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Review: Tsorer |
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Album:
| | RETURN TO SODOM, 2010, Black Hate |
Stil:
Wertung:
| |  7 von 7 Punkten | | M.U., 29.11.2010 |
Review:
| | Tsorer sind eine relativ junge Band aus Israel, die sich 2006 formiert hat. Band? Na, ja. Wenn einen Musiker als Band bezeichnen will, dann schon. Denn es ist wirklich NUR Einer! Tom Davidov, der von Avner unterstützt wird. Musikalisch widmet man sich dem Black Metal, angelehnt an Darkthrone und Bathory. Und das ganze gemischt mit Stilelementen von Old School, Psychodelic und Experimental. Mit dem 2010er Album RETURN TO SODOM liegt das erste Werk in voller Spiellänge vor.
Fangen wir mit "Misantrophe" an. Recht düster und schwerfällig legt David los. Der Song zeigt schon in den ersten Zügen seinen wahren Charakter. Depressiv mit einer schnellen Note, die manchmal an die guten alten Black Sabbath erinnern. Doch dieser Song hat eine solche Gewalt in sich, die jeden sofort mitreissen wird. Genial, auch die tollen Gitarrenriffs!
Und weil es so schön ist, legt man mit "Sodom" noch einen drauf. Stilistisch das gleiche Niveau, doch die Spielweise ist um einiges härter und schneller. Rhythmisch schon fast in Richtung Punk à la Dead Kennedys. Auch hier wieder eine gelungenes Werk. Und mit Sodom haben wir noch einen Teil aus dem Albumtitel vor uns.
"Again" sagt eigentlich alles. Wieder. Dieser Song wiederholt die vorherigen Themen. In der Spielweise gleicht er sehr stark dem Vorgänge. Aber diese Gewalt und Aussagekraft in den Songs ist einfach beeindruckend. Und damit es nicht zu langweilig wird, schleichen sich immer wieder tolle Gitarrenriffs ein.
Ein Geschenk ist der Song "Gifts" mit Sicherheit. Im Vergleich zu den Vorgängern allerdings etwas getragener und schwerfälliger. Anklänge an Dimmu Borgir sind nicht von der Hand zu weisen.
Relativ mystisch beginnt "Old". Der Song kommt wie ein Monster aus der Dunkelheit hervor. Scherer Sound, langsame Spielweise und jede Menge Depressivität sind die Eckpunkt dieses Songs. Die Band (wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann), steigert sich langsam aber sicher in einen Wahnsinn hinein; einem Wahnsinn der jedem vor Ehrfurcht erstarren lässt.
"Messiah" ist spiegelt mal wieder eine gelungen Mischung aus Black, Speed Metal und anarchischem Punk wider. Schnell, hart und brutal. So soll es sein. Kompromisse? Fehlanzeige!
Die volle Dröhnung gibt es schließlich mit "Dreamer". Allerdings zum Träumen ist der Song nicht gerade geeignet. Dafür ist einfach zu gnadenlos. Und das in jeder Hinsicht. Egal ob es die Spielweise, der Rhythmus oder der Gesang ist. Alles findet sich im Gefilde des Black Metals wieder und in Kombination aus allen dreien wird ein richtiges Meisterwerk daraus.
Mit dem Song "Penetration Skills" könnt man meinen, man begebe sich auf schlüpfrigen Untergrund. Aber weit gefehlt. Es ist nur ein weiteres Meisterwerk auf dem Weg zur Vollkommenheit. Fast ein bisschen Schade, dass es nur ein etwas über zwei Minuten sind.
Der Name ist Programm. Denn der letzte Song hat den passenden Namen "End". Besser kann man einen Songtitel an dieser Stelle nicht wählen. Allerdings ist das nicht der richtige Ort um eine solch geniales Album zu beenden. Gut, 40 Minuten Spielzeit sind schon ordentlich aber bei dem Potential könnte einem schon die eine oder andere Träne kommen. Aber wenigstens bietet man einen würdigen Abschluss. Und: Dieser Song belegt noch den psychedelischen Anspruch.
Fazit: Es ist absolut genial was ein einzelner Musiker da auf die Beine gestellt hat. Ein Album, dass da manche etablierte Band locker in den Schatten stellt und ihnen sogar den Rang ablaufen kann. Schon beim ersten Anhören läuft einen der kalte Schauer den Rücken runter und man ist sich der sofort im Klaren, da ist was ganz Großes in Kommen. Die Songs sind so etwas von eingängig, das man nicht umhin kommt, das Album einige Runden mehr im CD-Player zu spendieren. Wer da sagt, dass es ihm nicht gefällt, der ist entweder taub oder lebt in einem Paralleluniversum. Diverse Anleihen beim Hardcore Punk der Dead Kennedys oder Passagen von Black Sabbath oder stilistische Elemente von Dimmu Borgir sind ansatzweise erkennbar, aber nicht dominant und runden den eigenen Stil perfekt ab. Wer die Möglichkeit hat, das Album zu erstehen, sollte keine Sekunde zögern. |
Anspieltipps:
| | Kurz und knapp: Das gesamte Album! |
Titel-Liste:
| | - Misantrophe
- Sodom
- Again
- Gifts
- Old
- Messiah
- Dreamer
- Penetration Skills
- End
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/thosewhowalkthepath  |
Probehören und Kaufen:
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