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Review: Roadrash-Skellington
 
OBLIVION

Album:
 OBLIVION, 2007, Eigenvertrieb

Stil:
 Heavy Thrash

Wertung:
 3,5 von 7
3,5 von 7 Punkten
 S.J., 15.03.2007

Review:
 Der Rock/Metal Bereich erfreut sich in den letzten Jahren wieder einer sehr lebendigen Szene. Deshalb gibt es auch immer mehr Bands welche eifrig proben, und dann früher oder später natürlich auch stolz sind, wenn sie ihre erste CD veröffentlichen können. Das ist leider oft ein Nachteil, denn viele Bands sind so überschwänglich und bisweilen auch selbstverliebt, dass da halt eine CD auf den Markt geworfen wird, ohne dass man die letztendlich dabei entstandene Qualität berücksichtigt. Wer sich darüber letztendlich ärgert, ist der CD Käufer, denn er steht vor einer riesigen Auswahl an Alben und muss alle austesten um die wenigen Rosinen aus dem Kuchen picken zu können.

Genug dem Gerede, letzteres Verhalten lässt sich bei Roadrash/Skellington keineswegs bemängeln. Ihre nun erscheinende CD beinhaltet Material welches zum Teil über 12 Jahre alt ist. Ob das Material einfach in Vergessenheit geraten und nun wieder ausgebuddelt wurde, oder ob man sich nun einfach nicht mehr zu schade war, solche Aufnahmen zu öffentlichen, zeigt unser Test.

"Something inbetween" steigt mit knalligem Drumset ein. Man merkt dem Sound insgesamt zwar an dass das Gebotene nicht vor zwei Jahren aufgenommen wurde, aber das tut dem Sound insgesamt nur gut. Es ist bei weitem keine Garagen-Produktion, sie ist nur nicht ganz so abgehoben wie viele modernere Bombast Werke. Der Song selbst lässt sich tatsächlich am besten mit dem Begriff "Doom-Thrash" umschreiben, auch wenn ich mir selbst darunter zuerst nichts vorstellen konnte. Es ist einfach eine Kombination der Schwere des Doom-Soundes mit dem Druck von thrashigen Uptempopassagen. Dabei verheddern sich Roadrash/Skellington zum Glück keineswegs in unnötigen Tempowechseln sondern schießen ohne Umschweife geradeaus durch. Ein kleiner Einschub ist der Akustikpart der als nette Auflockerung zwischendurch sich gut in das eher simpel gehaltene Gesamtgefüge einfindet.
"The end of searching" geht in die selbe Richtung wie sein Vorgänger, überwiegend thrashige Rhythmen mit leichtem Groove Einschlag wechseln sich ab mit doomigen Passagen. Es ist überraschend, wie viel Sänger Michael Hassler aus einer eher atonalen Stimme herausholen kann. Was er darbietet, sind nicht wirklich Melodien, aber dennoch passt es nahezu perfekt zum etwas dreckigen Soundgewand und den Heavy Riffs. Und mal im Ernst: Wer möchte einen Kiske in einer Stoner-Rock Band hören?
Der nächste Song ist "Tom" gewidmet. Wer auch immer das ist, er scheint einen gar nicht so schlechten Musikgeschmack zu haben. Die Riffs machen weiterhin ordentlich Druck. Sehr abwechslungsreich ist die Scheibe nicht, doch die Einfachheit hat auch ihre Vorzüge.
In "Deapths of dispair" kommen im gefühlvollen Akustikpart zu Beginn tatsächlich mal ganz andere Seiten zum Vorschein. Überhaupt ist der Song etwas lockerer gehalten, er ist heftig rockend, aber nicht so brachial wie die ersten Tracks des Albums.
"Pussy Galore" ist eine Paarung von groovigem Hardrock und Punk Rock, und es gibt sogar mal ein Solo auf die Lauscher. "Enchantress" verhält sich da ähnlich.
"Everything will be fine" versucht durch Monotonie und Wiederholung der Titelphrase zu glänzen. Das funktioniert nur bedingt, nach dem klagenden Akustikpart zu Beginn werden die Wiederholungen einfach überstrapaziert.
"Fast" ist eine groovige Uptemponummer die sich manchen Punk-Rock Einflüssen ebenfalls nicht entziehen kann.
Mit über neun Minuten Laufzeit setzt mit "If the devil don't care" wieder eine recht doomige Nummer das Schlusslicht. Das zu Recht, denn das ist klar das Terrain, auf dem Roadrash/Skellington besser zurechtkommen.

Fazit: Alles in allem eine recht eintönige Scheibe, die aber gerade dieser Eintönigkeit wegen ihre Reize besitzt und beim Saufabend mit Kumpels sicher gut ankommt. Im Doombereich können Roadrash/Skellington punkten, sowie es schneller wird und man sich in gar zu monotonen Riffs verstrickt, wird es hingegen schwierig.

Titel-Liste:
 
  1. Something inbetween
  2. The end of searching
  3. Tom
  4. Deapths of dispair
  5. Pussy Galore
  6. Enchantress
  7. Everything will be fine
  8. Fast
  9. If the devil don't care

Laufzeit:
 46:00 Min.

Band-Infos:
 
  • www.roadrash-skellington.music.ms 


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