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Review: White Lion |
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Album:
| | RETURN OF THE PRIDE, 2008, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  3,5 von 7 Punkten | | U.B., 23.03.2008 |
Review:
| | Bereits im Jahre 1987 brüllte der weiße Löwe auf dem Album PRIDE laut und gekonnt. Viele werden sich an den Herz- Schmerz Song "When the Children cry" erinnern. Das Album stieg in den Englischen Charts bis auf Platz 11. Der Kopf der Truppe, Sänger Mike Tramp ist geboren in Dänemark und über den Umweg von Spanien schließlich in England gelandet.
Zwei Jahre nach PRIDE ging der König der Tiere erneut auf die Pirsch und setze mit BIG GAME eine weitere Duftmarke. Danach wurde es immer stiller um die Band die sich schließlich auflöste. Es gab noch ein Best Of mit Namen ULTIMATE LION und als dann THE LAST ROAR ebenfalls mit den größten Hits erschien, dachten viele Leute der Löwe hat wie im Albumtitel zum letzten Mal gebrüllt und ist dann sanft entschlafen. Als Mike Tramp dann mit REMEMBERING WHITE LION die selben Songs in exakt der gleichen Reihenfolge wie auf ULTIMATE LION nur mit Studiomusikern coverte, in einer Qualität die auch nicht annähernd mit den Originalen mithalten konnte, sprachen manche Fans schon von Leichenfledderei am Albino Löwen. Nun, 16 Jahre nach dem letzten Studioalbum hat Tramp eine neue Mannschaft um sich geschart und will an alte Erfolge anknüpfen. RETURN OF THE PRIDE heißt der neue Silberling selbstbewußt und will schon im Titel auf das erfolgreiche Album PRIDE Bezug nehmen. Nun, ist der König der Tiere wieder da, bissig und mit imponierender Stärke? Darüber soll dieses Review Auskunft geben.
Mit dem Läuten einer Glocke und einer gesummten Melodie beginnt "Sangre de Cristo" verhalten. Akustische Gitarre und Mike Tramps etwas traurig gestimmten Vocals klingen leise bevor unvermittelt die Gitarren und Drums druckvoll und schnell lospreschen. Dieser Wechsel zwischen ruhiger und härterer Phase wiederholt sich im Laufe des Tracks. Besonders die Gitarren am Schluss klingen ausgesprochen gut.
"Dream" startet mit betonten Gitarren und wird dann sehr ruhig. Die balladenhafte Melodie weiß zu gefallen. Die Vocals sind doch ziemlich begrenzt, weder mit hohen noch mit tieferen Lagen kann Tramp aufwarten, die gute Gitarrenarbeit kaschiert das etwas.
Schön rockig legt "Live your Life" los. Prima Riffing und der polternde Bass stimmen auf einen Track mit Drive und Power ein. Leider fällt hier Tramps limitiertes Organ noch störender auf. Ich tue ihm bestimmt nicht Unrecht wenn ich behaupte, mehr als eine Oktave ist bei ihm nicht drin. Leider ist die Melodie auch nur durchschnittlich. Drums und Gitarren sind nicht schlecht aber das war es auch schon.
Eine Kombination aus akustischer und E-Gitarre leiten "Set me free" ein. Was wie eine Ballade beginnt wird plötzlich durch harte Riffs erheblich flotter. Der Chorus ist ganz nett und auch melodisch aber sonst bleibt fast nichts hängen.
Auf "I will" sind anfangs nur Piano und die Vocals von Tramp zu hören. Da wird schmerzlich klar wie schwach der Mann stimmlich ist. Zum Glück wird die Stimme von den restlichen Instrumenten bald etwas zugedeckt. Sonst plätschert der Song belanglos dahin.
Mit flötenartigen Keyboards und den nasalen Stimme eines alten Mannes leitet man "Battle at Little Big Horn" ein. Dieses Kapitel um General Custers verzweifeltem Kampf an eben dem Little Big Horn dürfte jedem bekannt sein. Ein epischer Chor, der ausgeprägte tiefe Bass der häufig zum Einsatz kommt und die Gitarren klingen voll und kraftvoll. Selbst die Vocals sind hier um Klassen besser als zuvor. Endlich ein Song der Power hat und mit einer melodischen Ausrichtung sich positiv von den Vorgängern abhebt. Die Nummer rockt und steigert sich intensiv zum Ende, bevor sie mit akustischer Gitarre leise ausklingt.
"Never let you go" ist eine Ballade die dementsprechend sanft mit Piano beginnt. Im Gegensatz zum ähnlichen Start bei "I will", sind die Vocals hier viel besser und nicht so gepresst. Das Piano steht auf dem ganzen Song im Vordergrund, die Gitarren werden nur sparsam eingesetzt und starten erst spät zu einigen sehr melodischen Läufen. Da kann man nicht meckern, der Track überzeugt.
Mit heulenden Gitarren geht es bei "Gonna do it my Way" zur Sache. Die Drums treiben und der mehrstimmige Refrain sind okay, die Gitarrensoli technisch sauber und flott. Leider zündet die Melodie so gar nicht.
"Finally see the light" legt mit kurzem Drumsolo und deftigen Gitarren kräftig vor, aber auch der Nummer fehlt das gewisse Extra. Das klingt mir viel zu uninspiriert. So was hat man schon hundertmal gehört.
"Let me be me" rockt gut los. Die Gitarren scheppern schön, die Drums heizen an nur die Vocals passen überhaupt nicht. Der Stimme fehlt aber auch jedes melodische Element.
Mit der ruhigen Nummer "Take me Home" verabschiedet sich der Löwe. Die akustische Gitarre spielt gefällig und die steicherartigen Keyboards untermalen den melancholischen Song. Die E-Gitarre hat einen kurzen Auftritt. Zu den Vocals habe ich mich bereits kritisch geäußert und das Gesagte gilt auch hier.
Fazit: Nachdem was hier geboten wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, hätte man den Löwen getrost im Ruhestand lassen können. So müde und zahnlos wie jetzt, wäre es ein Gnadenakt ihn vom Tierarzt einzuschläfern zu lassen. Die Scheibe ist ziemlich mau, so dass ich mich nur mit Widerwillen bei der Stilbezeichnung zu Hard Rock durchringen kann. Das ist teilweise Senioren Rock den man dem betagten Opa im Alterheim ohne Bedenken, dass sein Herzschrittmacher aus dem Takt kommt, vorspielen kann. Während die Instrumente wenig Anlass zur Kritik geben, ist das Songwriting schwach und die Stimme von Tramp, die schon immer von der Bandbreite sehr begrenzt war, scheint im Laufe der Zeit alles andere als besser geworden zu sein. Wären die unter Anspieltipp aufgeführten Songs nicht dabei, so wäre diese Scheibe völlig abgestürzt. |
Anspieltipps:
| | "Sangre de Cristo", "Battle at little Big Horn", "Never let you go" |
Tipp:
| | Wer White Lion aus der Anfangszeit kennt und sich zu den Die Hard Fans zählt, sollte vor dem Kauf die Scheibe unbedingt antesten. Es gibt genügend Bands bei denen die Songs erheblich nachhaltiger sind, mit einem besseren Sänger und den Namen Hard Rock auch verdienen. |
Titel-Liste:
| | - Sangre de Cristo
- Dream
- Live your Life
- Set me free
- I will
- Battle at Little Big Horn
- Never let you go
- Gonna do it my Way
- Finally see the Light
- Let me be me
- Take me Home
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.returnofthepride.com  |
Probehören und Kaufen:
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