News
  
 Newsflash 
 05.2013 | Archiv
 
 Neuzugänge (Alben) 
 2013 | 2012 | 2011
ältere
 
 Termine 
 Gig/Tour | Festival
 
 Umfrage/Gewinnspiel 
 Ergebnisse/Gewinner
 
 Zum Schmunzeln 
 Zitate und Sprüche
Dümmer gehts n/immer
 
 

Enjoy it!
  

Redaktion
  
 Suchen & Finden 
 Startseite
Übersicht | History
Suchen
 
 Reviews 
 LP/Album | EP/Demo
DVD/Video | Bücher
Reports
 
 Tipp des Monats 
 2013 | 2012 | 2011
ältere
 
 Interviews 
 Interviews | Videos
 
 Konzerte 
 Konzertberichte
Vorberichte
 
 Gegen den Strom 
 Was uns nervt...  
 

Kontakt
  
 Kontakt zu uns 
           
Adresse/Anschrift
Kontakt-Formular
 
 Antworten 
 auf eure Fragen 
 

Glossar
  
 Stilrichtungen 
 Stilrichtungen A-Z
Rock, Metal, Punk
Stil-Beschreibungen
Bands & Stile
 
 Allgemein 
 Musik-Fachbegriffe
BPM - Übersicht
 
 

Über uns
  
 Über uns 
 Mitarbeiter-Liste
Idee/Beteiligte
 
 In eigener Sache 
 Redakteure gesucht
Werben bei uns
Werben für uns
 
 Was Recht ist 
 Impressum
Copyright
 
 

Links
  
 Noch mehr Infos 
  Fan-/Magazine
Internet Radios
 
 Shopping 
 Merchandising
 
 Unsere Partner 
 Label-Partner 
 
Review: Unherz
 
Unherz - DIE WAHRHEIT LIEGT DAZWISCHEN

Album:
 DIE WAHRHEIT LIEGT DAZWISCHEN, 2012, Massacre

Stil:
 Deutsch Rock

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 J.G., 22.08.2012

Review:
 Auch wenn es mir angesichts des Cover-Artworks schon mächtig in den Fingern gejuckt hat, eine recht deftige Kritik zu äußern, so möchte ich mich letztlich mit einer Frage begnügen. DIE WAHRHEIT LIEGT DAZWISCHEN und gezeigt wird mir ein leicht bekleideter knackiger Frauen-Po. "Ist das wirklich das passende Motiv?", lautet nun meine Frage. Schließlich sind es doch deutlich mehr Frauen, die einen Höhepunkt (die Wahrheit?!?) vortäuschen könnten wenn man das "dazwischen" in geeigneter Weise stimulieren würde, als Männer... Folglich müsste eigentlich ein knackiger Männer-Po das Artwork schmücken. Schade, dass Unherz die Chance vergeben hat, ausnahmsweise einmal den weiblichen Rock-Fans optischen eine Freude zu machen.
Schluss damit, denn schließlich geht es hier um die Musik, die laut den vollmundigen Versprechungen der Band deutlich an Härte zugelegt hat. Ob die Deutsch-Rocker aus Kaiserslautern nun wirklich härter geworden sind, seit HERZSCHLAG 2011, muss der Neuling erst noch beweisen.

Den Ungeduldigen sollte der Opener "Schmerz neu definiert" bereits bekannt sein, denn am 14.07. konnte man auf YouTube ein Video davon abrufen. Abgesehen von den etwas schwächelnden Lyriks, kann der Song mit treibenden Rhythmen, gesundem Tempo und punkigen Chören im Refrain durchaus überzeugen und ein gefälliges Lächeln ins Gesicht zaubern.
"Mein Weg, mein Wille, mein Leben" habe ich gedanklich noch mit "mein Gott" ergänzt, angesichts des missglücktem Breaks und den damit verbundenen Abzügen in der A-Note! Auch wenn das folgende Up-Tempo-Geschruppe den Fauxpas etwas vergessen lässt, so bleibt ein fahler Beigeschmack.
Hätte ich jedoch schon gewusst, dass lediglich nur noch die beiden späteren Songs, dem leicht thrashigen Rocker "Paranoia" und "Jag’ mich zum Teufel" mit ähnlich flotter Taktrate für Schwung sorgen, wäre mir das anfänglich Lächeln vermutlich im Gesicht eingefroren.
"Seite an Seite" probiert es mit melancholischem Anstrich, kann mich, abgesehen vom launigen Gitarren-Solo aber nicht wirklich überzeugen. Den inhaltlichen Ansatz finde etwas verquer. Eigentlich sollte man zunächst einmal dankbar sein, die Chance für ein eigenes Leben bekommen zu haben, und nicht zu hadern, dass man sich seine Geburt nicht aussuchen konnte. Das die Umstände manchmal fragwürdig sein können bevor man wirklich über sich selbst bestimmen kann, sei dahin gestellt.
Das Schub-Schub-Tralala-Intro in Kombination mit dem Titel "King Kongs Schwester" hätte mich schon vorher warnen sollen. Was textlich so abstoßend beginnt, wird nicht besser. Ganz im Gegenteil, auch wenn man den Eindruck gewinnen mag, heutzutage kann man tiefe Befriedigung nur mit solchen Mitteln erreichen, so ist es ein weiteres Indiz für zunehmende gefühlsmäßige Verarmung. Wenn ich zu solch brachialen Mitteln greifen muss, um etwas zu fühlen, dann ist es nur ein kurzes Stück zum Border-Liner...
Wer Balladen liebt, kann es mit "Nur wenn du Träume hast" versuchen. Schade nur, dass man die Texte so gut verstehen kann und trotz der sechs Minuten nicht wirklich ins Träumen gerät.
Mit "Leuchtfeuer" verschlägt es die Pfälzer in den hohen Norden und zur Abwechslung ist die Ode auf die eigene Heimat eine gelungene launige Nummer, die nicht nur nach der gebotenen Akkordeon schreit, sondern auch textlich überzeugt.
Den Rest spare ich mir, denn "mein Glückskeks" hat mich heute gewarnt "Alles, was ich will" zu tun (also keine vier Bier zu trinken) und auf zu viele tiefgründige philosophische Fragen zu verzichten.

