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Review: Savage Circus |
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Album:
| | DREAMLAND MANOR, 2005, Dockyard 1 |
Stil:
Wertung:
| |  6 von 7 Punkten | | J.G., 06.09.2005 |
Review:
| | Das Schlimmste vorweg. Ich kann mich einfach nicht anfreunden... mit dem Cover-Artwork der Scheibe - sorry lieber Künstler, aber nicht mein Geschmack.
Dafür tut es die Musik umso mehr - und um die geht es schließlich - aber dazu etwas später.
Das Line-Up von Blind Guardian war schon etwas Besonderes. Ganze 22 Jahre hat es gehalten, bis Drummer Thomen Stauch nicht mehr weiter kann und will. Zu sehr hat sich die Musik der letzten Jahre von dem Stil entfernt, der ihm persönlich am Herzen liegt. Es gelingt eine Trennung in Freundschaft.
Schnell findet Thomen neue Mitstreiter, die ihm helfen, seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Piet Sielck (Iron Savior) schnallt sich die Gitarre um, Jens Carlsson (Persuader) schnappt sich das Mikro und Emil Norberg (Persuader) übernimmt die zweite Gitarre.
Was einem dabei auf die Ohren geblasen wird ist sehr beeindruckend. Waschechte Blind-Guardian Songs aus der mittleren Schaffensperiode mit Gitarrenarbeit alá Iron Savior und dem charakteristischen Gesang des Persuader-Frontmanns.
Mit Ausnahme der Ballade "Beyond Reality", die eine etwas altbackene Melodik mitbringt und nur wenig an Blind Guardian erinnert, gehen die übrigen Songs voll nach vorne los. Energiegeladen wie schon lange nicht mehr, treibt Thomen mit seinen Drums jeden Track gnadenlos nach vorne. Begleitet werden sie von einem peitschenden Gitarren-Duo und den ausdrucksstarken Stimmen von Emil und Piet.
Der Zuhörer ist dabei doppelt gefordert.
Einerseits wird er verwöhnt mit dem vielleicht schon lange vermissten Blind Guardian-Futter - besonders zu Zeiten, wo diese ihr Heil bei Progressivem Metal und Bombast-Orchestal-Arrangements suchen. Andererseits kann er nur bei der Ballade (Track 5) kurz verschnaufen und Luft holen. Ansonsten muss er sich gut festhalten, damit ihn der Power-Sound nicht vom Stuhl bläßt.
Fazit: Es fällt schwer jeden Song einzeln zu bewerten. Die Qualität ist durchgehend hervorragend, was nicht zuletzt dem mittlerweile erfahrenen Produzenten Piet Sielck anzurechnen ist.
Wer jetzt aufsteht, erbost die Faust zeigt und schreit: "Alles nur geklaut!", der soll sich gleich wieder hinsetzen und sein Hirn einschalten. Wer hätte wohl mehr Recht darauf, seine musikalischen Ideen selbständig weiterzuführen, als Thomen, der schließlich 22 Jahre Blind Guardian-Geschichte mitgeschrieben hat? Ich denke niemand. |
Tipp:
| | Wer verzweifelt die Musik der Blind Guardians aus den 90ern sucht, der kann aufatmen. Hier wird er fündig. |
Titel-Liste:
| | - Evil Eyes
- Between The Devil And The Seas
- Waltz Of The Demon
- Tomorrowland
- It - The Gathering
- Beyond Reality
- When Hell Awakes
- Ghost Story
- Born Again By The Night
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Laufzeit:
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