 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Voodoo Six |
 |
| |
Album:
| | FIRST HIT FOR FREE, 2008, Locomotive |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | J.G., 23.10.2008 |
Review:
| | Es mussten drei Jahre vergehen, bis die Briten von Voodoo Six 2006 genügend Zeit und Material für ihr Debütalbum beisammen hatten. Auch wenn keiner der Musiker zuvor in einer namhaften Band gespielt hat, so bestehen doch beachtliche Erfahrungen aus den unzähligen Konzerten als Supportbands. Schnell stößt man auf Namen wie Iron Maiden, Dio, Skid Row, Great White oder Guns n' Roses und die gehören unzweifelhaft zu den bekannteren Bands des Rock-Biz.
2007 hat man beschlossen, sich das Debüt noch einmal vorzunehmen und mit einer Runderneuerung und einem geeigneten Fachmann für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Die Wahl viel auf Mike Fraser, der schon AC/DC, Metallica oder Van Halen in der Mache hatte und so wurde aus FEED MY SOUL die professionelle Auflage FIRST HIT FOR FREE.
Musikalisch ähnlich abwechslungsreich, wie die unterschiedlichen Erfahrungen der einzelnen Musiker, fällt es zunächst schwer, Voodoo Six in ein Schema zu klopfen.
Es hat etwas vom schweren, walzenden Doom, ist aber bei Weitem nicht so depressiv. Es hat etwas von Psychedelic, bleibt aber deutlich mehr auf der Spur. Es hat etwas von Stoner, ist aber meist deutlich komplexer strukturiert. Nur eines kann man mit Gewissheit sagen, es rockt, um nicht zu sagen, es rockt tierisch.
Der Opener "Faith" ist charakteristisch für den Rest des Albums. Ein etwas zähflüssig doomiger Groove bekommt den nötigen Druck von der Basis auf den Weg und ebnet der Gitarrenfront den Weg zu einem Solo nach dem anderen. Unbeeindruckt von dem musikalisch dichten Geschehen kann Frontmann Henry Rundell souverän agieren, denn für seine Stimmlage wurde genügen Raum gelassen.
Mit etwas mehr Tempo startet "No Friend of mine" und erinnert zunächst an Bands wie Candlemess oder Grand Magus. Der größte Unterschied liegt jedoch in der cleanen und höheren Stimmlage des Frontmanns. Auch die späteren Psychedelic-Spuren, die Vergleiche mit Spiritual Beggars aufkommen lassen, scheitern letztendlich aus den gleichen Gründen.
So richtig abwechslungsreich wird es dann bei "Feed my Soul". Der brit Rock-Start mausert sich schnell zum doomschwangeren Powerrock, der sich nicht mit einem gleichbleibenden Tempo abfindet. Der Song ist gespickt mit knackigen Breaks, die immer wieder für Überraschungen sorgen, seine es Tempoverschäfungen, Gitarren-Soli oder Refrain-Varianten. Langeweile war gestern.
"Walking on Nails" sollte man nicht ausprobieren, zumindest wenn dieser Song angesagt ist. Der Basisdruck ist so gewaltig, dass es sicherlich schwerfallen dürfte, leichtfüßig über die Nägel hinweg zu schweben.
So inhaltlich vielfältig wie die ersten vier Songs, präsentiert sich auch der Rest. Bei "Crawl" wird kräftig aufs Gaspedal gedrückt, für "I am the Sun" packt man die große Groove-Keule aus, beschränkt sich aber streckenweise nur auf Gesang und Gitarre. Das balladeske "Saints & Sinners" fällt ziemlich aus dem bisherigen Rahmen und lässt gesanglich Erinnerungen an Sting aufkommen. Bei "Mistaken" geht man noch einen Schritt weiter. Sanfte Akustik-Gitarrenklänge und orchestrale Arrangements zeigen ein deutlich anderes Gesicht der Band. Mit den folgenden doomigen Songs "Shine on" und "Century" und dem abschließenden recht flotten "Slip inside" schließt sich wieder der Kreis und einem erneuten Druck auf die "Play"-Taste steht nichts im Weg.
Fazit: Voodoo Six haben es verstanden, sich trotz der vielfältigen Einflüssen einen gewissen eigenständigen Stil anzueignen. Das gelingt nicht vielen Bands gleich bei ihrem Einstand. Auch wenn es schwer fällt, die Jungs musikalisch in eine Schublade zu stecken, so tut dies dem Musikgenuss keinen Abbruch. Manchmal hat man das Gefühl als ob sie den Rock und den Groove bereits mit der Muttermilch verinnerlicht hätten. Schade nur, dass es auch beim zweiten Anlauf nicht einmal zu 40 Minuten gereicht hat. |
Tipp:
| | Alle, die auf tierische Grooves abfahren, unvorhersehbare Arrangements lieben und mit Doom und Stoner etwas anfangen können, werden diese Scheibe sicherlich öfter rotieren lassen. |
Titel-Liste:
| | - Faith
- No Friend of mine
- Feed my Soul
- Walking on Nails
- Crawl
- I am the Sun
- Saints & Sinners
- One more Day
- Mistaken
- Shine on
- Century
- Slip inside
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.voodoosix.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|