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Review: Warrant |
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Album:
| | ROCKAHOLIC, 2011, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | S.M., 13.08.2011 |
Review:
| | Die US-amerikanischen Hardrocker Warrant (nicht zu verwechseln mit der kultigen deutschen NWoBHM-Truppe des gleichen Namens) haben ihr neuestes Werk ROCKAHOLIC am Start. Mit CHERRY PIE und DOG EAT DOG konnte die kalifornische Truppe Anfang der 90er einige Erfolge (u.a. Doppelplatin) einfahren, danach ging es wegen der aufkommenden Grunge-Welle mit der Bekanntheit ziemlich abwärts. Vielleicht können Warrant mit ROCKAHOLIC nun wieder an die Großzeiten anknüpfen.
ROCKAHOLIC ist auch sicherlich kein schlechtes Werk. Der neue Sänger Robert Mason (ex-Lynch Mob) fügt sich mit seiner kräftigen leicht rotzigen Stimme auch gut in den Sound ein. Doch letztendlich kommen nur einige der 14 Tracks über den Status "solider Rocker" hinaus.
Mit dem knackigen "Sex ain't Love", einem der besten Stücke, beginnt das alles noch sehr vielversprechend. Aber bereits "Innocence gone" klingt, wie etwas, das von Kiss als zweite Wahl ausgemustert worden ist.
Ich will aber jetzt gar nicht über sämtliche Tracks berichten, die nichts reißen, sondern beschränke mich auf die guten Songs. Dazu gehört "Dusty's Revenge" mit ein wenig GNR-Southern-Rock-Flair und einem coolen Refrain. Für die, die es schmusig mögen, ist wahrscheinlich "Home" das absolute Highlight dieser Scheibe, und selbst ich muss zugeben, dass die Melodie irgendwie unter die Haut geht.
Ein kantiger, dynamischer Kracher wie "Show must go on" (nein, natürlich kein Queen-Cover) rockt zweifellos jede Konzerthalle, und auch das dezent Stoner-like "Cocaine Freight Train" hebt sich soundlich angenehm von der Song-Masse ab.
Bei "Sunshine" gelingt den Amis – im Gegensatz zu einigen anderen Stücken dieses Albums, die einfach zu seicht auf den amerikanischen Markt getrimmt sind – ein interessanter Kompromiss aus eingängiger Hook, melodiöser Ausrichtung und trotzdem treibendem Groove.
Und ganz zum Ende wird der geneigte Fan der richtig hardrockigen Klänge mit dem kraftvollen, rifforientierten "The last Straw" nochmal verwöhnt.
Fazit: Also, wenn ich jetzt resümiere gibt es sieben Stücke, die ganz klar überdurchschnittlich bis gut sind. Einen richtigen Top-Hit findet man by the way auf ROCKAHOLIC nicht. Die anderen sieben Songs sind entweder zu seicht, zu belang- und akzentlos oder halt eher unterdurchschnittlich. Allerdings gibt es auch keinen totalen Ausfall.
So ist ROCKAHOLIC meiner Meinung nach insgesamt im vorderen Mittelfeld zu Hause. Zwar sind Warrant schon auf dem richtigen Wege – denn besser als BORN AGAIN von 2006 ist ROCKAHOLIC auf jeden Fall – aber an die Großtaten von früher reicht man kompositorisch nicht ran.
Fans des amerikanischen Hardrock sollten trotzdem ruhig mal anchecken, ob ihnen das Album nicht zusagt. Und ansonsten kann man durchaus hoffen, dass Warrant in Zukunft noch etwas mehr zulegen können. |
Titel-Liste:
| | - Sex ain't Love
- Innocence gone
- Snake
- Dusty's Revenge
- Home
- What Love can do
- Life's a Song
- Show must go on
- Cocaine Freight Train
- Found forever
- Candy Man
- Sunshine
- Tears in the City
- The last Straw
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.warrantrocks.com  |
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