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Review: Shaw/Blades |
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Album:
| | INFLUENCE, 2007, Frontiers |
Stil:
Wertung:
| |  ohne Wertung | | J.G., 09.02.2007 |
Review:
| | Wie könnte man dieses Album umschreiben? Vielleicht so: "Tommy Shaw und Jack Blades erfüllen sich einen Jugendtraum". Es würde aber auch passen: "Tommy Shaw und Jack Blades huldigen ihren Vorbildern". In jedem Fall weiß man nun mit ziemlicher Sicherheit, dass es sich um ein Cover-Album handelt. Die alten Hasen unter euch haben das natürlich längst an der Trackliste erkannt, aber es soll auch Fans geben, die zu Zeiten von The Mamas & the Papas oder Simon & Garfunkel noch gar nicht einmal in Planung waren.
Was bringt nun zwei große Namen aus dem Business dazu ein gemeinsames Cover-Album aufzunehmen? Immerhin konnte Jack Blades mit seiner Band Night Ranger und auch Tommy Shaw mit Styx schon den einen oder anderen Erfolg für sich verbuchen. Und da wären dann doch die gemeinsamen Wurzeln, die auf die Band Damn Yankees zurück gehen.
Da heute die Sonne scheint und ich die Erfolge durchaus zu würdigen weiß, sollte es auch einmal erlaubt sein, ein Album mit Cover-Versionen auf den Markt zu bringen, ohne gleich eine Abfuhr zu erhalten. Haben die Herren doch selbst mit eigenen Songs gespickte Alben in etwas größeren Mengen an den Fan bringen können. So 50 Millionen Alben sollen es inzwischen schon sein und darunter war nicht nur eine Hand voll Top-10-Hits. Nicht zu vergessen hat man sich auch für andere Bands ins Zeug gelegt und das Songwriting z.B. für einige Aerosmith-, Cher-, Ozzy Osbourne- und sogar Alice Cooper-Songs übernommen.
Handwerklich bietet das Album genau das, was man erwarten darf. Die beiden Herren liefern mit ihren sechs Helfern eine makellose Arbeit ab und harmonieren bei allen Duetts in höchstem Maße. Gitarren und Keyboards sind deutlich fetter, wie bei den Originalen, jedoch in keiner Art zu üppig oder überzogen.
Und da gibt es keine Ausnahme. Egal ob sie die unvergesslichen Hits von The Mamas & the Papas, wie "California Dreamin’", "For what it’s worth" von Buffalo Springfield oder "Dirty Work" von Steely Dan zum Besten geben.
Ein kleiner Schwerpunkt des Albums sind sicherlich die Megahits von Simon & Garfunkel. "The Sound of Silence" sollte auch heute noch den meisten in den Ohren klingen und "I am a Rock" ist auch nicht aus der Musikwelt verschwunden.
So gut sich die Sache anlässt, kann ich dem Ganzen jedoch nur gemischte Gefühle entgegen bringen. Diese Songs verkörpern wie kaum andere, im höchsten Maße den Zeitgeist einer ganzen Generation - und die Flower Power Zeiten sind nun einmal vorbei. Für mich persönlich gehört aber zu dieser Zeit auch die Art der Instrumentalisierung, die stellenweise dünne Produktion und das schrullige Ambiente - lebensbejahend und doch kritisch.
Bei einer modernen druckvollen und blitzsauberen Produktion fällt es mir schwer, diesen Zeitgeist in meinen Ohren wiederzubeleben. Das mögen andere vielleicht nicht so empfinden.
Fazit: Es gibt musikalisch gesehen nichts an diesem Album auszusetzen. Die beiden, Shaw und Blades, haben ein astreines und leidenschaftliches Plädoyer der Flower Power Zeit mit Hits aus den 60ern und 70ern abgeliefert. Lediglich die Spielzeit ist mit 39:03 Minuten eine recht kurzweilige Sache. |
Tipp:
| | Zum Reinschnuppern in diese Zeit ist das quasi "Best Of" dieser Area durchaus zu empfehlen. Will man das richtige Feeling von "damals" nachempfinden, sollte man jedoch auf die Originale zurück greifen, sofern sie nicht sowieso schon im Schrank stehen. |
Titel-Liste:
| | - Summer Breeze
- Time of the Season
- Your Move
- I am a Rock
- Lucky Man
- The Sound of Silence
- California Dreamin’
- On a Carousel
- Dirty Work
- For what it’s worth
- Dance with me
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Laufzeit:
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