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Review: Wolfchant
 
DETERMINED DAMNATION

Album:
 DETERMINED DAMNATION, 2009, Massacre

Stil:
 Pagan Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.W., 13.05.2009

Review:
 Zahlreiche Bands tummeln sich in den Gefilden des deutschen Pagan Metal, man nenne nur Equilibrium, Minas Morgul, XIV Dark Centuries, Gernotshagen und, und, und. Umso schwerer ist es dann für eine Band, aus dem Pagan Metal herauszuragen. Man kann aber getrost behaupten, dass dies den 5 Heiden von WOLFCHANT mit dem 2005er- Album BLOODY TALES OF DISGRACED LANDS und vor allem mit dem nahezu perfekten A PAGAN STORM im Jahr 2007 gelungen ist. Tourneen und Konzerte mit Ensiferum, Moonsorrow, Turisas, Unleashed oder Mayhem, sowie unzählige begeisterte Kritiken sprechen für sich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Erwartungen beim neuen Album DETERMINED DAMNATION entsprechend hoch waren. Ganz an das Niveau von A PAGAN STORM kommt es zwar nicht heran, doch lässt sich vorab schon sagen, dass auch mit DETERMINED DAMNATION ein richtig gutes Album abgeliefert wurde.

Los geht es mit dem Intro "Determination Begins", das eher ruhig beginnt und durch den Chor im Hintergrund sehr episch wirkt.
"World in Ice" legt aber dann so richtig los! Der Song ist schnell und druckvoll und die cleanen Vocals harmonieren perfekt mit dem gutturalen Gesang von Sänger Lokhi.
Der Nachfolger "Until the End" lässt in der Hinsicht nicht nach und bietet eine zwar simple, aber doch sehr eingängige Melodie und bringt einen dazu, die Haarmähne kreisen zu lassen.
"Kein Engel hört Dich flehen" ist dann der erste Song in deutscher Sprache auf diesem Album und ist vor allem wegen des Riffs, das sich sofort in den Gehörgängen festsetzt, hörenswert. Textlich hapert es dann doch ein bisschen und leichte Erinnerungen an In Extremo werden wach. Natürlich darf beim Pagan Metal auch ein Sauflied nicht fehlen.
Der Songtitel "Never too Drunk" erweckt den Eindruck, es hier mit einem Partysauflied à la "Met" von Equilibrium zu tun zu bekommen. Beim Hören tritt aber buchstäbliche Ernüchterung ein, denn nur anhand des Textes erkennt man, dass es sich hier um ein Sauflied handeln soll. Die Riffs erinnern in Geschwindigkeit und Melodie eher an einige bereits zuvor gehörte Lieder.
"Auf Blut gebaut" stellt mein persönliches Highlight des Albums dar. Sowohl der deutsche Text, der im Gegensatz zu "Kein Engel hört dich flehen" voll überzeugen kann, als auch Melodie und Drums bilden eine epische Pagan Hymne, die noch dazu zum Mitgrölen animiert.
Käufer der normalen Version von DETERMINED DAMNATION bekommen mit "Under the Wolves` Banner" einen mehr als würdigen Abschluss geboten, der den guten Gesamteindruck des Albums bestätigt. Der Refrain besticht vor allem durch den cleanen Gesang.
Auf der Limited Edition befinden sich dann noch die beiden Songs "Devour" und "Warcry" die nahtlos an ihre Vorgänger anknüpfen.

Fazit: DETERMINED DAMNATION kommt wie schon erwähnt nicht an seinen Vorgänger heran, doch bietet es astreine Pagan Hymnen, gepaart mit epischen Melodien. Der tolle Sound tut sein Übriges. Ein Manko der Scheibe dürfte die fehlende Abwechslung sein und "Never too Drunk" hätte doch etwas partymäßiger ausfallen dürfen.

Anspieltipps:
 Das schnelle und druckvolle "World in Ice", "Auf Blut gebaut" sowie "Under the Wolves Banner".

Tipp:
 Pagan Metal- Fans sollte sich diese Scheibe auf jeden Fall zu legen und ihre Sammlung damit bereichern.

Titel-Liste:
 
  1. Determination Begins
  2. World in Ice
  3. Until the End
  4. Determined Damnation
  5. In War
  6. Fate of the Fighting Man
  7. Kein Engel hört Dich flehen
  8. A Ravenīs Flight
  9. Never too Drunk
  10. Schwerter der Erde
  11. Auf Blut gebaut
  12. Under the Wolves` Banner
    - - - Bonus - - -
  13. Devour
  14. Warcry

Laufzeit:
 61:09 Min.

Band-Infos:
 
  • www.wolfchant.de 


  • Probehören und Kaufen:
    Wolfchant: Determined Damnation (Ltd.ed.)

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