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Review: Twisted Tower Dire |
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Album:
| | MAKE IT DARK, 2011, Cruz Del Sur |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | S.M., 17.07.2011 |
Review:
| | Twisted Tower Dire sind schon seit 1995 im Geschäft und veröffentlichen eigentlich immer solide Power-Metal-Alben. Warum sie trotzdem noch immer so etwas wie einen Undergroundstatus haben, will mir nicht so recht in den Sinn. Vielleicht können die Amis, die stilistisch viel eher wie Europäer klingen, mit ihrem fünften Full-Length-Album, MAKE IT DARK, etwas daran ändern. Erschwert wird dieses Vorhaben durch die Tatsache, dass der 2010 tödlich verunglückte Sänger Tony Taylor ersetzt werden musste.
Mit "Mystera" eröffnet ein eingängiger, geradliniger Track den Reigen, der alle Eigenschaften eines Power-Metal-Hits hat: einen knackigen Rhythmus, eine einprägsame Hookline, eine schöne Grundmelodie und einen Refrain, der sich schnell in den Gehörgängen breit macht. Und der neue Sänger Johnny Aune fügt sich perfekt ins Bandgefüge ein.
Bei "Snow Leopard" geht erstmal das Riffing, welches mich an die alten (deutschen) Steeler erinnert, flott ins Ohr. Doch auch sonst ist der Track nicht schlecht. Zwar nicht ganz so straight wie der Opener und im Aufbau auch etwas verschachtelter, doch der Höhepunkt ist erneut gut erarbeitet.
Die Riffs erwecken auch bei "The Sone" erstmal wieder des Hörers Aufmerksamkeit, bevor die Melodie diesen Part übernimmt und den Songaufbau in ein weiteres, sehr eingängiges Bridge-Refrain-Konstrukt münden lässt. In Sachen Melodien und Höhepunkte kann man Twisted Tower Dire hier wirklich nichts vormachen, und auch das fingerfertige Solo ist ultrageil.
Eine etwas toughere Rhythmusarbeit lässt beim Titeltrack "Make it dark" tatsächlich darauf schließen, dass man es mit Amerikanern zu tun hat. Doch ansonsten regieren auch bei diesem Song wieder die Geradlinigkeit, die stimmungsvolle Energie und die Eingängigkeit des typisch europäischen Power Metal.
"White Shaddow" bringt keine grundlegende Änderung des bisher Gehörten mit sich, lediglich der Aufbau ist etwas variantenreicher und das Solo sehr cool.
Interessante Ideen, was Gitarrenriffs und virtuose Soli angeht liefert auch "The only Way", während bei "Torture Torture" ein leicht folkiger Einschlag in die Melodien integriert wird.
Beim abschließenden "Beyond the Gate" wird es – im Vergleich zum Rest vom Album – geradezu episch. Auf acht Minuten erstreckt sich diese leicht Maiden-eske Nummer, die während ihrer Spieldauer einige Rhythmus- und Tempowechsel mit sich bringt, sich dennoch niemals weit von der einprägsamen Hookline entfernt und in melodiöser Hinsicht erneut gut punkten kann.
Fazit: Twisted Tower Dire klingen nicht wie Amis, sondern eher wie eine europäische Power-Metal-Band á la Gamma Ray, Insanity oder Sonata Arctica. Im Grunde müssten sie bei Anhängern des eingängigen Power Metal mit MAKE IT DARK auch offene Türen einrennen. Bei mir kam das Album durchweg positiv an. Das ist Songwriting auf durchweg guten Niveau, und einen schwachen Song gibt es nicht.
Einen Ticken mehr Abwechlung hätten Twisted Tower Dire vielleicht einbringen können, aber das ist jetzt kein wirklich eklatanter Kritikpunkt, da das vorhandene Material wirklich glänzen kann. Einzig mit dem Entschluss, das Album nach gerade mal 36 Minuten enden zu lassen, begehen die Amerikaner einen vermeidbaren Faux Pas. Etwas mehr hätte es nach vier Jahren Entwicklungszeit ruhig sein dürfen.
Ein großes Lob erhält von mir Neusänger Johnny Aune, der keinen Moment den Eindruck hinterlässt, nicht schon immer zur Band gehört zu haben. Er bringt eine klasse variable Gesangsleistung in den Sound ein.
Insgesamt ist MAKE IT DARK ein gutes Album, mit dem Twisted Tower Dire eigentlich endlich mehr in den Blickpunkt der Metal-Gemeinde rücken sollten. |
Tipp:
| | Wer eingängigen europäischen Power Metal mag, sollte auch MAKE IT DARK unbedingt antesten. |
Titel-Liste:
| | - Mystera
- Snow Leopard
- The Stone
- Make it dark
- White Shadow
- The only Way
- Torture Torture
- Beyond the Gate
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.twistedtowerdire.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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