 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Voyager |
 |
| |
Album:
| | UNIVERS, 2007, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | S.M., 04.10.2007 |
Review:
| | Voyager sind zwar in Australien beheimatet, doch liegen die Wurzeln sämtlicher Bandmitglieder in Europa. Sänger und Keyboarder Daniel Estrin kommt aus Deutschland, Drummer Mark Boeijen aus den Niederlanden, Simone Dow (Gitarre) aus Schottland und Gitarrist Mark Devattimo sowie Bassistin Melissa Fiocco stammen aus Bella Italia. Mit UniVers legt das 2000 gegründete Quintett ihr zweites Album vor.
"Higher Existence" startet mit witzigem Akkordeon-Intro, welches dann von melodischen Leadgitarrentönen abgelöst wird. Irritiert bin ich dann jedoch, als ich mit Death Metal-Growls konfrontiert werde. Hat sich hier etwa eine Melodic-Death-Metal Scheibe bei mir eingeschmuggelt? Aber glücklicherweise ist dies nur ein kurzes Zwischenspiel, bevor klarer Gesang die Hauptrolle übernimmt. Im weiteren Verlauf bestimmen dann markante Gitarrenriffs und harmonische Keyboardtöne die Richtung. Für den Anfang nicht schlecht, aber auch nichts, das nachhaltig im Ohr haften bleibt.
"Deep Weeds" macht dort weiter, wo der Vorgänger aufhört: Klare, melodische Riffs übernehmen die Führung, in die der deutliche, im gemäßigten Stimmbereich vorgetragene Gesang einsteigt. Allerdings vermisse ich auch bei diesem Song so etwas wie einen Höhepunkt. Er plätschert einfach ein bisschen belanglos dahin.
In "Everwaiting" wird anfangs ein Gang zugelegt. Tatsächlich spielt sich für einen kurzen Augenblick die Rhythmusgruppe in den Vordergrund. Doch nach einem Break dominieren wieder die Gitarren- und Gesangslinien. Wenigstens hat dieser Song einen choralen Höhepunkt.
Das sehr kurze Stück "Between the Sheets" ist nur als konzeptionelle Überleitung zum nächsten Track "Sober" anzusehen. Dieser beginnt mit leicht sphärischen Keyboardtönen, in die die melodischen Gitarren einsteigen. "Sober" wird von vielen Tempowechseln bestimmt, ist sehr progressiv. Durch einen eingängigen Refrain und gelungene Lead- und Keyboardsoli ragt es aber aus dem bisherigen Album-Standard hervor.
Doch ihr Pulver hat die Multi-Kulti-Truppe damit noch längst nicht verschossen. Bei "Cross the Line" bestimmen die Gitarren eine Hookline, die sofort ins Ohr geht. Das Ganze wird von einem einprägsamen Gesangshöhepunkt gekrönt. Ein progressiver Zwischenpart stört nicht, sondern hebt die Hookline zum Songende nochmal an. Gefällt mir sehr gut.
Bei "Pulse 04" werden einige spacige Töne ausgepackt und sogar der tiefere Grunzgesang bekommt zeitweise nochmal einen Einsatz. Ansonsten wird der Höhrer auch hier mit toller Melodie und starkem Refrain verwöhnt. Man bekommt den Eindruck, die Jungs brauchten zu Anfang zwei, drei durchschnittliche Stücke, um dann richtig in Fahrt zu kommen.
Mit "Falling" folgt eine Melodic-Metal-Ballade der Oberklasse. Ich kann nur staunen, was Voyager noch alles aus dem Repertoire holen. Super-Melodie, klarer Gesang und schönes Gitarrenspiel. Alles, was eine Metal-Ballade braucht. Und zuguterletzt werden von Keyboard und Leadgitarre noch Klassiktöne in die Runde geworfen. Ein Spitzensong!
Damit man nicht zu sehr ins Schwärmen verfällt, holt einem "What I need" wieder auf den Boden zurück. Die Gitarren spielen hier stärker auf und das Keyboard bringt wieder spacige Töne mit ein. Doch das will trotz eines halbwegs gelungenen Refrains nicht so recht ins Ohr gehen.
Mit "One more Time" servieren die Pseudo-Aussies eine weitere Ballade, die teilweise akustisch gehalten ist. Sie kann zwar nicht die Klasse von "Falling" erreichen, aber zugegebenermaßen kann man beide auch schlecht miteinander vergleichen. "One More Time" hat fast ein bisschen was von einer Soft-Rock-Ballade.
Der Schlusspunkt "White Shadow" wird von druckvollen Gitarren eingeleitet. Klarer Gesang wird mit tieferem geeint, um etwas Kontrast einzubringen. Diese Gesangsline steuert auf einen richtiggehenden Ohrwurm-Refrain mit sofortiger Mitsingwirkung hin. Verziert durch passende Breaks und Soli präsentieren uns Voyager zum Abschluss nochmal richtig edle Kost.
Fazit: Nach etwas schleppendem Beginn hat sich dieses Album noch massiv gesteigert und einige richtiggehende Leckerbissen serviert. UniVers hinterlässt bei mir einen positiven Gesamteindruck.
Musikalisch sind Voyager in der Sparte zwischen Melodic Hard Rock und Progressive Melodic Metal einzuordnen. Meiner Meinung nach könnten zwar ein paar spacige Töne weniger ins Spiel gebracht werden und auf Death-Metal-Growls ganz verzichtet werden, aber diese subjektiven Eindrücke stufen die Allgemeinwertung der CD nicht ab. Melodic-Fans sollten dieser Scheibe eine Chance geben und ruhig mal reinhören. Und wenn Voyager auf diesem Wege weitermachen, können sie sich sicherlich in den vorderen Melodic Metal-Rängen etablieren. |
Anspieltipps:
| | "Cross The Line", "Falling" und "White Shadow". |
Titel-Liste:
| | - Higher Existence
- Deep Weeds
- Everwaiting
- Between the Sheets
- Sober
- Cross the Line
- Pulse 04
- Falling
- What I need
- One more Time
- White Shadow
- - - Bonus - - - - Sober (Video)
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.band.tld  |
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|