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Review: The Vibromatics
 
ROCK 'N' ROLL CRIME

Album:
 ROCK 'N' ROLL CRIME, 2012, Eigenvertrieb

Stil:
 Punk Rock, Rock'n'Roll

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 30.06.2012

Review:
 Meist hält eine Vorinfo nur unzureichend das, was sie verspricht. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel und so ist es nun die Combo The Vibromatics aus Speyer, die mit ihrem selbst ernannten Vibrorock zeigen müssen, was in ihnen steckt. Zu erwarten hat man vier Musiker mit unterschiedlichsten Wurzeln von Punk über Metal bis hin zum Rock, die mit ihrer energiegeladenen Mucke irgendwo zwischen Lemmy Kilmisters Motörhead und Peter Pans Speedrock liegen soll oder besser will.

Und tatsächlich, diesmal hält die Beschreibung und auch Verpackung, was sie verspricht. Es stürmen 14 überwiegend temporeiche Songs aus den Boxen und lassen nur die Gehörlosen regungslos verweilen. darüber hinaus hat es der Vierer verstanden, seine stilistische Vielfalt aus vergangenen Engagements zusammen zu führen. Allzu oft habe ich beim Testen fast grauen Haare bekommen, wenn in der Beschreibung mehr als drei unterschiedlich Stile genannt wurden. Verständlicherweise war ich also vorsichtig. Punk, Metal, Rock'n'Roll und Deathcore, ob das gut geht?
Es geht. Es geht sehr gut! Eigentlich geht es ab wie Harry Hirsch der vor einem Rudel wilder Wölfe auf der Flucht ist.

Schon der Opener hält eines der Versprechungen. Mit hörbarem Motörhead-Einschlag ala "Bomber" geht es mit "The Devil rides me" in die Eröffnungsrunde. Trotz druckvollem Punk, der durchaus dem zitierten Peter Pans Speedrock zur Ehre gereicht, vergisst man nicht für Abwechslung zu sorgen. So gibt es neben coolen Tempowechseln typische fette Chöre und einige Gitarren-Soli, die einfach nur Laune machen.
Abwechslung wird auch weiterhin groß geschrieben. So lauert beispielsweise bei "Vibrosound" eines der seltenen Bass-Intros.
Der Titelsong "Rock'n Roll Crime" mausert sich zur richtigen Tempo-Granate. Passend zum Titel bietet "Vibroman vs Vibrodemon" den passenden aggressiven Gesang bei leicht reduziertem Tempo, bevor mit "Killer Machine" das Bodenblech eine weitere Delle ab bekommt.
Und wo bleiben die Deathcore-Einflüsse? Am deutlichsten werden diese im letzten Album-Viertel hörbar. Gerade die Gesangspassagen bei "Suck dead Donkey Dick", "Gotta go" und "Gimme the Fire" zeigen dezent aber deutlich die härteren Wurzeln.
Die Schlussrunde "King Heffy" gehört jedoch wieder einem waschechten Punkmonster, der nach dem Ausklingen fast zwangsläufig den Zeigefinger wieder Richtung Play-Taste führt.

Fazit: Mit diesem blitzsauber und druckvoll produzierten Album und den entsprechend starken Verstärkern sollte es für die Jungs ein leichtes sein, den Dom zu Speyer zum Einsturz zu bringen. Die Truppe hat es geschafft, ihre verschiedenen stilistischen Wurzeln zu einem rundum gelungenen Vibro-Gesamtkonzept zu verschmelzen. Mit einer ausgewogenen Mischung aus rotzfrecher Aggressivität, Tempo, Garagen-Feeling und jeder Menge gute Vibro-Laune ist die nächste Party schon einmal gesichert. Vibrosound, Vibroman, Vibrodemon, Vibrobomb - ich sage nur vibrotastisch - und Daumen hoch!

Titel-Liste:
 
  1. The Devil rides me
  2. Vibrosound
  3. Bad Day
  4. Highway Sexomat
  5. Rock'n Roll Crime
  6. We don't try
  7. Vibroman vs Vibrodemon
  8. Killer Machine
  9. 50 Bucks
  10. Vibrobomb
  11. Suck dead Donkey Dick
  12. Gotta go
  13. Gimme the Fire
  14. King Heffy

Laufzeit:
 40:38 Min.

Band-Infos:
 
  • www.thevibromatics.com 

  • Probehören und Kaufen:
    The Vibromatics: ROCK 'N' ROLL CRIME


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