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Review: Vengeance
 
SAME/SAME... BUT DIFFERENT

Album:
 SAME/SAME... BUT DIFFERENT, 2007, Metal Heaven

Stil:
 Hard Rock, Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 06.11.2007

Review:
 Genau den richtigen Einstand haben die Niederländer mit dem harten Rocker "Take it or leave it" gewählt, denn alle, die mit dieser Art Musik nichts anfangen können, sollten die CD wechseln. Die anderen werden wohl mit Freude bis zum Ende durchhalten.
Es geht Schlag auf Schlag, denn mit "Back in the Ring" gibt es gleich den extrabreiten Nachschlag aus dem neuen Album. Nicht mehr so flott wie sein Vorgänger, aber dafür mit bestechendem Groove, sollten sich spätestens jetzt die ersten Extremitäten im Takt der Musik bewegen.
Na, alle Fit? Hoffentlich, denn bei "No Mercy" geht es voll zur Sache. Ein Riff jagt das nächste und an den eingängigen Refrain erinnert man sich auch später noch gerne. Dieser Heavy Rocker sollte auch die letzten introvertierten Zeitgenossen aus dem Tiefschlaf holen. Das Publikum dankt es zumindest mit Jubelschreien.
Für "May Heaven strike me down" lässt man es ein bisschen langsamer angehen. Aber nach einer Minute ist dann Schluss mit Lustig. Harte Gitarren-Riff starten die Midtempo-Walze und fette Chöre sorgen für die nötige Breitenwirkung.
Mit deftig bluesigen Rhythmen rollt die große Straßenwalze mit "Dream World" gleich weiter und nimmt sich die nächsten Zuschauerreihen vor. Und spätestens wenn dann die Gitarrenfront mit Jan Somers und Peter Bourbon ernst machen, sind die Fans kaum noch zu bändigen.
Nahezu fließend die Überleitung zum recht harten "Take me to the Limit", das mit NWoBHM-Einflüssen entfernt an Bands wie Saxon erinnert. Auch wenn hier der refrain nicht gerade der melodischste Überflieger ist, so geht besonders live voll die Post ab.
Es hätte gar nicht unbedingt der Einleitung "Let's boogie" von Leon Goewie bedurft, zu erkennen aus welchem Holz der Gassenhauer "Bad Boy for Love" geschnitzt ist. Hier wird man mit tierisch groovenden Riffs und der Luftgitarre in der Hand kreuz und quer über die Bühne gejagt.
Dann geht es mit dem flott galoppierenden "She's the Woman" und dem Headbanger "Rock'n'Roll Shower" in die Schlussrunde, die mit dem orientalisch angehauchten "Arabia" nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde diese CD schon beendet. Nach meinem Geschmack etwas zu zeitig, denn da bringt es sogar das aktuelle Album BACK IN THE RING auf mehr Spielzeit.

Fazit: Auch wenn seit den 80ern einige Zeit vergangen ist, so beweisen Vengeance auch heute noch ihre überragenden Live-Qualitäten. Mit solch einer Performance können sie sich locker in der Oberliga bewegen, ohne eine Bauchlandung befürchten zu müssen. Auch wenn viele Liebhaber neuer Stilrichtungen Fans dieser Musik gerne als Ewig-Gestrige beschimpfen mögen, so ist mir das eigentlich Schnuppe, solange es Bands wie Vengeance gibt, die es verstehen, so eindrucksvoll abzurocken.
Lediglich die Spieldauer ist für ein zeitgemäßes Album etwas arg mager ausgefallen und sorgt für Abzüge.

Tipp:
 Für alle, die sich Hard Rock auch gerne als Live-Version anhören, sei diese energiegeladene Scheibe ans Herz gelegt.

Titel-Liste:
 
  1. Take it or leave it
  2. Back in the Ring
  3. No Mercy
  4. May Heaven strike me down
  5. Dream World
  6. Take me to the Limit
  7. Bad Boy for Love
  8. She's the Woman
  9. Rock'n'Roll Shower
  10. Arabia

Laufzeit:
 45:39 Min.


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