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Review: Voodoo Highway |
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Album:
| | BROKEN UNCLE’S INN, 2011, Eigenvertrieb/Massacre |
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | W.W., 27.07.2011 |
Review:
| | Oh, wie herrlich! Oh, wie wundervoll!! Oh, was für eine Wohltat für gepeinigte Ohren der 00er-Jahre!!! Das Debüt-Album der Italiener (!!) Voodoo Highway, BROKEN UNCLE’S INN bringt den Hörer zurück in eine Zeit, als Musik noch Eier und Arsch hatte!
Schon das Intro, sinnigerweise "Intro (From 1972)" betitelt, macht klar, wohin die Zeitreise dieser gnadenlosen Anachronisten gehen wird, und bestätigt wird diese Ankündigung durch einen "Highway Star"-artigen Schrei von Sänger Federico de Marco beim eigentlichen Opener "Till it Bleeds", ehe sich die Hammond-Orgel, die satt bratenden Blackmore-Gedächtnisakkorde und die in jeder Sekunde spürbare Lust am Rocken Bahn brechen. Das macht Spaß! Das macht Durst auf ein eiskaltes Bier, Hunger auf ein Steak, weckt Assoziationen, die mit Schweiß, Dieselgestank und Motorenöl zu tun haben und bescheren einem für knapp 40 Minuten ein einfach sensationell gutes Gefühl.
Wenn dann beim dritten Stück "The Fire will burn away" The Hellacopters-artige Pianoklänge im Hintergrund ertönen, möchte man Massacre Records anerkennend die Pranke auf die Plattenfirmaschulter hauen, dafür, dass sie so eine Band heutzutage noch unter Vertrag nehmen.
Die 40 Minuten mögen ebenso eine Hommage an die 70er-Jahre sein, wie alles andere im ureigenen Bandsound – schließlich waren Langspielplatten damals kaum länger und man ertappt sich beinahe dabei, dass man nach "Window" zum Plattenspieler gehen will, um die schwarze Scheibe umzudrehen... Da mir die CD nur im MP3-Format vorliegt, kann ich über den Sound nicht so ganz weitergehende Aussagen treffen – wünschen würde ich mir allerdings ein leises Knistern an den leiseren Stellen, wie es ein old-school-Saphir auf den Vinyl-Rillen produzieren würde.
Diese Scheibe lebt, atmet und schwitzt den großen Hard Rock der 70er-Jahre und macht in wirklich jeder Hinsicht einfach wahnsinnig viel Spaß! Seien es die Gitarre-Keyboard-Duelle wie in "J.C. Superfuck" oder die Tatsache, dass in eben jenem Song sogar noch ein kurzes Drumsolo eingebaut ist oder auch das richtig amtliche Gitarrensolo in "Window" – man merkt, dass die Band, wie auch immer, den Spirit dieser Zeit aufgesogen hat.
Ist das nun zu viel der Euphorie? Mag sein, schließlich handelt es sich hier immer noch um ein Debüt-Album. Aber dennoch: es macht Spaß und wird durchaus die eine oder andere Ehrenrunde im CD-Player einlegen müssen, denn mal ehrlich: von einer derart geil rockenden Hammond-Orgel wie in "Running around" oder einer so angenehm-unkitschigen Ballade wie "Heaven with no Stars" kann man doch eigentlich nur selten genug kriegen...
Fazit: Bleibt eigentlich als Fazit nur dies: schade, dass Deep Purple heutzutage nicht mehr solche Platten aufnehmen können... Daumen hoch nach Italien! |
Anspieltipps:
Tipp:
| | Für alle, die Deep Purple, (alte) Whitesnake und Rainbow für eine Art Dreifaltigkeit halten und denen die neueren Bands wie Ghost, Graveyard oder The Devil’s Blood zu satanisch-okkult sind, ist der Voodoo Highway die genau richtige Route 66! |
Titel-Liste:
| | - Intro (From 1972)
- Till it Bleeds
- The Fire will burn away
- J.C. Superfuck
- Window
- Running around
- Broken Uncle’s Inn
- Heaven with no Stars
- Gasoline Woman
- In Fact it’s the Worst
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.myspace.com/voodoohighway  |
Probehören und Kaufen:
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