 |
News |
 |
 |
Redaktion |
 |
 |
Kontakt |
 |
 |
Glossar |
 |
 |
Über uns |
 |
 |
Links |
 |
|
 |
Review: Winterstorm |
 |
| |
Album:
| | A COMING STORM, 2011, Cargo |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | V.R., 06.01.2012 |
Review:
| | Wenn sich eine Band Winterstorm nennt, ein Debüt-Album mit einem winterlich-kalten, in Blautönen gehaltenen Cover veröffentlicht und darauf auch noch ein Lied mit dem Titel "Winterhumppa" enthalten ist, kann es sich hier doch nur um Finnen handeln, richtig? Nein, ganz falsch, Winterstorm kommen nämlich aus Deutschland, genauer gesagt aus dem fränkischen Bamberg. Hinter dem Namen verbergen sich fünf deutsche Nachwuchsmetaller, welche dem typischen europäisch geprägten Power Metal, hier und da mit dezenten Viking Metal-Ingredienzien vermengt und mit einem Hauch von Mittelalterstimmung versehen, frönt. Wobei es der Begriff Nachwuchsmetaller in diesem Fall vielleicht nicht gänzlich trifft, da einige der Bandmitglieder auch schon in anderen Projekten Erfahrung sammeln konnten. 2011 erschien jedenfalls das Debutalbum unter dem Banner Winterstorm, welches den Namen A COMING STORM trägt und eben jenem wird sich diese Rezension nun zuwenden.
Äußerst stimmungsvoll beginnt das Album mit dem Instrumentalstück "A coming Storm", welches den Hörer in eine mittelalterliche Fantasywelt entführt. Zur perfekten Einstimmung wird unter die Musik auch noch eine Erzählerstimme gemischt, was dem ganzen einen sehr speziellen Touch verleiht. Neu ist dieses Stilmittel sicher nicht, kennt man es doch beispielsweise schon von dem einen oder anderen Rhapsody- oder Haggard-Album, doch verfehlt es seine Wirkung auch hier nicht.
Auf diese Weise eingestimmt macht der erste richtige Song namens "The final Risequot; gleich noch viel mehr Spaß! Hier bieten Winterstorm typischen, relativ schnellen Power Metal mit jeder Menge Gitarrenriffs und nur äußerst dezentem Keyboardeinsatz. Die Keyboards erklingen nur dann, wenn sie dem Song auch dienlich sind, werden somit rein zur atmosphärischen Unterstützung eingesetzt. Über allem liegt Sebastian Albrechts nicht sonderlich variables, aber doch zur Musik passendes Gesangsorgan. Alles in allem erfüllt der Song die Erwartungen somit voll und ganz.
Weiter geht es mit dem durch ein kurzes Pianointro eingeleitete "A Wizard’s Warquot;, bei dem Winterstorm einen halben Gang zurückschalten und weitgehend im Midtempo agieren. Was aber nicht bedeuten soll, dass dem Song der Druck fehlt, denn auch hier rocken Winterstorm was das Zeug hält, dieses Mal mit fast durchgängiger Keyboardunterstützung, welche aber nie negativ auffällt, sondern stets angenehm im Hintergrund verharrt.
"March of the Peaksquot; ist dann das 40-sekündige, mittelalterlich anmutende Intro des nächsten Songs namens "Winterheart;, welcher dank gezielter Keyboardunterstützung und hymnischen Gesangs sehr stimmungsvoll ausgefallen ist. Insbesondere hier schimmert ein dezenter Touch Viking Metal in der Musik von Winterstorm durch. Mit einer etwas besseren Produktion wäre aus diesem Song ein richtiger Kracher geworden, aber auch in dieser Form weiß er durchaus zu gefallen.
Wem der letzte Titel zu hymnisch war, dem könnte das straighte "Fortunes Blood; gefallen. Hier bieten Winterstorm flotten und melodischen Power Metal in Reinkultur, und das auf ansprechendem Niveau. Da der Refrain auch noch mit einer richtigen Ohrwurmmelodie ausgestattet ist, haben wir es hier mit einem der besten Songs des Albums zu tun.
