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Review: Voodoo Circle |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 23.01.2009 |
Review:
| | Der Name Alex Beyrodt ist manchen vermutlich bekannt. Er ist Gitarrist der Power Metaler Silent Force, schwang die Klampfe aber auch schon bei Sinner und Primal Fear. Nun hat er ein Solo-Projekt ins Leben gerufen, das sich Alex Beyrodt´s Voodoo Circle nennt. Unterstützt wird er dabei von Sänger David Readman (Pink Cream 69, ex-Adagio), Drummer Mel Gaynor, Keyboarder Jimmy Kresic und seinem alten Mitstreiter Mat Sinner am Bass. Alex selbst kümmert sich selbstverständlich um die Gitarren und das Songwriting.
Das Ende 2008 über AFM Records erschienene Debüt der Profi-Truppe wird schlicht wie die Band bezeichnet: VOODOO CIRCLE. Schauen wir mal, ob die großen Namen halten, was sie versprechen.
Nach einem etwas wirren Intro, fröhnt man beim Opener "Spewing Lies" dem Melodic Metal im Stile guter Dio-Kompositionen (m.a.W.: aus den 80ern). Die Hookline ist eingängig, der Refrain regt bald zum Mitsingen an und David Readman gibt sich selbst wie ein junger Dio. Diese Gesangsleistung fiel mir bei PC 69 noch gar nie so auf.
Ein flotter Rocker mit interessanter Lead-Melodie und passenden Licks ist "Desperate Heart". Auch hier geht der Höhepunkt schnell ins Ohr.
Mit "Kingdom of the Blind" und "Man and Machine" zollen Voodoo Circle gleich in zwei Songs hintereinander Ritchie Blackmores legendärer Truppe Rainbow ihren Tribut. Die Riffs könnten von Meister Ritchie persönlich sein, die Konstrukte sind eingängig und zielgerichtet und die Refrains schön herausgestellt. Lediglich die Eigenständigkeit bleibt etwas auf der Strecke.
Die holt das Quintett mit der emotionalen und harmonischen Halbballade "Master of Illusion" zurück. Fantastisch, wie David Readman mit seinem Timbre die Gefühle transportieren kann. Das spacige Keyboard-Intermezzo hätte man sich aber gerne sparen können. Das Lead-Solo ist da schon von anderer Qualität.
"We´ll never learn" wartet in Punkto Gitarren- und Keyboardspiel mit den Trademarks späterer Purple und früher Rainbow-Kompositionen auf. Nostalgisch angehaucht wird der Sound in die Neuzeit verfrachtet und frisch aufgepeppelt. So könnten Rainbow heute klingen, wenn es sie nur noch geben würde. Old-schoolige Melodielinien werden knackig aufbereitet und schmeicheln den Gehörgängen. Und im Solo beweist Beyrodt seine Fingerfertigkeit auf den sechs Saiten.
Bei "Dream of Eden" werden die bombastischen Anteile ausgepackt. Ein fettes Orgel-Intro geht in einen getragenen Aufbau über, während das Keyboard als Untermalung bestehen bleibt und ansonsten der Gesang nur von der Rhythmusgruppe unterstützt wird. Mit dem Einsatz der Lead-Gitarre entwickelt sich die Komposition in Richtung eines pompösen Whitesnake-Tracks mit recht epischer Marschroute.
Auch "Heaven can wait" klingt wie ein knackiger und druckvoller Whitesnake-Song, nur dass man einen solchen auf dem letzten Coverdale-Werk nicht vorgefunden hat. "Angels will cry" erinnert mich dann stark an Yngwie-Malmsteen-Stücke aus den 80ern, aber auch in diesem Falle dynamisch und zeitgemäß aufgepeppt.
Mit einigen exotischen Lead-Gitarren-Virtuositäten, ähnelt Beyrodts Spiel bei "Enter my World of Darkness" wieder dem Ritchie Blackmores, den er wohl auch in gewisser Weise verehrt. Das Stück selbst ist gemäß dem Titel ziemlich düster angehaucht und durchweg in verhaltenem Tempo. Fast blitzen hier Anleihen des Dark Metal durch.
"Wings of Sorrow" ist dann wieder stimmungsvoller und rockiger, obgleich es eine teilballadeske Struktur hat. Man nehme eine Sinner-Komposition und verpasse ihr einen radiotauglichen Anstrich. Nun, ja. Wer weiß... Allerdings ist das Gitarrenspiel für Radiohörer teilweise wahrscheinlich zu energetisch.
Beim Instrumental "White Lady Requiem" muss Alex Beyrodt dann nochmal den Blackmore oder Malmsteen raushängen lassen und seine Fähigkeiten als Gitarrist und Songwriter eines instrumentellen Stückes beweisen. Es ist sicherlich nicht schlecht und auch schön virtuos, kennt man aber im Grunde von anderen Gitarreros auch schon.
Zum Abschluss gibt es noch eine alternative Version des Top-Songs "Dream of Eden", bevor nach fast 70 Minuten Hörvergnügen die Repeat-Taste lockt.
Fazit: Beyrodt und seine Mitstreiter haben ein Album abgeliefert, das zwar kein Wunderwerk der Eigenständigkeit ist, aber auch keinen Ausfall aufweist. Sie lassen Heroen der 70er und 80er wiederauferstehen, fassen deren Trademarks auf, transportieren sie in die Neuzeit und verpassen ihnen ein modernes Soundgewand.
Kompositorisch ist VOODOO CIRCLE schon sehr beeindruckend und von der technischen Seite natürlich ohne Mangel. Die Leistungen von Alex Beyrodt und Sänger David Readman bedürfen dabei noch einer extra Erwähnung.
In einem möglichen Nachfolgewerk würde ich mir nur ein paar eigene Ideen mehr wünschen. Als Erstling gehen die fortwährenden Tribute an Purple, deren diversen Nachfolgebands und andere Old-School-Formationen noch durch, beim zweiten Mal würden sich Alex & Co. in dieser Machart allerdings nur selbst kopieren. Also warten wir es ab. VOODOO CIRCLE kann ich Anhängern des Hard Rock und Melodic Metal aber auf jeden Fall empfehlen.
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Anspieltipps:
| | "Spewing Lies", "Kingdom of the Blind", "We´ll never learn" und "Dream of Eden". |
Titel-Liste:
| | - Spewing Lies
- Desperate Heart
- Kingdom of the Blind
- Man and Machine
- Master of Illusion
- We' ll never learn
- Dream of Eden
- Heaven can wait
- Angels will cry
- Enter my World of Darkness
- Wings of Sorrow
- White Lady Requiem
- Dream of Eden (David Readman Version)
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.voodoocircle.com  |
Probehören und Kaufen:
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