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Review: Sacred Steel
 
HAMMER OF DESTRUCTION

Album:
 HAMMER OF DESTRUCTION, 2006, Massacre

Stil:
 True Metal

Wertung:
 3,5  von 7
3,5 von 7 Punkten
 S.J., 22.11.2006

Review:
 Sacred Steel sind zurück! Die Veröffentlichung ihres letztes Albums IRON BLESSINGS liegt nun schon eine ganze Weile zurück, und lange sah es gar so aus, als gäbe es für Sacred Steel gar keine Zukunft mehr. Doch so weit kam es dann glücklicher Weise nicht, und nach der CD/DVD LIVE BLESSINGS, welche noch im Original Line-Up gespielt und in Ludwigsburg aufgenommen wurde, folgt nun mit HAMMER OF DESTRUCTION der nächste Paukenschlag.
Nachdem die beiden Gitarristen Jörg M. Knittel und Oliver Grosshans beschlossen hatten mit My Darkest Hate fortan konzentriert auf Death-Metal Pfaden voranzuschreiten, übernimmt jetzt Jens Sonnenberg die Rolle als Gitarrist, der zuvor jahrelang als Bassist in die Saiten langte. An seiner Seite als zweiter Gitarrist steht nun Jonas Khalil. Den freien Posten am Bass bekam Kai Schindelar.

Trotz der personellen Änderungen gibt es im Sound von Sacred Steel keine großen Sprünge, was ja auch nicht anders zu erwarten war. Die mit SLAUGHTER PROPHECY begonnene Vielseitigkeit haben sie beibehalten, gelegentliche Ausflüge in Death Metal Gefilde gibt es auch bei Sacred Steel nach wie vor. Dennoch steht klar der Powermetal im Vordergrund, und das ist schließlich auch was Sacred Steel seit Jahren verkörpern.

Doch kommen wir zur Sache: "Hammer of Destruction" hämmert sich gleich von beginn an in die Gehörgänge. Die E-Saite schrabbelt, Sänger Gerrit P. Mutz lässt seiner gewohnt sirenenhaften Stimme viel Raum zur Entfaltung. Von hohen Screams bis hin zu gelegentlichen Death-Growls ist schon jetzt alles dabei.
Im 80er-Jahre Galoppriff kommt "Where Demons dareto tread" hinterher. Abgesehen von diesem Beginn erinnert der Song mich aber sehr stark an "Beneath the iron hand" vom letzten Album und bietet auch nichts spektakulär Neues.
"Maniacs of Speed" macht seinem Namen dagegen alle Ehre. Eine Power/Thrash Granate der Extraklasse welche wohl gerade live richtig zünden wird.
Ein mal mehr klassischen Sacred Steel-Stoff bietet "Blood and Thunder". Textlich bewusst kitschig gehalten, vereint er wohl all das was die restliche Metal Gemeinde an Powermetal immer wieder abschreckt. Gerade deshalb hat der Song seine Wirkung nicht verfehlt, und die Fans wird er eh begeistern.
"Impaled by Metal" startet mit einem witzigen Filmzitat welches uns "demetaling" erklärt. Das ist die Methode, seinen Kindern möglicht effektiv die Teufelsmusik Heavy Metal zu entziehen. Klar das insbesondere Sacred Steel da gegensteuern müssen: "We don't f*ckin' care!".
Nach dem kurzen und irgendwie nichts ausdrückenden instrumental "Descent of a lost Soul" folgt der wohl epischste Sacred Steel Track überhaupt. "Black Church" ist lang, komplex, und hat auch ganz nette Melodien. Irgendwie aber mag er dennoch nicht richtig zünden. Es ist eine andere Atmosphäre als die der sonstigen Sacred Steel Songs, wirkt auf mich aber gegen Ende etwas zu lang gezogen.
In Sachen Geschwindigkeit macht "Generally Hostile" aber wieder einiges gut. Ähnlich wie "Maniacs of Speed" gibt es Powermetal mit durchgetretenem Gaspedal. Da muss sich der durchschnittliche Headbangernacken einfach aus dem gerade begonnenen Winterschlaf hochbequemen und einfach wieder anfangen zu trainieren. Das sollte in diesem Fall aber auch nicht schwer fallen.
"Plague of Terror" ist wieder dem melodischen Thrashmetal angelehnt, kann aber keine wahren Akzente setzen. "Sword and Axes" beginnt mit Live-Chören der Sacred Steel Fans welche auch den Refrain ordentlich mitsingen. Zu Anfang schleppend, entwickelt sich der Song zu einer weiteren Speed-Attacke.
Zum Abschluss ist "The Torch of Sin" noch eine weitere klassische Headbangernummer. Nichts besonderes, aber durchaus hörbar.

Fazit: Ein begrüßenswertes Comeback was aber leider nicht an vergangene Glanztaten anknüpfen kann. Einige sehr gute Songs sind vertreten, der Rest lauwarme Durchschnittsware. Die Melodien sind zwar eingängig, zeigen aber schon beim 5. Hören starke Abnutzungserscheinungen, was auf früheren Sacred Steel Alben nicht der Fall war.

Titel-Liste:
 
  1. Hammer of Destruction
  2. Where Demons dare to tread
  3. Maniacs of Speed
  4. Blood and Thunder
  5. Impaled by Metal
  6. Descent of a lost Soul
  7. Black Church
  8. Generally Hostile
  9. Plague of Terror
  10. Sword and Axes
  11. The Torch of Sin

Laufzeit:
 48:09 Min.

Interviews:
 
  • Sacred Steel, 29.12.2006 (deutsch)

  • Konzertberichte:
     
  • Konzertbericht vom 09.02.2007

  • Band-Infos:
     
  • Sacred Steel


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