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Review: Sex Museum |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  4,5 von 7 Punkten | | J.G., 15.07.2006 |
Review:
| | Auch wenn Spanien nicht gerade zu den klassischen Rock-Nationen zu zählen ist, gibt es doch die eine oder andere Band, die sich über Jahre hin ein treues Publikum erspielt hat. Sex Museum ist eine davon. Jetzt kann man sich fragen, was wohl den Erfolg ausmacht? Ganz einfach. Man nehme zeitloses Musikmaterial, banne es auf unzähligen Alben und Singles und begeistere die Fans mit regelmäßigen, zahlreichen Live-Events. Mit UNITED legen die Spanier nun einen neuen Silberling nach. Bei jedem der 11 neuen Titel wurde Wert gelegt auf gefällige Hooklines, Ohrwurm-Refrains, Retro-Hammond-Klänge, mitreißende Rhythmen und ein gesundes Maß an Härte. Stilistisch plündert man gnadenlos bei den Vorbildern, beginnend bei den B52's bis hin zu Led Zeppelin, Uriah Heep, Frank Zappa und britischen Rock'n'Roll Bands der 60er.
Man darf hier jedoch nicht unterstellen, dass einfach abgekupfert wurde. Die Band hat vielmehr versucht eine eigene Mischung zu kreieren, die voll auf ihrer Wellenlänge liegt. Nur dann ist es auch möglich, die Songs, Live besonders überzeugend den Zuhörern zu präsentieren. Dass sie dabei auch Rock-Muffel zum mitmachen bewegen können, haben die Spanier mehr als einmal bewiesen und ist sicherlich auf jahrelange Spielerfahrung zurückzuführen.
Eröffnet wird der Reign mir dem flotten "Ghost without a Will", dessen Beat durch kurze abgehackte Gitarren-Riffs noch zusätzlich verstärkt wird.
Etwas aus der Art schlägt "The Distance" mit gemäßigterem Tempo und seinem allzu deutlichen Country & Western-Einschlag.
Der typische Rock'n'Roll Song "I enjoy the forbidden" verschafft zur Abwechslung auch mal den Gitarren mehr Geltungsraum sodass sich eine interessante Spannung zwischen Hammond-Orgel und den E-Gitarren aufbaut. Für mich eines der Highlights des Albums.
Wer auf eine Ballade hofft, des wird wohl am ehesten bei "Something for Real" fündig. Aber Achtung ich musste mich erst etwas mit dem Titel anfreunden.
Der Schluss-Akt bleibt der Muttersprache Spanisch vorenthalten, was angesichts des flotten "Unidos" kaum einen bleibenden Schaden bei angelsächsisch geprägten Gemütern verursachen sollte.
Fazit: Unterhaltsame Mischung verschiedenster Rock-Songs mit einem kräftigen Schuss Retro-Feeling. Gemeinsam ist allen Titeln der exzessive Einsatz der Hammond-Orgel, der in Kombination mit den Rock'n'Roll-Rhythmen sofort für diesen Zeitsprung von guten 30 Jahren zurück in die Vergangenheit sorgt. Das muss nicht schlecht sein, ist aber in keinem Fall wirklich neu. Trotz des Gefühls, vieles schon zu kennen, bleibt jedoch erstaunlicherweise wenig wirklich hängen. Kaum sind die letzten Akkorde von UNIDOS verklungen, herrscht schon wieder Leere im Gehörgang. Vielleicht hätte ich heute doch nicht meine Ohren waschen sollen? Leider fehlt auch das entsprechende Live-Erlebnis, denn so ein Scheibchen könnte auch schon gut und gerne seit 30 Jahren in meiner Musiktruhe schlummern. |
Tipp:
| | Rock Fans aufgepasst, hier gibt es Nachschub für alle, die in den 60ern und 70ern hängen geblieben sind und die sich an ihre Favoriten mittlerweile satt gehört haben. |
Titel-Liste:
| | - Ghost without a Will
- I've lost my Faith
- Madrid
- Mother Nature
- I won't go back
- The Distance
- I enjoy the forbidden
- Outrageous woman
- Talk about the good Times
- Something for Real
- Unidos
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Laufzeit:
Band-Infos:
| | www.sexmuseumrock.com
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