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Review: Undertow
 
DON'T PRAY TO THE ASHES...

Album:
 DON'T PRAY TO THE ASHES…, 2010, Prevision Music

Stil:
 Alternative Metal, Doomcore

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 R.J., 17.02.2010

Review:
 Neulinge sind sie wahrhaftig nicht. Undertow sind bereits über 16 Jahre präsent, leider bisher noch nicht bei mir. Warum nur?
Fünf Alben haben die drei Musiker bisher veröffentlicht mit teilweise sehr guten Kritiken. Auch live sind die Jungs ziemlich erfahren, logisch nach gut eineinhalb Schaffens-Jahrzehnten. Ob mit End of Green, The Haunted, Crowbar oder Pro- Pain wurden doch schon einige europäische Bühnen gerockt.
Mein Gott, was ist das denn für geiles Zeugs? Das geht ja gleich mal ab wie Bolle.

Nach dem Intro kommt mit "The Bitter Taste" gleich ein erster Bolzen. Wo wegen bitterer Geschmack, dass Ding bohrt sich ziemlich heavy und eingängig in meine wohlerfreuten Ohren. Der Song sprüht so viel Energie und Spielfreude aus, hammergeil.
Nicht minder heftig bolzt "Art of Falling". Mittig eingefasst stoppt ein ruhiges Gitarrensolo das Treiben, aber nur kurz, denn danach geht es vehement weiter. Ein wenig irritiert es mich, dass von Doom noch nicht viel zu hören ist. Das hat eher etwas mit Thrash meets Pro-Pain zu tun.
Ah, jetzt ja! "Still Waiting" kommt schon wesentlich doomiger rüber. Die schweren Gitarrenriffs und dazu die perfekte Stimme von Joshi Baschin. Was ein geiles Stück Musikgeschichte. Eigentlich könnte ich schon jetzt aufhören und die Bestnote verteilen. Aber nee, keine Angst….natürlich will ich mir das ganze Album reinziehen. Logo!
In "Threedouble Chime" geht's dann auch recht kräftig in die Gefilde des Metalcore. Mächtige Gitarrenriffs und wiederum die wandelbare Stimme von Joshi konstruieren einen absoluten Abräumer. "Smoke Garden" wälzt sich aus wie glühend heiße Lava aus den Boxen. Abermals tonnenschwere Gitarrenriffs lassen meine Armbehaarung um Stehplätze kämpfen. Selbst der jazzige Ausklang des Songs passt. Jungs, was habt ihr denn vor?
" Ashtray Memories" kommt wieder flüssiger rüber. Herrlich die Tempiwechsel, mal wuchten die Gitarren ordentlich im Vordergrund, mal wird's ruhiger und Joshi's Gesang steht im Mittelpunkt.
Mit "Beyond Dreaming" taucht ein weiterer Höhepunkt auf. Zu Gast in diesem Stück ist Michelle Darkness von End Of Green, der massiv an den Vocals beteiligt ist. Die Ballade schmiegt sich von Beginn an kuschelig ans Trommelfell, was nicht zuletzt auch an der rauchig-samtigen Stimme von Michelle liegt. Das ist richtig großes Kino, meine Herren. Richtig großes Kino!
" File Under Unexpected" holt mich sofort wieder down to earth. Jetzt wird wieder mächtig Gas gegeben und in Richtung Thrash abgedriftet. Donnernde Gitarren treiben einem die Träumereien des Vorgängers ganz schnell aus den Gliedern.
"Drenched in Gasoline" erhöht diesen Faktor nochmal um eine Nuance. Eine herrlich harte treibende Nummer als Rausschmeißer. Schade eigentlich, das hätte noch weiter so gehen können, stundenlang! Aber was soll's, dann eben wieder von vorn, am besten im Repeat-Modus.
Hoppla, da kommt ja noch was. Mit " Everything" haben Undertow noch einen Hiddentrack eingebaut. Diese Ballade im Akustikstil offenbart nochmal die Fähigkeiten der Truppe.

Fazit: Was soll ich dazu sagen? Mit Don't pray to the Ashes ist Undertow ein absolut geniales Album gelungen. Mein lieber Scholli, was hier alles geboten wird, kann man nur schwer beschreiben. Die Abwechslung in dieses Album macht sicherlich die Stärke aus. Mal jagen doomig schwere Gitarren dem Hörer die Gänsehaut über den Wanst, mal thrashen sich die Jungs durchs Gebälk. Dazu kommt eine meisterhaft umgesetzte Ballade und die formidablen Vocals von Joachim ‚Joshi' Baschin. Einzelne Tracks herauszuheben verbietet sich. Ich freue mich schon darauf, die Jungs live zu erleben. Spätestens beim Summer Breeze wird es soweit sein. Allerdings glaube ich nicht, dass ich so lange warten werde. Wenn sich die Gelegenheit ergibt bin ich schon vorher dabei.
Einmal muss ich es noch erwähnen: GANZ GROSSES KINO!

Anspieltipps:
 Ohne wenn und aber ist mein Anspieltipp das komplette Album, da keine einzige Schwäche zu finden ist.

Tipp:
 Ohne Einschränkung jeder, der auf richtig gute Musik steht, muss sich dieses Album zulegen.

Titel-Liste:
 
  1. Intro
  2. The Bitter Taste
  3. Art of Falling
  4. Still Waiting
  5. Threedouble Chime
  6. Smoke Garden
  7. Ashtray Memories
  8. Beyond Dreaming
  9. File Under Unexpected
  10. Drenched in Gasoline
    - - - Hidden Track - - -
  11. Everything

Laufzeit:
 50:53 Min.

Band-Infos:
 
  • www.undertow.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Undertow: DON'T PRAY TO THE ASHES...

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