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Review: Voodoma |
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Album:
| | REBIRTH, 2011, Eigenvertrieb |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | V.R., 20.01.2012 |
Review:
| | Huch, ist das wirklich die neue Voodoma-Scheibe? Die haben sich ja mit den Jahren ganz schön verändert. Schon kurz nach Bandgründung vor etwa zehn Jahren wurden zwei Demos veröffentlicht, bis dann im Jahr 2004 das Debüt-Album DIMENSION V in Eigenproduktion veröffentlicht wurde. Damals boten Voodoma noch eine eingängige Mischung aus Hard Rock und Power Metal. Beim zweiten Album REIGN OF REVOLUTION, welchem ein Konzept über religiösen Machtmissbrauch zugrunde lag, wurde der Schwerpunkt dann stark in den Power Metal-Bereich verschoben. Jenes Album fiel dann auch ziemlich stark aus und Voodoma konnten damit ein erstes Ausrufezeichen in der Metalszene setzen. Doch danach änderte die Band ihren Kurs erneut und so bot das 2008 erschienene Album THE ANTI DOGMA lupenreinen Dark Metal. Gleiches galt auch für die 2010er EP EVOLUTION ZERO. Sollte man nun meinen, dass Voodoma ihren Stil jetzt endgültig gefunden haben, gibt es auf dem neuen Album REBIRTH schon wieder eine Kurskorrektur – wenn auch deutlich dezenter als noch bei THE ANTI DOGMA. Als Dark Metal kann man den Sound auf REBIRTH teilweise zwar schon noch bezeichnen, doch haftet vielen Songs auf der Platte ein sehr starker Elektro Rock-Touch an. Ob Voodoma mit dieser musikalischen Mischung Begeisterungsstürme wecken können oder ob den Hörer eher ein laues Lüftchen erwartet, wird sich im Zuge dieser Rezension klären lassen.
Der Opener "Rebirth" ist jedenfalls weder Sturm noch laues Lüftchen, sondern im mittelmäßigen Bereich angesiedelt. Zwar hält der Midtempo-Rocker die eine oder andere ganz nette Idee bereit, ist in Sachen Melodien und Rhythmus aber sehr einfach, um nicht zu sagen, einfallslos, gestrickt.
Deutlich stärker klingt da schon der zweite Song "Valkyria". Der leicht düstere, keyboardlastige Dark Rock-Song kann im Gegensatz zum ersten Titel nämlich einen einschmeichelnden, schnell ins Ohr gehenden Refrain und kraftvolle Gitarrenriffs in den Strophen aufweisen. Lediglich die Vocals könnten noch etwas ausdrucksstärker ausfallen, was leider ein generelles Problem auf REBIRTH darstellt.
Noch stärker kommt dann der nächste Titel mit dem Namen "The Devil dances" daher. Hier wird das Tempo zur Abwechslung dann auch mal ein bisschen angezogen und auch in Sachen Härte wird eine kleine Schippe draufgelegt. In dieser Schnittmenge aus Dark Metal und Elektro Rock wissen Voodoma durchaus zu überzeugen.
Auch das im oberen Midtempobereich angesiedelte "Wasted Daylight" weiß das Interesse des Hörers durch geschickt eingesetzte melodische Keyboardpassagen und einen wunderschönen Ohrwurmrefrain zu wecken. Hier erinnern Voodoma ein wenig an ihre finnischen Kollegen von H.I.M..
Schade, dass "Soulsleeper" dieses Niveau mit seinen uninspirierten Schrammel-Gitarrenriffs und den langweiligen Melodien nicht mal ansatzweise erreichen kann.
Langsames Tempo, melancholische Melodien, zurückhaltende Gitarrenklänge – eindeutig, bei "Lost in Time" handelt es sich um eine Halbballade mit Dark Rock-Charme. Grundsätzlich weiß der Titel, insbesondere wegen des eingängigen Refrains und den ungewöhnlichen, durchaus interessanten Rhythmusspielereien, zu überzeugen, doch muss es hier durch den für eine Ballade schlicht unpassenden Gesang in die Strophen auch Abzüge geben.
Bei "Seven Lives" legen Voodoma den musikalischen Schwerpunkt auf temporeichen, sehr keyboardlastigen Elektro Rock. Trotz des etwas uninspirierten Refrains gelingt es der Band hier, Interesse beim Hörer zu wecken, was unter anderem sicher auch an der düsteren Bridge im hinteren Teil des Songs liegen dürfte.
