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Review: Shakra |
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Album:
Stil:
Wertung:
| |  6,5 von 7 Punkten | | J.G./J.R., 17.06.2007 |
Review:
| | Schweiz und Hard Rock verbindet man sicherlich zu allererst mit großen Namen wie Krokus und Gotthard. Hier fällt es den meisten engagierten Schweizer Bands schwer Anschluss wirklich zu finden, sei es nun die Bekanntheit oder nur ansatzweise der (finanzielle) Erfolg.
Vor ein bis zwei Jahren hätte ich dieses Statement ohne Bedenken akzeptiert, jedoch die Zeiten ändern sich. Und so schickt sich eine weitere Band an, zu den beiden Großen aufzuschließen. Mit ihrem mittlerweile sechsten Studio-Album INFECTED beweisen Shakra eindrucksvoll, das der Vorsprung dahinschmilzt. Diesen Umstand haben die Eidgenossen nicht zuletzt ihrem Gitarren-Zauberer Thom Blunier zu verdanken. Er hat das "Unternehmen" INFECTED selbst in die Hand genommen und nicht nur den größten Teil des materials selbst geschrieben, sondern auch das Album produziert.
Es ist dabei jede Menge erstklassiger Songs entstanden, dass es schwer fällt einzelne hervorzuheben. Die meisten sind in höchstem Maße eingängig und bleiben deshalb sofort im Gedächtnis. Darüber hinaus besitzt jeder Song einen Shakra-typischen Sound, der es ermöglicht, das Lied sofort der Band zuzuordnen.
Ich lasse es mir trotzdem nicht nehmen einige Songs näher in Ohrenschein zu nehmen und erspare mir dabei jedoch den inflationären Gebrauch lobender Superlative - die verstehen sich von selbst.
Der Opener "Make your Day" erinnert mich vom Titel an Dirty Harry's berühmten Ausspruch "Make my Day", wenn er wieder einmal einen gestellten Verbrecher vor die finale Wahl stellt. Ansonsten hat er thematisch nichts mit Dirty Harry am Hut, außer dass er genauso gnadenlos nach vorne prescht ohne Rücksicht auf eventuelle Verluste. Shakra wie man sie bisher kennt und schätzen gelernt hat.
Der Titel-Song "Inferno" startet etwas härter als sein Vorgänger und lebt von dem wiederkehrenden Wechsel zwischen harten gitarrendominierten Riffs und sanften gesangsbetonten Hooklines. Dies weckt Emotionen, die sogar soweit führen, dass man beim Gitarren-Solo regelrecht Gänsehaut bekommt.
"The One" erinnert zu Beginn stark an das typische Riffing der guten alten Status Quo und entwickelt sich zu einem richtig flotten Hard Rocker. Damit könnte er ohne weiteres als die nahtlose Fortführung des Songmaterial aus den Anfangstagen durchgehen - MOVING FORCE lässt grüßen.
Nicht nur schnelle Rocker gehören zu Shakras Stärken sondern sicherlich auch Power-Balladen wie "Playing with Fire". Im Gegensatz zu Gotthard verstehen es Shakra jedoch die Vorhersehbarkeit noch in Grenzen zu halten und seien es nur goldrichtige Breaks oder geniale Gitarren-Soli, die für die richtige Gewürzmischung sorgen.
Bei "Love will find a Way" geht man sogar noch einen Schritt weiter und liefert getragen durch Marc's rauchiger Stimmlage und Piano-Unterstützung eine echte melancholische Ballade ab.
Nachschlag gefällig? Es geht auch anders. Bei dem späteren "Acheron's Way" zieht man die Ballade als richtige Geschichte auf, wie in der Tradition amerikanischer Songwriter der 80er. Damit begibt man sich durchaus auf Augenhöhe mit Bon Jovi in seinen besten Tagen - und soll schon was heißen. Wer dabei etwas mehr Geduld aufbringt, bekommt sogar einen Nachschlag geboten - nicht neu, die Sache aber in diesem Fall wirklich eine Bereicherung.
"Higher Love": hier passt einfach alles und sei es der geniale Refrain wie man ihn üblicherweise von Garagen-Rock-Bands kennt und das vorhersehbare, aber trotzdem perfekte Setzen der Breaks. Damit sind sie nicht allein, denn solche Mittel haben sogar Scorpions bei "Remember the good Times" auf ihrem UNBREAKABLE-Album verwendet.
Auch der Bonus-Track "Let'em have it" geht in die Richtung von "Higher Love". Für mich wird hier das genialste Solo der ganzen CD geboten, welches trotz seiner Länge nicht mit Belanglosigkeiten arbeitet und auch zu mehreren Durchläufen einlädt. Endlich ein gelungener Bonus und nicht nur zweitklassiger Füllstoff, wie man ihn bei unzähligen anderen Bands antreffen kann.
Fazit: Es ist sicherlich eines ihrer besten Alben mit deutlichen Steigerungen beim Songwriting und dem Wiedererkennungsfaktor. Die Entwicklung, "Shakra als Marke" zu etablieren ist damit abgeschlossen und es umfasst das gesamte Spektrum von radiotauglichen Songs bis hin zu echten Hard Rock-Songs.
Erfreulicherweise haben es die Schweizer seit ihrem letzten Album auch geschafft zu einer perfekten Einheit zu verschmelzen. Besonders Sänger Marc Fox ist nun wirklich in der Band angekommen und fühlt sich hörbar wohler als bei seinem Debüt-Album.
Mit INFECTED haben Shakra die Messlatte für ihre eigene Zukunft ziemlich hoch gehängt und es bleibt abzuwarten, ob die nächsten Alben dieses Niveau halten können, an Steigerung will ich gar nicht denken. |
Tipp:
| | Es wird über eine Stunde erstklassiger Hard Rock geboten, der bewusst seine Wurzeln in den 80ern nicht verleugnet. Shakra meistern dabei jeden ihrer Songs mit unvergleichlicher Perfektion und sorgen sicherlich für lang anhaltende Freude bei jedem Fan dieses Genres. |
Titel-Liste:
| | - Make your Day
- Inferno
- The One
- Playing with Fire
- Dance with Madness
- Love will find a Way
- Vertigo
- The Conquest
- Higher Love
- Cardiophobia
- Look at me
- The other Side
- Let'em have it (Bonus-Track)
- Acheron's Way
- Chains of Temptation (Bonus-Video)
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Laufzeit:
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Bandinfos |
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