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Review: Xerión |
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Album:
| | CANTARES DAS LOITAS ESQUECIDAS, 2010, Schwarzdorn |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | M.U., 02.07.2010 |
Review:
| | Xerión (ein Name aus der keltischen und galicischen Mythologie) sind eine spanische Band aus der Region Galizien. Die Band wird 2001 durch den Sänger Nocturno gegründet, der an den ersten Melodien und Texten für sein Projekt arbeitet. In der folgenden drei Jahren entstehen drei Demos. Danach beginnt Nocturno die band zu vervollständigen. Hinzu kommt Daga (Keyboards), Lovo (Gitarre) und Notna (Bass). Mit dier Besetzung spielen sie die Split-CD zusammen mit Omendark und Nakkiga ein. Eine weitere Split-CD entsteht in Zusammenarbeit mit Decayed. 2006 stößt Aboriorth (Drums) hinzu. Ende 2006 wird das erste Album NOCTURNAL MISANTROPÍA aufgenommen. 2007 kommen Xerión bei dem deutschen Label Schwarzdorn Production unter und nun wird auch das erste Album veröffentlicht. Danach folgen Konzerte in Nordspanien, Portugal und Deutschland. Schliesslich erscheint 2009/2010 die EP PÁLIDA MORTE, NEGRA SOMBRA. Im Februar und März des gleichen Jahres entsteht das zweite Album CANTARES DAS LOITAS ESQUECIDAS, welches im August auf dem Markt kommen wird.
Beginnen wir mit "Badaladas funerais no esmorecer da lúa". Bei einer Spiellänge von nur knapp über einer Minute wohl eine Art Intro. Man hört Kirchenglocken, prasselnden Regen und Chorgesänge. Erinnert einen ein bisschen an Eisregens ersten Song auf dem Album Krebskolonie (Vorabend der Schlacht).
Mit "O espertar do Xerión" fängt es eigentlich erst richtig an. Bass und eine hochgestimmte Gitarre nach uralten Hardrock Muster. Dann kommt der Schlagzeuger hinzu und los geht es. Richtig brachial mit bösem Gesang. Dass die Band aus Spanien kommt, wird einem spätestens hier bewusst, denn der Rhythmus birgt auch Flamencoelemente in sich. Aber auch keltische Elemente wie die Tin Whistle. Ein perfekter Song.
Genauso infernalisch geht es mit "A alquímica dexeneración da ialma" weiter. Ebenso hart und brutal. Der Schlagzeuger trommelt wie das Tier aus Muppetshow. Einfach beeindruckend und düster.
"Onde a victoria agarda" hingegen erscheint richtig freundlich und sehr rockig. Eine sehr guter Groove und die Melodie reißt mit einen sofort mit. Der Song klingt sehr harmonisch und nicht nicht so düster und depressiv. Der hat das Zeug zu einem Ohrwurm zu werden.
Und weil es so schön war, gleich noch einen hinterher. "Nas verdes fragas de Amh-Ghad-Ari" bedient sich der gleichen Stilelemente. Man verzichtet weite Strecken auf den Gesang. Aber auch spanische Elemente fließen in Form von Flamenco und akustischen Gitarren ein.
Nun der Titelsong "Cantares das loitas esquecidas", was wohl laut CD-Cover übersetzt "Songs From Forgotten Battles" heißt. Beginnen tut er mit klassischer Gitarre und eher gezupft statt gespielt wird. Klingt fast ein bisschen wie nach Anfänger. Aber dann kommen noch weitere keltische Instrumente wie Dudelsack und Bodhran (die klassische keltische Trommel) hinzu. Der Song ist schon sehr "Celtic" angehaucht, auch wenn er ab der Mitte voll in Fahrt kommt. Der Schlagzeuger malträtiert sein Instrument bis zum Äußersten.
Getragener und etwas sanfter ist "Morte na iauga". Der Song klingt recht schwerfällig, langsam und ziemlich düster. Auch ein bisschen zäh.
"Loitas na néboa" glänzt mal wieder keltischen Elementen. Die Tin Whistle dominiert den Song vollständig. Später kommen die anderen Musiker hinzu. Der Gesang ist eher ruhiger Natur und im Allgemeinen ein recht sanfter Song. Wenn man den spanischen Text nicht heraushören würde, könnte man meinen, der Song kommt aus Irland.
Beenden wir das hervorragende Album mit dem Song "Putrefacta anima nostra". Wie schon sein Vorgänger überwiegen auch hier die klassischen Instrumente keltischer Abstammung. Der chorartige Gesang zu Beginn wird abrupt durch einen gnadenlosen Black Metal abgelöst. Abrupt heißt hier, von der einen auf die andere Note. Aber dann geht los wie ein Gewittersturm. Zm Schluss noch mal volle Kanne. Das Tier (Drummer) ist wieder in seinem Element und bearbeitet das Instrument bis fast zur vollständigen Zerstörung.
Fazit: Ein sehr schönes Album, was die Spanier (Galicier) hier abliefern. Ein gelungene Mischung aus Black Metal Elementen und keltisch, klassischen Instrumenten wie Dudelsack, Tin Whistle und Bodhran; aber auch spanische Elemente wie Flamencoklänge. Bei den Songtiteln versagt mein spanisch total. Vermute aber, dass das eher ein galicisches spanisch sein muss. Musikalisch bewegt man sich auf dem schmalen Grat zwischen den beiden Stilrichtungen, den sie allerdings perfekt meistern. Erinnerungen an die Band Breed77 (aus Gibraltar) werden wach. Gemein war nur die Tatsache, dass man auf dem Promozettel Galizien (Polen) mit Galicien (Spanien) verwechselt hat. Kam mir schon von Anfang an "spanisch" vor. Übrigens: Auf der CD gibt es noch einen Videoclip namens MORTE NA IAUGA als Bonus. Also der optische Gegenspieler zu dem gleichnamigen Song. |
Anspieltipps:
| | "O espertar do Xerión", "Onde a victoria agarda", "Cantares das loitas esquecidas" und "Pvtrefacta anima nostra". |
Titel-Liste:
| | - Badaladas funerais no esmorecer da lúa
- O espertar do Xerión
- A alquímica dexeneración da ialma
- Onde a victoria agarda
- Nas verdes fragas de Amh-Ghad-Ari
- Cantares das loitas esquecidas
- Morte na iauga
- Loitas na néboa
- Putrefacta anima nostra
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.otronodexerion.com  |
Probehören und Kaufen:
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