Fazit: Was bleibt nun im Vergleich mit den Vorgängern UNHERZLICH WILLKOMMEN und HERZSCHLAG? Letztendlich kann man ernüchternd sagen, dass irgendwie alles beim Alten geblieben ist. Die Texte triefen an vielen Stellen zu klischeehaft, das Riffing ist nicht deutlich mitreißender geworden, die Spieldauer nahezu identisch und mir fehlt hier einfach textlich etwas der Tiefgang oder die originellen Ideen, wie sie Genre-Kollegen beginnend bei den Toten Hosen über Ohrenfeindt bis hin zu Dritte Wahl bieten. Stellenweise ist einfach die Grenze zwischen "schmutzigem Rock" und "Geschmacklosigkeit" überschritten worden. Auch von dem versprochenen neuen Härtegrad habe ich wenig verspürt, worauf ich persönlich noch die größten Hoffnungen gesetzt habe. Heavy Metal als Genre-Bezeichnung war wohl eher Wunschdenken. Schockiert war ich jedoch über handwerkliche Mängel, wie dem ersten Break von "Mein Weg, mein Wille, mein Leben". Das darf vielleicht einer Schülerband bei der ersten Probe passieren. Es darf auch Profis passieren, aber dann nicht auf einem Album landen. Klar, hinterher ist man immer schlauer und meckern ist immer leichter, als selbst Hand anzulegen - und da meine ich jetzt die Songs und nicht den knackigen Frauen-Po, aber sich etwas mehr Zeit für mehr Material nehmen und "Müll über Bord werfen", wäre vermutlich eine bessere Alternative gewesen.

Tipp:
 Genre-Liebhaber, die mehr Wert auf Schenkelklopf-Laune legen, als auf tiefsinnige Texte aber auch Fans bisheriger Unherz-Werke, finden hier genau das richtige.

Titel-Liste:
 
  1. Schmerz neu definiert
  2. Mein Weg, mein Wille, mein Leben
  3. Seite an Seite
  4. Benzin
  5. Paranoia
  6. Dieser Traum
  7. King Kongs Schwester
  8. Jag’ mich zum Teufel
  9. Nur wenn du Träume hast
  10. Leuchtfeuer
    - - - Bonus Track - - -
  11. Alles, was ich will

Laufzeit:
 43:59 Min.

Band-Infos:
 
  • www.unherz.de 


  • Empfehlen: 
     
     
        Seitenanfang   
    Bandinfos
      Bandbiographie
    ¬ Unherz
    Reviews
    ¬ DIE WAHRHEIT LIEGT
       DAZWISCHEN
    ¬ HERZSCHLAG
    Konzertberichte
    ¬ 03.11.2012
     
     

    Neue Reviews
     
    Black Star Riders - ALL HELL BREAKS LOOSE
    Rustinal - KICKSTART
    Burden Of Life - THE VANITY SYNDROME
    Beverly Hells - HELLYWOOD
    U.D.O. - STEELHAMMER
    Deep Purple - NOW WHAT?!
    Epidemic Scorn - STRINGS OF FATE
    Biffy Clyro - OPPOSITES
    Six Feet Under - UNBORN
     
     



    StartseiteNewsTippsBandsKontaktReviewsMusikerInterviewsTermineGlossarLinks

    © 2002-2013 by HardHarderHeavy  -  supported by Poly4Media®  -  mailTo: WebAdmin  -  Last Update: 23.08.2012