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Review: ZombieShakerBox
 
ENCRYPTED

Album:
 ENCRYPTED, 2011, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock, Alternative Rock

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 W.W., 02.02.2012

Review:
 Mein lieber Scholli – Alice In Chains gibt es doch eigentlich noch, oder? Und umbenannt haben sie sich doch auch nicht! Mal ganz davon abgesehen, dass Layne Staley nun auch schon ein paar Jahre nicht mehr unter uns weilt!

Wovon ich rede? Vom ziemlich gutklassigen Debüt-Album der Amis von ZombieShakerBox, ENCRYPTED betitelt. Denn direkt beim Opener "Welcome to my Rave" glaubt man, dem seligen Layne und seiner Ketten-Alice beim Schwingen derselben zuzuhören.
Ernsthaft, Kirk Hulshoff, Sänger der Band aus Washington, DC, klingt wirklich sehr nach dem verstorbenen Grunge-Helden. Dazu kommt die Musik, die einen deutlich melancholischen Touch hat und dabei ordentlich schwere Lava-Riffs der Marke Black Sabbath im Gepäck hat. Dabei beweist die Combo, dass sie auch ein nicht ganz untätiges Händchen für eingängige Songs mit Hitpotential hat. "Blow n Smoke" weckt nicht nur Dank des Titels Assoziationen zu würzigen, grünen Rauchwaren, auch der Refrain hat ein bisschen was von Monster Magnet.
"Tigerlilly" ist dann wohl sowas wie eine Grunge-Ballade... Aber ein durchaus schönes Lied, zu dem sich ganz vorzüglich die Schrotflinte durchladen lässt! Was auch wiederum die Gedanken zu Alice In Chains wandern lässt, sind die wunderschönen zweistimmigen Vocals. Das konnte die Band aus Seattle ja auch wie kaum eine zweite.
"Answer to no One" versprüht dann mit einer Mundharmonika und dem gezupften Intro ein dezentes Südstaaten-Flair, das aber bald wieder der nordstaatlichen Schwere und Tristesse weichen muss.
"Cry" ist dann wider Erwarten keine Heulsusen-Ballade, sondern ein dezent nach vorne gehender Rocker mit wieder sehr schönem Harmoniegesang. Der Rest der Band spielt sehr songdienlich, die Riffs von Gitarrist Jami Lin haben, man verzeihe die Wortwahl, Arsch in der Hose und seine Soli sind keineswegs Selbstdarstellung, sondern Sahnehaube auf den Songgerüsten, die von Cory Kay am Bass und Tomonori Sugiyama am Schlagzeug famos zusammengezimmert werden.
Garstig wird es dann bei "Gates of Hell", wo man zwar erst einmal an die Kollegen von Venom denken muss, dann aber sehr schnell einsehen muss, dass man ein Buch nicht nach dem Umschlag und einen Song nicht nach dem Titel beurteilen sollte...
Nach "Hideaway" und "Industry Witch" kommt dann die musikalische Absolution in Form des semi-akustischen Quasi-Outros "Ashen".

Fazit: Also, was haben wir hier? Ein sehr gutes Rock-Album, das auf den Spuren des melodischen Grunge wandert, also eine Mischung aus Melancholie und Härte bietet. Dabei sind die Songs sehr eingängig und bestehen auch einen Langzeittest problemlos. Hammeralbum!

Anspieltipps:
 Eigentlich ist es nicht fair, hier einzelne Songs hervorzuheben, denn die Musik auf ENCRYPTED bewegt sich auf einem konstant hohen Niveau, es gibt weder Ausfälle nach unten, noch nach oben. Wer aber unbedingt einen Anspieltipp haben will, der nehme "Blow n Smoke" und freue sich über einen Killer-Refrain!

Tipp:
 Nun, aus der Rezension dürfte schon deutlich werden, welche Zuhörerschaft das Album ansprechen dürfte: nicht nur Grunge-Fans, die es ja auch heute noch zahlreich geben dürfte..., sondern alle, denen Melodien und Härte mit einer gewissen Melancholie gut rein läuft.

Titel-Liste:
 
  1. Welcome to my Rave
  2. Blow n Smoke
  3. Tigerlilly
  4. Answer to no One
  5. Cry
  6. In Loving Memory
  7. Gates of Hell
  8. Hideaway
  9. Industry Witch
  10. Ashen

Laufzeit:
 45:22 Min.

Band-Infos:
 
  • www.myspace.com/zombieshakerbox 

  • Probehören und Kaufen:
    ZombieShakerBox: ENCRYPTED

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