Von verzerrten düsteren Keyboardpassagen wird der melancholische Midtempo-Rocker "Underworld" eingeleitet, welcher seine Spannung aus dem Wechsel zwischen ruhigen, zurückhaltenden Strophen und dem härteren, aber ebenfalls sehr melodischen Refrain bezieht.
"Nemesis" erinnert zu Beginn stark an Rammstein und entwickelt sich nach und nach zu einem zu gleichen Teilen spannenden wie abwechslungsreichen Metal-Kracher mit Elektro-Anstrich.
"Sandman" erfüllt dann weitgehend die Erwartung, die man nach Konsum der anderen Songs gewinnen konnte. Erneut bieten Voodoma rockige elektroangehauchte Klänge, dieses Mal allerdings ohne nennenswerte Höhepunkte. Negativ fällt hier der Gesang im Refrain auf, da er für die gewählten Melodien nicht ausgereift genug anmutet.
Mit "World on Fire" wären wir dann beim letzten Song angelangt. Hier erhöht die Band das Tempo dann doch noch mal leicht und bewegt sich damit noch einmal in metallischen Gefilden. Qualitativ gehört der Titel zu den besseren Stücken des Albums und bietet dem Hörer somit auch einen ordentlichen Abschluss.
Fazit: Wer Voodoma noch von Alben wie DIMENSION V oder REIGN OF REVOLUTION kennt, der wird beim Anhören der neuen Platte überrascht, wenn nicht sogar geschockt sein. Mit Metal hat das ganze nämlich nur noch am Rande zu tun, da Voodoma sich inzwischen weitestgehend in elektro-angehauchten Dark Rock-Gefilden bewegen. Nur hier und da findet sich noch mal ein Titel, der sich auf metallische Pfade begibt. Mit dieser Stiländerung muss man schon zurecht kommen, wenn man an REBIRTH Gefallen finden möchte. Innerhalb des neuen musikalischen Spektrums bewegen sich Voodoma in jedem Fall sehr stilsicher und liefern dabei auch einige gute bis sehr gute Songs ab. Zu kritisieren ist allerdings Herrn Thionvilles Gesangsorgan, welches nicht bei jedem der elf Lieder auf dem Album mit der Musik harmonieren will. Bei den schnelleren und härteren Titeln geht seine Stimme zwar durchaus in Ordnung, doch immer dann, wenn Voodoma mal einen Gang zurückschalten, klingt sein Organ doch etwas zu rau und unmelodisch. Darüber gelingt es der Band auch nicht, ein durchgängiges Qualitätslevel zu halten. Glücklicherweise sind die besseren Songs aber deutlich in der Überzahl, was sich anhand der sieben genannten Anspieltipps schnell erkennen lässt. Somit ist es wirklich eine Frage des Geschmacks, ob man sich REBIRTH zulegen sollte. Wenn man elektronisch angehauchten Dark Rock mit gelegentlichen Ausflügen in metallische Gefilde zu seinen musikalischen Favoriten zählt, dann sollte man sich die Scheibe durchaus zulegen, da Voodoma hier einige starke Songs abgeliefert haben. Jene, die Voodoma noch aus ihren Anfangszeiten kennen, werden aber einige Zeit brauchen, bis sie mit dem Album warm werden, wenn es ihnen denn überhaupt gelingt. Wie dem auch sei, Voodoma haben hier eine gutklassige Dark Rock-Scheibe abgeliefert, bei der Fans des Genres nichts falsch machen können. |
Anspieltipps:
| | "Valkyria", "The Devil dances", "Wasted Daylight", "Lost in Time", "Underworld", "Nemesis", "World on Fire". |
Tipp:
| | Elektronisch angehauchte Rockmusik mit Metal-Schlagseite, damit wäre die Musik auf REBIRTH treffend umschrieben. Wer sich gerne in diesem musikalischen Umfeld bewegt, der sollte sich die Scheibe zulegen. |
Titel-Liste:
| | - Rebirth
- Valkyria
- The Devil dances
- Wasted Daylight
- Soulsleeper
- Lost in Time
- Seven Lives
- Underworld
- Nemesis
- Sandman
- World on Fire
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.voodoma.com  |
Empfehlen:
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Bandinfos |
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