den er auch nahtlos übergeht. Obwohl rhythmisch und von gewisser Härte, handelt es sich erneut um einen melodischen Ohrwurm. Die hohen Vocals lassen in ihrer Intensität auch das letzte Eis schmelzen. Jetzt wissen wir auch wer an der Klimaerwärmung schuld ist. Dazwischen gibt es für mich unerwartet so etwas wie progressive Zwischentöne und mehr Keyboard als bisher. Im Verlauf in einem ruhigen Abschnitt, greift man das Thema von "All the Kings Horses" mit einem Zitat auf bevor es nochmals schnell und rockig zur Sache geht. Ein abwechslungsreicher Track.
Als Schmusesong kommt "Let the Light" daher. Betont melodisch mit deutlichem Hintergrundchor zur Unterstützung von Emmetts klarer Stimme, sind es die Gitarren die dafür sorgen, dass es nicht zu schmalzig wird. Eine Herz- Schmerz Nummer wie sie im Buche steht.
Mit dumpfer Bass Drum und leisen Gitarren startet "Long Time gone". Die Vocals stehen im Vordergrund bevor die Gitarren plötzlich heftig losriffen. Nun wird auch der Gesang spürbar schärfer, schon eine Spur aggressiv. Diese Phase währt aber nur kurz, schnell gleitet man wieder in ruhigeren Regionen. Dieser Wechsel wird mehrfach vollzogen und ein wildes Gitarrensolo wird auch noch eingeschoben.
Unter dem Motto Mötley Crüe meets Kiss scheint "Rock you down" zu stehen. Dieser Song hat so etwas Glam- Sleaze- Rock artiges mit den frechen Shouts: "Wanna´rock you". Von der Melodie und den Lyrics aber für mich ein schwächerer Teil des Albums.
"The waking Dream" dient als Einleitung für die nachfolgenden Nummer. Das entfernte Schlagen einer Kirchturmuhr und ganz zartes Keyboards mit einer einzelnen, leisen Gitarre die sphärisch entrückt klingt sind neben den hohen, eindringlichen Vocals zu hören.
Dann geht es unmittelbar mit "On and on" weiter. Erneut mit entrückten Keyboards und langsam aufziehenden Gitarren. Besonders schön sind die leidenschaftlichen Vocals, was für ein Schmachtfetzen, zum Herzerweichen, da wird selbst Stahlbeton zu Wackelpudding. Mit Bedacht wird das Tempo gesteigert und zum Schluss mündet man in einem richtig flotten Rock Song mit tollen Gitarreneinlagen. Na doch nicht so soft wie es anfangs den Anschein hatte.
Oh, da freut sich aber der Zahnarzt. Bei "All over again" besteht erhöhte, akustische Kariesgefahr so süßlich geht es bei dieser Power Ballade zu. Aber dieses bittende fast flehende "I´m in love with you" hat schon das gewisse Etwas, das sollte man nicht verschweigen. Und dann die Gitarren, einfach umwerfend. "I`m running back into your arms", seufz, da drückt Emmett so richtig auf die Tränendrüsen. Da schmilzt jede Dame dahin wie Schnee bei einem Fönsturm. Na und mein weiches Rockerherz natürlich auch.
Zugegeben, "Running in the Night" ist textlich keine Offenbarung. Die Lyrics sind eher simpel gestrickt: " Tonight, stay with me tonight, till the morning light" könnte von jedem pubertierenden Jüngling stammen der seine Freundin anbaggert. Wäre da nicht diese tolle Melodie und die Gitarren die sich mit unglaublichem Klang ins Herz katapultieren. Beginnt das Stück verhalten, so entwickelt es sich zu einem richtig deftigen Rock Song, prima Abschluss.
Fazit: Oldie but Goldie. Während Triumph als Band inzwischen Geschichte ist überdauerte die Musik der Kanadier. SURVEILLANCE ist extrem eingängiger Melodic Rock und AOR, eine Mischung aus Journey und REO Speedwaggon. Oft wurden Triumph mit den wesentlich bekannteren Landsleuten von Rush verglichen. Ein Vergleich der nur entfernt zutrifft in der Anfangszeit von Rush, da sich Rush später eindeutig dem Prog verschrieben haben. Sehr radiotauglich und, die kritische Anmerkung sei erlaubt, fast schon zu kommerziell ausgerichtet, können die Songs auf SURVEILLANCE jedoch mit Ohrwürmern am laufenden Band voll punkten. Ein toller Groove, von den Gitarren getriebener Rhythmus und meist auch mit kräftigem Punch haben sich Triumph in mein Herz gerockt.
Na Jungs, mit den Kumpels zu lange in der Kneipe gehockt und die Freundin ist sauer, dann könnte die Scheibe die Rettung sein. Bei Schmachtfetzen wie "Let the light" oder "All over again" kann kein weibliches Wesen lange böse sein. Wir wollen doch schließlich nicht, dass die Angebetete wie Supermodel Heidi Klum sagt:" Schade heute habe ich kein Foto für dich." (Anmerkung des Rezensenten: ich kenne Germany`s next Topmodel natürlich nur vom Hörensagen.) |
Anspieltipps:
| | "Never say never", "Headed for nowhere", "Carry on the Flame", "On and on" und "Running in the Night" |
Tipp:
| | Alben von Night Ranger, Asia, Foreigner, Ten oder Y & T drehen sich bei euch regelmäßig im Player, dann ist SURVEILLANCE genau das richtige Futter für eure Ohren. Zwar sind Triumph nicht so bekannt wie die anderen genannten Bands aber die SURVEILLANCE reiht sich nahtlos ein in jede Sammlung mit ausgezeichneten Rock Alben. Und vielleicht kommt beim Musikgenuss auch noch die Erinnerung an die guten alten Achtziger zurück. |
Titel-Liste:
| | - Prologue: Into the Forever
- Never say never
- Headed for nowhere
- All the King´s Horses
- Carry on the Flame
- Let the Light (shine on me)
- Long Time gone
- Rock you down
- Prelude: The waking Dream
- On and on
- All over again
- Running in the Night
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.triumphmusic.com  |
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