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Review: Unisonic
 
UNISONIC

Album:
 UNISONIC, 2012, Edel

Stil:
 Hard Rock, Melodic Rock, Melodic Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 V.R., 18.03.2012

Review:
 Schon häufig war in der Rock- und Metalszene von sogenannten Supergroups die Rede. Oft hatte sich da dann eine bunte Truppe zusammengefunden, in der lediglich ein bis zwei bekanntere Gesichter vertreten waren, und schon wurde die Band allein aus diesem Grund zum nächsten großen Ding hochstilisiert. Im Falle von Unisonic sieht die Lage da aber schon etwas anders aus, denn selten traf die Umschreibung der Supergroup so sehr zu wie bei diesem neuen Melodic Rock/Metal-Quintett. Schließlich sind alle fünf Mitglieder der Band nun wirklich keine Unbekannten mehr. Das überraschendste Mitglied dieser Band dürfte sicherlich der ehemalige Helloween-Sänger Michael Kiske darstellen. Vor Jahren hatte der gute Mann der schwermetallischen Musik komplett entsagt. Mit der Melodic Rock-Band Place Vendome erfolgte dann allerdings vor einigen Jahren eine erste musikalische Annäherung in Richtung härtere Klänge und jetzt, mit Unisonic, geht er sogar noch einen Schritt weiter. Dass er aber tatsächlich noch mal in einer Band gemeinsam mit dem ehemaligen Helloween- und heutigen Gamma Ray-Gitarristen Kai Hansen musizieren würde, damit hätten wohl nur wenige gerechnet. Die größten Namen wären damit abgehandelt, was nicht bedeuten soll, dass es sich beim Rest der Band nicht ebenfalls um alte Bekannte handelt. Tatsächlich sollte auch von Dennis Ward und Kosta Zafiriou von Pink Cream 69 beinahe jeder Metaller mal was gehört haben und Mandy Meyer wird dank seiner Tätigkeit bei Gotthard und Krokus ebenfalls dem einen oder anderen ein Begriff sein. Doch große Namen sind letzten Endes die eine Sache, hochklassige und stimmige Musik eine andere. Die Vorab-EP IGNITION versprach zwar schon großes, doch ob der Band auch auf kompletter Albenlänge ein Meisterwerk gelungen ist, das gilt es nun zu klären.

Der Opener und Titelsong "Unisonic" ist bereits von der Vorab-EP bekannt und gehört ganz klar zu den stärksten Songs des Albums. Die Gitarren krachen, das Tempo ist im oberen Bereich angesiedelt und die Melodien sind extrem eingängig, ja geradezu ohrwurmlastig ausgefallen. An Musik dieses Härtegrads war Michael Kiske vermutlich zuletzt vor etwa 20 Jahren beteiligt. Verlernt hat er seitdem aber nichts, denn seine Stimme harmoniert perfekt mit den flotten Metal-Klängen. Beim Gitarrensolo darf wiederum Kai Hansen beweisen, dass er immer noch zu den ganz Großen der Metalszene gehört.
"Souls alive" geht dann in eine andere Richtung. Hier hat die Band einen geschmeidigen Midtempo-Rocker in petto, der besonders im hochmelodischen Refrain voll und ganz überzeugen kann. Auf der EP war die schon sehr ordentliche Demoversion des Songs enthalten, doch in dieser Einspielung klingt der Titel noch eine ganze Ecke stärker.
Auch Melodic Rock haben Unisonic im Gepäck. "Never change me" könnte in dieser Form sicher auch gut auf einem Place Vendome-Album enthalten sein. Solange die Qualität stimmt, sollte dies jedoch kein Problem darstellen und so ist der Song dann auch tatsächlich eine Bereicherung für das Album. Letzten Endes beweist die Band damit nämlich vor allem ihre breite stilistische Vielfalt.
Wem der letzte Titel zu soft war, der wird auch mit "Ive tried" nicht allzu viel anfangen können. Alle anderen freuen sich über einen überaus melodischen keyboardunterlegten Hard Rock-Kracher, bei dem Unisonic im Refrain zu wahrer Höchstform auflaufen.
"Never too late" ist dann hier und da schon wieder eine Ecke metallischer, verleugnet aber auch zu keiner Zeit seine rockigen Züge. Ein bisschen erinnert die Numer an Helloween zu CHAMELEON-Zeiten. Der Song ist zwar nicht wirklich schwach, stellt allerdings kein Glanzlicht auf UNISONIC dar.
Umso stärker ist dafür der nächste Titel namens "Renegade" ausgefallen. Hier bieten Unisonic wieder melodischen Hard Rock der Güteklasse A. Schon beim ersten Hören bleibt der Refrain im Ohr hängen und spätestens beim zweiten Mal wird man ihn mitsingen können beim nächsten Konzert zum Beispiel.
Mit "My Sanctuary" folgt dann der letzte von der EP bekannte Titel. Der Song schielt nach sehr vielen im Rockbereich angesiedelten Nummern deutlich stärker in Richtung Metal und sollte sich dank seines sehr gelungenen Refrains für längere Zeit im Gedächtnis des Hörers festkrallen können.
Spätestens bei "Star Rider" wird der geneigte Hörer erkennen, dass das Album tatsächlich größtenteils im Melodic Rock- bzw. Hard Rock-Bereich angesiedelte Songs enthält. Auch dieser Titel macht da keine Ausnahme und bietet sehr melodische Rockmusik im gemäßigten Tempo, der qualitativ aber, wie die meisten anderen Titel auch, eindeutig im oberen Bereich angesiedelt ist.
Kurz vor Schluss bietet die Band allen Metal-Fans dann aber doch noch mal einen Titel der härteren Gattung. "We rise" hat neben dem Midtempo-Refrain auch viele schnelle Passagen zu bieten und erinnert stellenweise ein wenig an alte Helloween-Zeiten.
Der letzte Song stellt dann schließlich die von vielen vermutlich schon erwartete Quotenballade dar. "No one ever sees me" bietet Romantik pur, ohne zu sehr in Kitschgefilde abzudriften. Somit lassen Unisonic ein größtenteils sehr gutes Album auf wunderbare Weise ausklingen.

