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Review: World to Ashes
 
IN CONTEMPLATION OF DEATH

Album:
 IN CONTEMPLATION OF DEATH, 2009, Whirlwind

Stil:
 Death Metal, Metalcore

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 17.03.2010

Review:
 Die ersten Lebenszeichen von World to Ashes gab es bereits 2005, jedoch sollte es noch zwei Jahre dauern, bis das heutige Line-Up gefunden wurde. Zu den ersten Live-Aktivitäten zählten u.a. Support-Acts für Eluveitie, Endstille, Sacrificium und Crisis never Ends und 2007 erschien bereits eine erste EP.
Im November 2009 wollten die Freiburger dann Nägel mit Köpfen machen und zogen ins Stuttgarter Harddrive Sounds Studio, um dort ihre Debüt-LP einzuknüppeln. Denn genau das steht auf dem Programm, feiner knüppelschwingender Death Metal mit dezenten Metalcore-Einflüssen, der dem Zuhörer jedoch immer genügend Raum zum Atmen lässt und ihn nicht gnadenlos nieder metzelt, wie es so manche Vertreter des Genres gerne tun.

Dass hier nicht nur der Knüppel ausgepackt wird und gnadenlos auf die Fans eingeprügelt wird, das zeigt nicht nur das obligatorische sehr melodisch gehaltene "Into the Abyss", sondern auch das spätere Intrumental "Yesterday is burning Black", das einfach als Puffer zwischen den recht ordentlich zur Sache gehenden Death-Attacken.
"Beyond the Veil", ein Auftakt nach Maß, findet eine gelungene Mischung aus dominanten Drum-Parts, aggressivem Shouting bzw. Grunting und melodischen Gitarren-Riffs, die sofort zum Headbangen einladen.
Nach ähnlichem Strickmuster geht es Schlag auf Schlag, wobei von "Pale Cold Water" bis zu "A Soul divided" der Härtegrad und das Tempo immer einen Tick zulegen.
Gepflegten Double-Bass mit dem dazu passenden Tempo gibt es bei "Path of Uncertainty", das vor allem mit einem sehr gelungenen melodische Gitarren-Solo glänzt und durchgehend Arschzutreten versteht. Verschnaufen kann man mit dem bereits erwähnten Instrumental, bevor es bei "Riven", meinem persönlichen Favoriten dann wirklich hart zur Sache geht. Power-Drumming hart am Limit und eine sägende Gitarrenfront, die sich alle Mühe geben muss, dem Frontmann Paroli bieten zu können. Aber keine Angst, auch hier hat man die gefälligen Hooks nicht vernachlässigt, auch wenn der gnadenlos nach vorne treibende Rhythmus so manchen Herzschrittmacher an die Taktgrenze treiben mag.
Auch für die Schlussrunde des Album lässt man sich mit "Facing Death" nicht lumpen und den Dreschflegel kräftig kreisen, wobei man das Tempo schon wieder etwas zurück genommen hat, aber immer noch über dem des Openers liegt - zumindest gefühltermaßen.

Fazit: Das Süddeutsche Quintett legt einen blitzsauberen Debüt-Start hin und erlaubt sich dabei keinerlei Ausrutscher. Bedingt durch die Art des Gesangs mag vielleicht stellenweise eine Limitierung bestehen, die jedoch mit viel Liebe zu melodischen Hooklines und griffigen Refrains wieder wett gemacht wird. Auch wenn manche Puritaner mit der Verquickung von Metal und Core ihre Problemchen haben mögen, so finde ich den Kompromiss hier sehr gelungen, besonders weil das Album gerade zum Ende hin immer mehr Fahrt aufnimmt, wie ein Bullterrier, der sich immer fester in seine Beute verbeißt.
Jetzt bin ich nur gespannt, was die Jungs in nächster Zeit noch Live performen werden, denn Death gehört von der Bühne direkt auf die Lauscher, um die volle Wirkung zu erzielen.

Tipp:
 Freunde des gepflegten Death Metal, die den Knüppel gerne kreisen sehen, aber nicht unbedingt jede Sekunde nieder gemäht werden möchten, bekommen hier melodische Kost mit jeder Menge Dampf im Kessel. Fans von Hypocrisy, die tiefe Grunts und dichte Arrangements lieben, kommen hier kaum zurecht.

Titel-Liste:
 
  1. Into the Abyss
  2. Beyond the Veil
  3. Pale to Water
  4. Tie.Killer.Hypocities
  5. Vanity
  6. The Lucent Gate
  7. Path of Uncertainty
  8. Yesterday is burning Black
  9. Riven
  10. A Soul divided
  11. Facing Death

Laufzeit:
 43:41 Min.

Band-Infos:
 
  • www.worldtoashes.com 

  • Probehören und Kaufen:
    World to Ashes: IN CONTEMPLATION OF DEATH

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