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Review: Victory |
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Album:
| | DON'T TALK SCIENCE, 2011, ZYX Music |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 01.10.2011 |
Review:
| | Da sitzt der Schock über Tommy Newtons Herzinfarkt, den er 2007 erlitten hatte noch im Nacken, so gibt es im Zusammenhang mit dem neuen Album DON'T TALK SCIENCE für die Fans bereits eine weitere Schreckensmeldung zu vermelden. Anstatt nach acht Jahren Studiopause an alte Großzeiten anzuknüpfen, soll der Neuling gleichzeitig das Abschiedswerk sein. Damit verabschiedet sich neben den Scorpions nach gut 25 Jahren eine weitere der großen Bands. Ob es diesmal auch nur ein Abschied auf Zeit sein wird, wage ich zu bezweifeln, obwohl die Hannoveraner schon so manchen Besetzungswechsel und Neuanfang hinter sich liegen haben.
Bereits der Opener "Restless" stellt klar, die Jungs wollen es nochmal wissen. Treibende Riffs der beiden Gitarristen schieben den Up-Tempo-Rocker gnadenlos nach vorne und auch Frontmann Jioti Parcharidis lässt sich nicht lumpen und brüllt sich fast die Seele aus dem Leib.
Nicht weniger druckvoll agieren Victory bei dem Groove-Monster "Rockstar", dem Mid-Tempo Stampfer "Burn down the City" mit einem Refrain, den man so schnell nicht mehr abschütteln kann oder dem nur vor Energie strotzenden "Blinded by Darkness", das einmal mehr mit stimmlicher Glanzleistung und einem zuckersüßen Refrain punkten kann.
"Victim of Lies" knüpft nahtlos an alte Hochzeiten an. Ein typischer Victory-Song, der mit brillanter Gitarren-Arbeit und einprägsamen Riffs zeigt, dass Hard Rock mehr ist, als schnödes Highspeed-Geballer.
Das folgt mit "Go to Hell" in der Schlussrunde, ist aber in keiner Weise "schnöde", sondern reißt jeden zwangsläufig aus dem Sitz in die abrockende Position.
Zum Schluss wird es nochmal interessant, haben die Jungs doch mit "Waiting for the Wind" einen Song von Spooky Tooth gecovert und sich mit "I'm so excited" sogar an die Disco-Ära der Pointer Sisters heran gewagt. Das Ergebnis ist durchaus überraschend und zeigt, dass man klasse Songs ohne weiteres genre-übergreifend umsetzen kann ohne Qualität einzubüßen. Vorausgesetzt, man besitzt das glückliche Händchen dafür, denn sonst kann es auch peinlich werden, wie so manche verunglückten Beispiel von Mitbewerbern in der Vergangenheit bewiesen haben.
Ich zumindest freue mich über den gelungenen Schlusspunkt einer Rock-Legende mit so manchen Höhen und Tiefen und spendiere dem Rundling noch ein paar Umläufe, solange das Bierchen noch schön kalt ist.
Fazit: So manche der Die Hard-Fans mögen die guten alten Zeiten mit einem Charlie Huhn oder Fernando Garcia am Mikro vermissen, denn soviel "Dreck" in der Stimme hat der "Neue", Jioti Parcharidis, nicht zu bieten. Kein Wunder, der "Dreck" kam nicht immer von Ungefähr, flog Charlie Ende der 80er, als Schluckspecht bekannt, nicht zu Unrecht aus der Band von Axel Rudi Pell. Das sind aber nur Randnotizen.
Unter dem Strich bleibt mit DON'T TALK SCIENCE ein zeitgemäßes und einwandfrei in Szene gesetztes Hard Rock-Album ohne Ausfälle. Die Doppel-Gitarrenfront mit Herman Frank und Tommy Newton glänzt dabei ebenso wie die Rhythmus-Fraktion um ex-Pump Drummer Achim Keller. Die Produktion ist ebenfalls makellos.
Lediglich den direkten Vergleich zu Alben wie HUNGRY HEARTS lasse ich heute mal stecken, denn das waren noch ganz andere Zeiten, als Hard Rock noch viel mehr von Spontanität lebte und Vorhersehbarkeit verpönt war.
Einem Abschiedswerk mehr als würdig, verbleibe ich mit der stillen Hoffnung eines Neustarts in naher Zukunft, denn Bands wie Victory werden langsam immer seltener. |
Tipp:
| | Für Fans von Victory ganz klar ein "Must Have". Für Hard Rock-Fans im allgemeinen ebenfalls eine Empfehlung, die man sich unbedingt genauer anhören sollte. |
Titel-Liste:
| | - Restless
- Speak Up
- Rock Star
- Love kill's Love
- Burn down the City
- Down Load Down
- Right between the Eyes
- Blinded by Darkness
- No Return
- Victim of Lies
- Go to Hell
- Waiting for the Wind (Cover Spooky Tooth)
- I'm so excited (Cover Pointer Sisters)
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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