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Review: Theodore Ziras
 
HYPERPYREXIA

Album:
 HYPERPYREXIA, 2007, Sleazy Rider

Stil:
 Progressive Rock, Progressive Metal

Wertung:
 6,5 von 7
6,5 von 7 Punkten
 M.W., 18.01.2008

Review:
 Theodore Ziras, das sind Derek Herinian an den Keyboards, Brain Tichy am Schlagzeug, Manos Markopoulos am Bass und Gründer und BandleaderTheodore Ziras an der Gitarre. Der Chef höchstpersönlich ist ebenfalls Produzent des Albums, das nach seinen Gefühlen beim Songwriting benannt wurde.

Los geht es mit "Child of Scotland", einem - laut Bandaussage - "easy listening song", der die neue Stilrichtung der Ziras-Ära verkörpern soll. Eine schnörkelige Gitarrenmelodie drängt sich für das Intro zunächst in den Vordergrund und liefert sich mit der Zeit ein regelrechtes Duell mit dem Schlagzeug. Da kein Gesang vorhanden ist, muss Ziras an seinem Instrument besonders gute Arbeit leisten. Das gelingt ihm voll und ganz, denn mit diversen Variationen wird der Hörer überzeugt.
Mit "Such and Such" schafft Theodore einen Tributsong für Joe Satriani von Satch, den er sehr schätzt. Diese instrumentelle - hauptsächlich von Gitarren geprägte - Musik ist zwar immer noch ungewohnt, aber musikalisch gibt es absolut nichts zu meckern. Im zweiten Track wird das Ganze aber wesentlich druckvoller aufgebaut. Ziras entpuppt sich als wahrer Meister am Saiteninstrument.
"Rapid Eye Movement" ist ein Werk, das sehr auf die Technik und weniger auf das musikalische fixiert ist. Der Song ist einfach nur verdammt schnell gespielt und damit verdient sich die gesamte Band meinen vollen Respekt. Das ist schon eine wahre Meisterleistung in solch extremer Schnelligkeit perfekt zusammen spielen zu können. Die Bridge bringt kurzzeitig Ruhe und verschafft die Chance zum Aufatmen.
Es folgt "Solitude", womit auch erstmal ein wenig Ruhe einkehrt und der Hörer sich von dem anspruchsvollen schnellatmigem Tempo erholen kann. Der Rhythmus ist zwar ein unruhiges "Hoppeln", aber dennoch gleichmäßig. Nach einiger Zeit schwenkt Ziras sogar in eine fast besinnliche Stimmung um, die besonders durch die Keyboards gut unterstützt werden kann. Insgesamt aber ein bisschen in die Länge gezogen.
Basierend auf exotischen und kraftvollen Phryian Dominant Melodien stellt sich nun "Seven Courses" vor. Darin hat nicht nur Theodore Ziras den "Main Event" inne, denn auch Keyboarder Derek und Drummer Tichy stellen ihr Können durch Soli unter Beweis. Besonders das Intro mit dem forschen Riff kann überzeugen.
"Salvation" wartet mit groovigem, aber glücklicherweise zur Abwechslung auch mal wieder langsameren Passagen auf. Bereits nach den ersten Sekunden geht der Song ins Ohr und es mittlerweile auch nicht mehr seltsam, keine Vocals zu haben, denn die Instrumente können diese vollwertig ersetzen. Das Ding hat auf alle Fälle Hitcharakter!
"Number One" ist der erste Song, der von Keyboarder Derek während der Aufnahmen zu HYPERPYREXIA gespielt wurde. Auch hier wird Phrygian Dominant wieder als wichtiger Einfluss genannt. Zuerst überraschenderweise echt ruhig und für Ziras' Verhältnisse langsam, steigert sich den Song etappenweise und fällt dann aber auch wieder etwas ab. Eine gute Mischung aus schnellem progressiven Parts und kurzen "Verschnaufpausen".
"Night of the Dead" basiert auf Gitarrenriffs der Metal-Urgesteine von Metallica. Zudem gab's zu diesem Track den ersten Videoclip. Und der kann wirklich überzeugen. Ich kann verstehen, wenn das Publikum dabei abgeht. Der Song ist einfach nur zum Abrocken geschrieben worden und meiner Ansicht nach neben "Salvation" der beste auf dem Album.
Mit "Hyperpyrexia" kommen wir zum Namengeber der LP und zeitgleich zu Ziras' in Musik gepackte Gefühle während des Komponierens der Scheibe. Außerdem will er mit dem Track John Petrucci seine Ehrerbietung erweisen. Natürlich mangelt es auch hierbei so rein gar nicht an Tempo und verschnörkelten Riffs. Neu ist aber das Intervenieren mystische klingender Sounds vom Keyboard, die dem Stück eine besondere Note verleihen.
"Go East" ist dann auch schon der Rausschmeißer der Platte und irgendwie ist es gar nicht mehr aufgefallen, dass uns hier "nur" Instrumentelles geboten wird. Dafür kriegen wir's aber brühwarm und die CD kann auf jeden Fall auch mit allen anderen ihres Genres mithalten. Der Track ist außerdem der Opener zu Theodores Live-Shows und das zu Recht, denn er kann von der ersten Sekunde mitreißen. Beim Zuhören fiel mir die Kinnlade herunter auf Grund des genialen Spielens der Gitarren mit hohem technischen Niveau und Tempo. Hut ab!

Fazit: Das Instrumental-Album HYPERPYREXIA kann auf ganzer Linie überzeugen. Genialität trifft technisches Können - hohes Tempo trifft ansprechende Aufmachung. So könnte man das Album auch beschreiben. Selten habe ich einen so talentierten Musiker wie Theodore Ziras zu hören bekommen. Er schafft es mit links andere Musiker wie Amateure dastehen zu lassen, was das Spielen der Gitarre anbelangt. Einziger Kritikpunkt sind die vielen schnörkeligen Riffs und ein, zwei gestreckte Songs.

Anspieltipps:
 Child of Scotland, Seven Courses, Salvation

Titel-Liste:
 
  1. Child of Scotland
  2. Such and Such
  3. Rapid Eye Movement
  4. Solitude
  5. Seven Courses
  6. Salvation
  7. Number One
  8. Night of the Dead
  9. Hyperpyrexia
  10. Go East

Laufzeit:
 40:58 Min.

Band-Infos:
 
  • www.theodoreziras.com 


  • Probehören und Kaufen:
    Theodore Ziras: Hyperpyrexia

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