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Review: Voodoma
 
THE ANTI DOGMA

Album:
 THE ANTI DOGMA, 2009, Eigenvertrieb

Stil:
 Dark Melodic Metal

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 J.W., 23.04.2009

Review:
 Im Winter 2002 entstand die aus fünf Mitgliedern bestehende Band Vodooma. Zwei Jahre später wurde bereits das Debüt Album DIMENSION V, das stilmäßig dem Gothic Rock und Melodic Metal zugeordnet werden kann, veröffentlicht. Schon damals ernteten die Düsseldorfer sehr gute Kritiken und ihr Album wurde europaweit über diverse Mailorder vertrieben. Wieder zwei Jahre später, nämlich im Juli 2006, wurde das Konzeptalbum REIGN OF REVOLUTION veröffentlicht, das sich thematisch um Machtmissbrauch und Verbrechen drehte und deutlich härter als der Vorgänger ausfiel. Wieder erhielten Voodoma gute Kritiken und sie machten auch live wieder von sich reden. 2008 erschien nun ihr drittes Album THE ANTI DOGMA, mit welchem sie an die Erfolge ihrer vorherigen Alben anknüpfen wollten. Bisheriger Höhepunkt ihrer Karriere dürfte wohl der Auftritt auf dem Wacken Open Air 2004 gewesen sein.

THE ANTI DOGMA wird mit einem "Prolog" eröffnet, der eine recht düstere und leicht beängstigende Stimmung ausstrahlt. Doch die Jungs lassen sich nicht lange aufhalten und legen bei "Another Me" einen soliden, eingängigen Song vor, der an ihre alten Gothic Rock Zeiten erinnert und sich, auch Dank Michael Thionvilles dominierendem Gesang, schnell in den Gehörgängen festsetzt. Erfreuen darf man sich auch an einem netten Gitarrensolo.
"My Religion" wartet mit einer sehr schönen Keyboardmelodie auf. Der Song ist zwar nicht besonders spektakulär, bleibt aber wie sein Vorgänger schön eingängig und rockt doch recht gut.
Härtetechnisch legt man mit "One Second in Live" dann einen Grad zu. Die Riffs sind sehr stark, leider wird der Song durch die raueren Gesangspassagen, die hier etwas unpassend sind, ein wenig runtergezogen.
"Doomsday Messiah" überzeugt mit treibenden Drums und orientiert sich ein wenig an "Another Me". Der Song animitert den Hörer sogar zu ein wenig Headbanging und macht einfach Spaß.
Genauso verhält es sich mit "Face The Enemy". Die Geschwindigkeit wurde hier jedoch um einiges erhöht und die Gitarren hauen ein gutes Riff nach dem anderen heraus. Dazu gibt es noch ein geiles Solo von Stefan Pachalidis. Auch Drummer Wolle Haitz steigert sich hier deutlich. Deshalb stellt "Face The Enemy" den bisher besten Song des Albums dar.
"Jesus Crime" erinnert zu Beginn ein wenig an "Send me an Angel" von den Scorpions und schraubt deutlich einen Gang zurück. Nichtsdestotrotz bleibt der Song druckvoll, eingängig und weiß zu überzeugen.
"Salvation Calling" dämpft meine Begeisterung dann doch etwas, da man langsam die Abwechslung vermisst. Das Lied befindet sich eher im Mid-Tempo und plätschert irgendwie nur so vor sich hin.
Mit "Black Rain" lassen es die Düsseldorfer dann nochmals ruhig angehen. Der Sound der Gitarren scheint sich aber unüberhörbar verschlechtert zu haben, was dem Song einen ziemlichen Dämpfer gibt.
Dies setzt sich bei "Warchild Lullaby" fort. Negativ fällt hier auch wieder der raue Gesang auf. Das sollte Michael Thionville dann doch lieber lassen. Generell ist der Song ziemlich schwach und etwas langweilig. Man merkt dann doch langsam, dass die Luft raus ist. Einzig das nette, aber leider ziemlich kurze Gitarrensolo, hebt "Warchild Lullaby" noch ein wenig an.
Dank des letzten Liedes "A Question of Faith" kriegen Voodoma aber noch einmal die Kurve und liefern einen schnellen Song ab, der vor allem durch ein super Gitarrensolo und gute Drumarbeit überzeugen kann.

Fazit: Etwas mehr Abwechslung wäre ganz nett gewesen. Die genannten Anspieltipps können auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem die letzten Songs (bis auf "A Question of Faith" ) stark in der Qualität nachlassen und wenig Originelles bieten. Insgesamt gesehen ist das dritte Werk von Voodoma grundsolide, im Endeffekt aber nichts Besonderes.

Anspieltipps:
 Mit "Doomsday Messiah", "Face the Enemy",dem ruhigeren "Jesus Crime" und "A Question of Faith" befinden sich vier wirklich tolle Songs auf THE ANTI DOGMA.

Tipp:
 Fans von Dark Metal und Melodic Metal können aber durchaus einmal reinhören.

Titel-Liste:
 
  1. Prologue
  2. Another Me
  3. My Religion
  4. One Second In Life
  5. Doomsday Messiah
  6. Face The Enemy
  7. Jesus Crime
  8. Salvation Calling
  9. Black Rain
  10. Warchild Lullaby
  11. A Question of Faith

Laufzeit:
 39:36 Min.

Band-Infos:
 
  • www.voodoma.com 

  • Probehören und Kaufen:
    Voodoma: The Anti Dogma

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