Mit "Climb the highest Mountains; enthält das Album auch die typische Metalballade, welche durchaus hymnisch und stimmungsvoll ausgefallen ist. Leider machen sich hier aber auch die stimmlichen Einschränkungen des Sängers bemerkbar, denn während sein Organ bei den anderen Liedern durchaus mit der Musik harmonierte, fehlt es ihm hier eindeutig an Stimmvolumen. Nichtsdestotrotz gehört der Titel zu den besseren Vertretern seiner Gattung, da er angenehm kitschfrei daherkommt.
Bei "Battlecry; handelt es sich dann wieder um einen typischen Power Metal-Kracher, der zwar alle typischen Zutaten bereithält, aber dennoch nicht ganz zünden kann, da die Melodieführung etwas einfallslos wirkt.
Wie dem auch sei, mit "Winterhumppa; folgt nun der oben bereits erwähnte Humppa-Titel. Wer Humppa-Musik bereits durch die Finnen von Eläkeläiset kennt, weiß was ihn erwartet, wobei dieser Song doch deutlich metallischer ausgefallen ist und härtemäßig damit irgendwo zwischen genannten Eläkeläiset und den Folk-Metallern von Korpiklaani anzusiedeln ist. In jedem Fall stellt der Titel zwar eine witzige Abwechslung dar, gehört aber auch nicht zu den Highlights des Albums.
Zum Abschluss bieten Winterstorm dem Hörer noch einmal einen sehr stimmungsvollen Power Metal-Song, welcher den bedeutungsschwangeren Titel "Thirst of Revenge; trägt. Hier vermengt die Band harte Speed-Parts mit hymnischen Passagen und zeigt auf diese Weise noch einmal alle Facetten ihres Könnens.
Fazit: Mit A COMING STORM liefern Winterstorm einen absolut professionellen Einstand ab. Nicht nur, dass die Band einige wirklich starke Songs auf dem Album untergebracht hat, nein, sie hat auch schon ihren eigenen Stil gefunden, indem sie typischen Power Metal mit Viking Metal-Elementen und mittelalterlicher Stimmung verquickt. Da zudem kein einziger Ausfall zu verzeichnen ist, haben wir es hier mindestens mit einer guten bis sehr guten Platte zu tun. Trotzdem müssen leider auch ein paar kleinere Kritikpunkte angemerkt werden, die beim nächsten Mal aber sicher relativ einfach zu umschiffen sein sollten. So ist zum einen die Produktion noch etwas zu schwach ausgefallen. Zum anderen hat Sänger Sebastian Albrecht zwar keine schlechte, aber eine etwas limitierte Stimme, die bei einigen wenigen Liedern nicht recht mit der Musik harmonieren will. Sollten diese Kritikpunkte beim zweiten Album ausgeräumt werden, dann dürfte Winterstorm eine 6 Punkte-Wertung oder sogar Besseres sicher sein. |
Anspieltipps:
| | "The final Rise", "Winterheart", "Fortunes Blood", "Climb the highest Mountains", "Thirst of Revenge". |
Tipp:
| | Winterstorm dürften insbesondere Fans von Bands wie Human Fortress gefallen, da es ihnen gelingt, europäisch geprägten Power Metal mit einer besonderen mittelalterlichen Stimmung zu vermengen. Darüber hinaus sollten aber auch alle anderen Power Metal-Anhänger mal reinhören und zu guter letzt sei das Album noch den Fans von Symphonic Metal-Bands der Marke Rhapsody of Fire empfohlen. |
Titel-Liste:
| | - A coming Storm
- The final Rise
- A Wizard's War
- March of the Peaks
- Winterheart
- Fortunes Blood
- Climb the highest Mountains
- Battlecry
- Winterhumppa
- Thirst of Revenge
|
Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.winterstormarea.com  |
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
|
|
 |
|
 |
|
 |
Neue Reviews |
 |
|