Fazit: Vorab eine Warnung wer angesichts der Vorab-EP IGNITION ein Metal-Album erwartet hat, der könnte von UNISONIC ganz schön enttäuscht sein. Die EP enthielt nämlich hauptsächlich die härteren Lieder des Albums. Tatsächlich gibt es auf UNISONIC aber nur drei Songs, die man so ohne weiteres dem Metal-Genre zuordnen kann. Die anderen Titel sind, von der Quotenballade mal abgesehen, im Spannungsfeld zwischen Melodic Rock und Hard Rock angesiedelt und klingen häufig wie eine angehärtete Version von Place Vendome, Kiskes anderer Band. Wer sich daran aber nicht stört, sondern gerade auf Musik dieser Härteklasse abfährt, für den ist UNISONIC eines der ersten großen Highlights des Jahres 2012. Bei allen Songs merkt man, dass hier erfahrene Musiker am Werk sind, die ihr Handwerk geradezu meisterhaft beherrschen. Auch kompositorisch fällt das Album fast durchgängig stark aus und enthält neben vielen Volltreffern nur ein bis zwei Songs, die eher im Mittelfeld anzusiedeln sind. Alles in allem ist UNISONIC damit zwar keine Bereicherung für die Metal-Szene, da der Metal-Bereich hier wirklich nur angeschnitten wird, doch dafür eine umso größere Bereicherung für alle Melodic Rock- und Hard Rock-Fans. Insofern sollten sich eben jene Fans die Scheibe auch unbedingt zulegen, doch auch der eine oder andere tolerante Metal-Fan kann gerne zugreifen, denn qualitativ ist an UNISONIC nun wirklich gar nichts auszusetzen.

Anspieltipps:
 "Unisonic", "Souls alive", "Never change me", "Renegade", "My Sanctuary", "Star Rider", "No one ever sees me".

Tipp:
 Für Hard Rock-Fans stellt die Scheibe eine Offenbarung dar, Metal-Fans sollten dagegen vorher mal rein hören, ob das Album was für sie sein könnte.

Titel-Liste:
 
  1. Unisonic
  2. Souls alive
  3. Never change me
  4. Ive tried
  5. Never too late
  6. Renegade
  7. My Sanctuary
  8. Star Rider
  9. We rise
  10. No one ever sees me

Laufzeit:
 45:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.unisonic.de 

  • Probehören und Kaufen:
    Unisonic: UNISONIC (Ltd. Ed.)


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