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Review: Zonata |
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Album:
| | REALITY, 2001, Century Media |
Stil:
Wertung:
| |  5,5 von 7 Punkten | | U.B., 13.01.2009 |
Review:
| | Über mangelnden Nachschub an Power Metal Alben konnte man sich in den vergangenen Jahren wahrlich nicht beschweren. Was da aus den skandinavischen Ländern und Italien zu uns herüber schwappte war manchem Anhänger dieser Sparte schon fast zu viel. Häufig war es mehr Masse als Klasse was da auf dem Plattenteller landete. Gerade bei der Vielzahl an Veröffentlichungen gab es auch Bands, obwohl ihre Qualität über dem Durchschnitt lag, die nicht die ihnen zustehende Aufmerksamkeit fanden. Zu dieser Gruppe zählt für mich ganz klar Zonata. Die Besetzung lautet Johannes Nyberg Vocals und Keyboard, John Nyberg Gitarre, Mattias Asplund Bass und Mikael Hörnqvist Drums. Die jungen Schweden, das Durchschnittsalter der Bandmitglieder lag damals bei 20 Jahren, präsentierten 2001 mit Reality ihr zweites Album (ein Demo nicht mitgerechnet) nach TUNES OF STEEL. Inzwischen hat sich die Gruppe, nachdem noch eine weitere Platte erschien, aufgelöst. Höchste Zeit REALITY aus dem Schrank zu holen und die Scheibe hier vorzustellen. Das ansprechende Cover hat übrigens kein Geringerer als Iron Maiden Artist Derek Riggs gestaltet.
Auf dem Titelsong "Reality" stechen die starken Drums und das Keyboard im mittelalterlichen Spinett Sound hervor. Die Vocals sind durchweg in hohen Tonlagen angesiedelt und gehen in Richtung eines Michael Kiske, ohne dessen Klasse zu erreichen aber immer noch ein gutes Stück über dem Durchschnitt. Die Neoclassic Einlagen sind hier noch nicht so stark ausgeprägt wie bei den späteren Tracks.
"Divided we stand" schwenkt schon deutlich mehr in Richtung Neoclassic. Die schnellen Leadgitarren Einsätze in Verbindung mit den virtuosen Keyboards dürften auch den Freunden von Malmsteen gefallen. Die Double Bass donnert fast ohne Pause. Der Song wartet mit einer Vielzahl von überraschenden Wendungen auf und steckt voll von Ideen was die Sache ausgesprochen abwechslungsreich macht.
Auf "Illusions of Madness" kommt der klassische Einfluss noch stärker zum Tragen. Die Drums heizen mächtig an und das Tempo ist allgemein höher als bisher. Der Chorus und nur der erinnert stark an alte Helloween, speziell der Song "Dr. Stein" dürfte es den Schweden angetan haben.
Auch "Hollow Rain" ist von der schnelleren Sorte. Die Gitarren gefallen mit eingängigen Riffs und stehen hier mehr im Vordergrund als die Keys. Die Intensität wird zum Ende hin spürbar gesteigert bevor die Nummer leise ausklingt.
Der Titel "Symphony of the Night" lässt es schon vermuten, hier geht es recht symphonisch zu. Dazu passen die hymnischen Backing Vocals. Die stampfenden Drums sind mir schon zu mächtig, da wäre weniger besser gewesen.
Sehr energiegeladen gibt sich "Forever". Der Sänger holte das Letzte aus seinen Stimmbändern raus, fast überschlägt sich die Stimme. Das klingt bei einem Kiske oder Dickinson einfach souveräner. Toll hingegen sind die von großer Spielfreude und eben auch Können geprägten Gitarren.
"Wheels of Life" startet verhalten, der Schwerpunkt liegt auf dem Keyboard. Doch schon bald legt man mit einem galoppierenden Rhythmus erheblich an Tempo zu. Hier werden stellenweise bei mir erneut Assoziationen mit alten Helloween wach. Ein wirbelndes Gitarrensolo ist das I-Tüpfelchen. Sehr gut gefällt mir auch wie das Tempo variiert wird. Das Ende ertrinkt beinahe im Bombast.
Wie eine Kirchenorgel klingen die Keyboards zu Anfang auf "Dimension of Freedom". Die Melodie ist hier nicht so betont eingängig wie man es bisher gewohnt ist, was sich aber später wieder ändert. Dazu gibt es Synthie Flöten und harte Schnitte zwischen von Klassik geprägten Passagen und heftigen Power Metal Einlagen. Die Drums und Gitarren starten voll durch, auch die Vocals kommen, verstärkt durch den Hintergrundchor, gut zur Geltung.
"Evil Mind" ist kräftiger Neoclassic Prog Metal. Die langsamen Teile sind hymnisch und haben etwas Walzerartiges an sich. Umso härter schlagen die Gitarren und Drums dann explosiv zu wenn sie in Speed Metal Manier beschleunigen.
Mit "Life?" gibt es die obligatorische Power Ballade mit weit ausschweifendem Bombast. Die Vocals sind ausdrucksstark und fügen sich gut ein in die Mischung aus Klassik und Metal. Die Nummer strotzt nur so vor Einfällen und netten Spielereien.
Den Abschluss bildet "Gate of Fear". Eine neue Einspielung eines Titels der bereits auf dem ersten Demo der Band "THE COPENHAGEN TAPES" sein Debüt feierte. Ein Stück dass sich vor den anderen wahrlich nicht zu verstecken braucht. Auf dem komplexen Song gibt es mit der bewährten Blend aus Klassik und Power Metal nichts Neues, aber die tollen Gitarren, die engagierten Vocals und der kräftige Punch der Melodie sind ganz einfach prima.
Fazit: Einen Preis für Innovation gewinnt Zonata mit REALITY zwar nicht, aber die Musik ist knackig frisch, die eingängigen Melodien sehr überzeugend und der Mix aus Melodic Power mit Bombast Einlagen, manches leicht progressiv angehaucht, mit kurzen Speed Metal Attacken mundet ganz ausgezeichnet. Die meisten Songs lassen sich am besten so beschreiben: skandinavischer Power Metal in italienischem Gewand, eine gelungene Symbiose aus gutem Songwriting mit virtuosem Einsatz von Gitarren und Keyboards. Gerade der stellenweise vorhandene Bombast und die mit reichlich Pathos beladenen aber dezenten Hintergrundchöre vermitteln viel italienisches Metal Flair. |
Anspieltipps:
| | "Wheel of Life", "Dimension of Freedom", "Evil Mind" und "Life?" |
Tipp:
| | Dieses Album wendet sich an Anhänger von, Insania (Stockholm), Sonata Arctica, Edguy, Helloween, Heavenly und Startovarius. Auch Fans von Rhapsody Of Fire liegen hier nicht verkehrt. |
Titel-Liste:
| | - Reality
- Divided we stand
- Illusion of Madness
- Hollow Rain
- Symphony of the Night
- Forever
- Wheel of Life
- Dimension to Freedom
- Evil Mind
- Life?
- Gate of Fear
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Laufzeit:
Probehören und Kaufen:
Empfehlen:
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