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Review: Sabaton
 
PRIMO VICTORIA

Album:
 PRIMO VICTORIA, 2005, Black Lodge

Stil:
 True Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 14.08.2005

Review:
 Nach ihrem mehr als beeindruckenden Debüt wagen sich die Schweden mit ihrem zweiten Werk PRIMO VICTORIA an die Öffentlichkeit. Es handelt ohne übertriebenen Pathos von vergangenen Schlachten unserer unrühmlichen näheren Vergangenheit. Ob 2. Weltkrieg, die beiden Irak-Kriege, Schlachten wie um Stalingrad, der 7-Tage-Krieg und Vietnam. Man stellt sich die Frage: Für was das alles? Für ein Purple-Heart?

Schon der Opener "Primo Victoria" rollt mit forciertem Mid-Tempo richtig los. Einprägsame Riffs, bestimmender Rhythmus und eine sehr markante Stimme verleihen dem Track das besondere Etwas.
Bei "Reign of Terror" wird das Gaspedal durchgedrückt und ein wahres Drum-Gewitter bricht über den schutzlosen Zuhörer herein. Und wie beim Opener gelingt es den Jungs, die Harmonie nicht gänzlich mit Füßen zu treten.
Dem Thema angepasst wartet das Intro zu "Panzer Battalion" mit arabischen Klängen auf. Ähnlich stürmisch wie zuvor werden fast unüberwindbare Drum-Wände aufgebaut und nur beim Refrain darf man mal kurz durch ein Fensterchen schauen und Luft holen.
Nein es ist nicht der Soundtrack zu "Das Boot". Ein Sonar klingt eben nun mal so und bei "Wolfpack" sind deutsche U-Boote die "Hauptpersonen". Das Mid-Tempo und der mehrstimmige Refrain verleihen dem ernsten Thema zusätzlich Gewicht.
Mit "Counterstrike" wird erneut eine Power Metal-Runde eingeläutet. So schnell wie die Israelis 1967 sich ihrer ägyptischen Einwanderer erwehrt hatten, so schnell rollt auch der Drum-, Synthie- und Gitarren-Zug am Ohr des Zuhörers vorbei.
Für "Stalingrad" dürfen diesmal die Gitarren den Zugang ebnen, bevor der Instrumental- und Gesangs-Panzer die Schützengräben überrollt.
Sanfter Einstieg mit Akustik-Gitarren-Klängen und das dicke Power-Brett folgt auf dem Fuße. Wer bei "Into the Fire" immer noch nicht wach geworden ist, der sollte bedenken, von Valium auf Schokolade umzusteigen - die beruhigt auch.
Wir nähern uns langsam dem Ende und auch dem Höhepunkt. "Purple Heart" ist ein Mid-Tempo-Stampfer ganz im Stile von True Metal. Manowar und Co. lassen grüßen. Sicherlich das stimmlich betonteste Stück. Nach drei Minuten wird das Gaspedal nochmal kräftig durchgetreten.
"Metal Machine" erinnert verdammt stark an Werke von Accept und U.D.O., was bestimmt nicht schaden kann. Ebenso wie bei den Vorbildern wird man auch hier fast zum Mitsingen animiert.

Fazit: Auch wenn das Grundmuster: Intro, Thema, Soli, Abschluss gleich bleibt kommt keine Langeweile auf. Meist wartet man gespannt, was die Truppe wohl beim nächsten Track an Überraschungen parat hat. Die herausragende Stimme Joakim Brodéns und die musikalische Vielfalt seiner Begleitmannschaft bereitet jedes Stück zu einem wahren Leckerbissen.
Einziger Wermutstropfen ist die etwas zu kurze Spielzeit.

Tipp:
 Interessante und vor allem abwechslungsreiche Mischung aus Heavy und Power Metal. Wer auf tiefe Gitarren und tiefe Stimmen steht, kann bedenkenlos zuschlagen.

Titel-Liste:
 
  1. Primo Victoria
  2. Reign of Terror
  3. Panzer Battalion
  4. Wolfpack
  5. Counterstrike
  6. Stalingrad
  7. Into the Fire
  8. Purple Heart
  9. Metal Machine

Laufzeit:
 41:10 Min.


 
 
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