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Review: Weapon
 
FROM THE DEVIL'S TOMB

Album:
 FROM THE DEVIL'S TOMB, 2010, Agonia

Stil:
 Black Metal, Death Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 M.U., 23.09.2010

Review:
 Bei kanadischen Bands denkt man sofort an Bachman-Turner Overdrive, Billy Talent, Annihilator, Exciter oder Nickelback um nur ein paar wenige Bands zu nennen. Aber hier haben wir einen neuen Stern am kanadischen Metallhimmel: Weapon. Die vierköpfige Band wird 2003 in Edmonton von Vetis Monarch gegründet. Bisher hat man ein Demos, zwei EPS und schließlich 2009 ein Debütalbum mit dem Titel DRAKONIAN PARADIGM herausgebracht. Live spielte man schon mit Bands wie Behemoth, Septic Flesh, Lightning Swords of Death, Mitochondrion und weitere. Nach dem Wechsel zu Agonia Records Anfang 2010 stand dem zweiten Album FROM THE DEVIL'S TOMB nichts mehr im Wege, welches Ende Oktober 2010 erscheinen wird.

Beginnen wir mit dem Song "From the Devils Tomb". Dieser schlägt gleich mit über sieben Minuten zu Buche und beginnt leicht spirituell fernöstlich. Doch das wehrt nicht lange und man schwenkt auf den eigentlichen Rhythmus ein. Dieser ist extrem langsam und schwerfällig. Schon fast ein bisschen in Richtung depressiv. Allerdings ist die Kombination dermassen beeindruckend, dass man nicht umhin kommt, den Song gleich mehrmals hintereinander laufen zu lassen. Zumal auch die Geschwindigkeit mehr und mehr an fahrt aufnimmt. Eben typischer Black und Death Metal. Solche Einstiege sind einfach genial.
Mit "Bested in Surplice and violet Stole" geht es gleich ungeniert in der selben Richtung weiter. Ein Gewitter an Gitarrenriffs und Schlagzeugsoli und gepaart mit leicht melancholischen Passagen. Und wieder eine solche perfekt gelungene Mischung verschiedener Richtungen. Ass es dabei eigentlich um Death Metal und/oder Black Metal handelt, wird einem dennoch in jeder Sekunde klar.
Ein bisschen rockiger ist "Furor Divinus". Allerdings tendiert man hier eher in Richtung Speed Metal, der seine Gene aus den anderen, bereits genannten Stilrichtungen geerbt hat. Besonders beeindruckend ist das Schlagzeugspiel. Der Drummer haut auf sein Instrument, als wäre der Teufel hinter ihm her. Das hat schon was.
Beim Titel "Vorter - 11724" musste ich zuerst an diese blöde US-amerikanische Serie "Beverley Hills - 90210" denken. Ist ja auch zum Verwechseln ähnlich. Doch hat der Song damit überhaupt nichts zu tun. Der ist ganz anders. Der kommt wie ein Untier aus dem Dunkeln auf einen zu, wo man den Eindruck hat, nichts dagegen machen zu können. Und diese hypnotisierende Spielweise tut ein übriges dazu, dass man von dem Song nicht mehr loskommt.
Auch mal eine nette Art, einen Song zu betiteln. Bei "LEFTHANDPATHYOGA" beschränkt man sich auf ein Wort und nur Großbuchstaben. Sieht schon ein bisschen lustig aus. Und dafür überrascht sowohl der Titel als auch der Song den geneigten Zuhörer. Denn hier haben wir es mit etwas ruhigerem zu tun. Sehr melancholisch, sehr balladenhaft, sehr gefühlvoll. So gar nicht das, was man bisher gehört hat. Gut, betrachten wir es als Verschnaufpause. Dennoch hat der Song eine gewisse Power in sich. Allerdings passt er nicht so ganz ins Konzept.
Mit "The inner Wolf" verfolgt man wohl die gleiche Strategie wie bei "LEFTHANDPATHYOGA". Ebenso melancholisch, gefühlvoll und dennoch mit einer sehr rockigen bis harten Power. Dazu gehört auch eine sehr schöne und schnelle Spielweise, die jedoch wenig mit Death oder Black Metal zu tun hat. Das ist eher schon normaler Heavy Metal gepaart mit Stilelementen aus der Richtung Power Metal. Aber der durchgehende gelungene Stil macht sehr vieles wett zumal dann sich doch wieder an seine Wurzeln erinnert, und dann doch richtig aufdreht. Aber acht Minuten müssen ja irgendwie gefüllt werden.
Diese indischen Klänge hatten wir doch schon einmal. Richtig, nämlich beim allerersten Song. Und "Sardonyr" möchte hier gerne anschließen. Gut, soll er. Aber lange hält auch er es nicht durch und dann geht es so richtig zur Sache. Total genial gespielter Metal mit all den Attributen, die man von Death Metal erwartet. Und wieder einmal ein Highlight auf diesem Album, welches sich nach und nach zum echten Renner steigert.
Und weil es so schön war, gibt es mit "Trishul" gleich noch eins drauf. Der Song liegt stilistisch auf der gleichen Wellenlänge wie "Sardonyr". Gut, anhand der Songtitel könnte man sofort eine gewisse Ähnlichkeit vermuten. Was ja auch nicht ganz so falsch ist.
Schließlich gelangen wir mit "Towards the Unereated" am Ende des Albums an und würden uns wünschen, noch den einen oder anderen Song hören zu dürfen. Aber da gibt es halt nichts mehr. Hier ist definitiv Ende. Kirchenorgeln vom bombastischen Stil leiten den Song ein. Und wie sooft wird daraus nichts, denn die Instrumente wollen sich einfach nur austoben und zeigen, dass man sie bis zur Schmerzgrenze belasten kann.. Das ist auch hier der Fall. Gitarre und Schlagzeug müssen Schwerstarbeit leisten; dazu zählen unumstritten auch die Stimmbänder des Sängers. Ein sehr schöner Abschluss eines sehr schönen Albums.

Fazit: Nun, Kanada ist nicht gerade der Geburtsort des Black und Death Metal. Wenn man die am Anfang genannten und bekannten Bands aus Kanada liest, so fällt einem schon auf, dass man sich eher auf der gemäßigteren Linie bewegt. Was Weapon hier allerdings abliefern, ist Metal vom Feinsten. Da wird so richtig an Variationen gearbeitet, da gibt es wirklich sehr gute Einfälle wie beispielsweise in gleich in ersten Song "From The Devils Tomb". Da merkt man auch, die Band hat wirklich richtige Freude am Spielen. Die Songs haben ein derartiges Potential und das Vermögen, den Zuhörer sofort in ihren Bann zu ziehen. Da bleibt kein Auge trocken und sicherlich die CD längere Zeit im Player. Da kann man nur sagen: Respekt und weiter so!

Anspieltipps:
 "From the Devils Tomb", "Bested in Surplice and violet Stole", "Vorter - 11724", "The Inner Wolf" sowie "Towards the Unereated".

Titel-Liste:
 
  1. From the Devils Tomb
  2. Bested in Surplice and Violet Stole
  3. Furor Divinus
  4. Vorter - 11724
  5. LEFTHANDPATHYOGA
  6. The inner Wolf
  7. Sardonyr
  8. Trishul
  9. Towards the Unereated

Laufzeit:
 54:30 Min.

Band-Infos:
 
  • www.weaponchakra.com/band.html 

  • Probehören und Kaufen:
    Weapon: FROM THE DEVIL'S TOMB

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