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Review: Solitude Aeturnus
 
ALONE

Album:
 ALONE, 2006, Massacre

Stil:
 Doom Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 S.J., 25.01.2007

Review:
 Ganze Acht Jahre sind seit dem Erscheinen des letzten Solitude Aeturnus Album ADAGIO vergangen. Nun hat man sich offenbar entschlossen zurückzuschlagen, denn nachdem man sich mit Steve Nichols am Schlagzeug und James Martin am Bass Verstärkung geholt hat, erscheint das neue Album ALONE. Für März 2007 ist ein US-Release über Locomotive Records geplant. Grund genug also für uns, die Scheibe genau unter die Lupe zu nehmen.

Auf geht es mit dem fast zehn Minuten langen "Scent of Death". Schon die Länge verrät: Solitude Aeturnus sind nicht plötzlich auf Speed Metal umgestiegen. Im Gegenteil, was sie uns auf ALONE bieten, ist wieder als lupenreiner Doom Metal zu bezeichnen, und das qualitativ sehr weit oben. Von Beginn an wird man förmlich erdrückt von der bleiernen Schwere dieses Sounds. Erfreulich ist, dass dieser wirklich vom Spielerischen herrührt, und nicht etwa von einer grenzenlosen Überproduktion des Sounds wie es in neuerdings immer mehr zur Mode zu werden scheint. ALONE klingt zeitgemäß, aber nicht überzogen.
"Sightless" ist ein klein wenig schneller gehalten, und die Schwere der Riffs von zuvor wird durch teilweise orientalisch angehauchte Leadmelodien ersetzt. Nicht zuletzt aufgrund der großartigen gesanglichen Leistung von Robert Lowe ist der Candlemass-Touch deutlich zu hören.
"Blessed be the Dead" schafft was der Titel verspricht. Hinter dieser intonierten Wand dürfte wohl Jeder sorglos schlafen können. Ohne große emotionale Steigerungen wird der Song gleich bleibend auf einem Level gehalten. Monotonie ist dennoch nicht zu spüren, man versinkt beim Hören in seine eigene Traumwelt.

Viel mehr ist gar nicht zu sagen, denn "Traumwelt" beschreibt dieses Album nur allzu gut. Die Qualität der Songs wird auf dem gesamten Album gehalten, Ausfälle gibt es keine.
Es wäre sicher schwer nachzuvollziehen wenn hier stünde "von Song zu Song sind kaum besondere Höhepunkte zu bemerken". Dennoch ist es so, wenn auch keinesfalls negativ zu verstehen. Es ist die gelungen Kombination aus bleischweren und erdrückenden Mid-Tempo-Riffs, perfekter Gesangsleistung und mitunter orientalischen Leadmelodien und Soli die dieses Album so hörenswert macht.
Alle die das nicht glauben können sollten sich mal eine Stunde Zeit nehmen, es sich auf dem Sofa bequem machen und ALONE einfach nur lauschen. Das sollte auch den letzten Zweifler überzeugen. Falls nicht, hat man sich wohl beim Suchen des Slayer-Regals vergriffen.

Fazit: ALONE ist Musik, die sich gegen den schneller, technischer und komplexer-Trend stellt ohne auch nur ansatzweise primitiv zu klingen. Das Songwriting steht bei Solitude Aeturnus im Vordergrund, und dieses ist hervorragend. Die praktische Umsetzung ebenfalls.

Tipp:
 Für Candlemass Fans ein Pflichtkauf, hier bekommt nämlich die altbekannte Zeile "Please let me die in Solitude" eine ganz neue Bedeutung.

Titel-Liste:
 
  1. Scent of Death
  2. Sightless
  3. Blessed be the Dead
  4. Waiting for the Light
  5. Upon within
  6. Burning
  7. Is there
  8. Tomorrows Dead
  9. Essence of black
    - - - Bonus Track - - -
  10. Embrace

Laufzeit:
 70:43 Min.

Band-Infos:
 
  • www.eternalsolitude.com 


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