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Review: Spicy Bits of Scandal
 
GIMĘS LAIMĖTI

Album:
 GIMĘS LAIMĖTI, 2006, Eigenvertrieb

Stil:
 Hard Rock / Heavy Metal

Wertung:
 5,5 von 7
5,5 von 7 Punkten
 J.G., 06.03.2007

Review:
 Wie vielfältig der Band-Pool im Heavy Metal-Bereich doch ist, zeigen immer wieder die Exoten unter ihnen. So erreichte mich vor ein paar Wochen ein Album aus dem Baltikum, das bisher für mich noch eher zu dem weißen Flecken auf meiner Musik-Landkarte gezählt hatte. Noch überraschter war ich, als dem Begleitschreiben zu entnehmen war, dass die Band bereits seit 1979, also gute 10 Jahre vor unserem "Mauerfall" sich dem Rock und Metal verschrieben hatte.
So richtig nach oben ging es mit Spicy Bits of Scandal, als 1996 Litauens bester Rocksänger Vitalis Kairiūkštis verpflichtet werden konnte. Aber es sollten nochmals knapp 10 Jahre bis zur großen Chance vergehen. Die ergab sich im Dezember 2005, als sie vor 6.000 Zuschauern den Support-Act für Judas Priest übernehmen durften.
Alle Zeichen stehen eigentlich auf Erfolg, bedenkt man, dass das neueste Mitglied, der junge Gitarrist Giedrius Balčiūnas als erster Musiker aus Osteuropa nun von Hamer Guitars und Zoom unterstützt wird.
Genug Intro, widmen wir uns der Musik, die übrigens in Litauischer Sprache vorgetragen wird und ich zugegebenermaßen kein Wort davon verstehe.

Die ersten acht Songs des Albums sind ein Live-Mitschnitt und die als Bonus-Titel deklarierten Songs 9-14 Studioversionen - eine Mischung, die durchaus Freude bereitet.
Das sphärisch gehaltene Intro "Amen" verrät noch wenig von dem, was dann folgen wird, leitet jedoch stimmig über zum ersten Song "Svetimi Paukščiai", der trotz modernem Anstrich mit vertrauten Riffs glänzt und ohne weiteres als Klassiker der 80er durchgehen könnte. Die Band scheint spielfreudig und kann die Zuschauer scheinbar auch animieren, sich lautstark einzubringen.
Ebenfalls nicht zu schnell aber auch nicht zu langsam, beginnt "Tu viską sutrypei kas šventa" mit Keyboard-Klängen, die etwas an die Altmeister Saga erinnern. Endlich darf sich Gitarrist Giedrius Balčiūnas mit einem Gitarren-Solo richtig austoben.
Nach kurzem Zwiegespräch mit dem Publikum überzeugt "Kelio atgal nėra" auf der ganzen Linie durch eingängige Riffs, einen melodischen Refrain, die gute Gesangsleistung des Frontmanns und nicht zuletzt durch einen spielfreudigen Lead-Gitarristen, dem man diesmal sogar noch mehr Solozeit einräumt. Genau mit solchen Songs kann man Live wirklich punkten.
"Aš naktyje" erinnert stark an die guten alten Scorpions-Zeiten vor zwanzig Jahren. Mid-Tempo, keine übertriebene Härte und mitreißend vom ersten Moment an. Der mehrstimmige Chor im Refrain reduziert nach meinem Geschmack jedoch etwas zu viel von der Härte. Hier fehlen eindeutig die etwas rauhen Stimmen.
"Sugrįžk", die erste Ballade, klingt stellenweise wohl etwas sperrig und kann erst nach ein paar Durchläufen zünden. Dem melodischen Refrain und dezenten Keyboard-Klängen, gelingt es jedoch sofort zu punkten.
"Vizija", die sinnbildliche Wiederauferstehung der 80er bietet solide gitarrenlastige Metal-Kost der in jedem Fall zum Mitnicken animiert.
"Tik mėnulio šviesa", eine über sieben Minuten dauernde Halbballade setzt auf dünnere Instrumentalisierung und lässt zum Abschluss auch dem Publikum die Möglichkeit, sich mit Chören aktiv einzubringen.
Wer jetzt denkt, dass bei dem tempomäßig eher gemächlichen Live-Teil schon das ganze Pulver verschossen wurde, der wird sicherlich von "Žaidėjas", dass sich nach dem etwas schleppenden Instrumental-Übergang "Belfas" zur richtigen Power-Rakete entwickelt. Moderne Keyboard-Arrangements, überzeugende, melodische Gitarrenarbeit und Double-Bass-Drumming lässt so richtig die Post abgehen.
"Aš dugne", als Vertreter der etwas härteren Klänge, sorgt für Schwung vor den Boxen und brilliert einmal mehr mit der dominanten Stimme des Frontmanns, die mir hier fast etwas zu dominant in den Vordergrund gemischt wurde.
"Agnus Dei" fällt etwas aus dem Rahmen, bedient es sich doch auch aus der Modern- und Epic-Kiste, was durch die Vielzahl eher zweitklassiger Samples nicht auf der ganzen Linie überzeugen kann. Dazu ist man von den richtigen Meistern des Genres schon zu sehr verwöhnt worden.
Achtung, keine Angst, es ist nicht der CD-Player, der spinnt. Eine alternative Version des fetzigen "Žaidėjas" setzt den krönenden Abschluss unter ein solides Hard Rock/Heavy Metal-Album, dass sich mittlerweile zum Glück nicht mehr hinter einem eisernen Vorhang zu verstecken braucht.

Fazit: Bei diesem Album stand eindeutig weniger die musikalische Herausforderung im Vordergrund als vielmehr die Vielzahl von Sonderzeichen. Nein, im Ernst, die musikalische Leistung bewegt sich auf einem angenehmen professionellen Level mit einer gehörigen Eigenständigkeit, was durchaus auch in der Sprache begründet sein mag.
Aber nicht nur die Musik-CD kann überzeugen, sondern auch die DVD, die nicht nur als besseres Bootleg daher kommt. Hier hat man auf Abwechslung bei den Einstellungen und Bildqualität geachtet und die Produktion ist druckvoll genug um dauerhaft Freude zu bereiten.
Warum die Jungs allerdings bis jetzt noch keinen Profi-Vertrag in der Tasche haben, bleibt mir ein Rätsel. Da habe ich in letzter Zeit deutlich Schlechteres mit Major-Label-Verträgen im Rücken ertragen müssen.

Tipp:
 Wer bodenständigen Heavy Metal mit Retro-Anleihen nicht von der Bettkante stößt und auch mit litauischer Sprache zurecht kommt, der sollte hier mal genauer hinhören.

Titel-Liste:
 
  1. Amen
  2. Svetimi paukščiai
  3. Tu viską sutrypei kas šventa
  4. Kelio atgal nėra
  5. Aš naktyje
  6. Sugrįžk
  7. Vizija
  8. Tik mėnulio šviesa
  9. Belfas
  10. Žaidėjas
  11. Drakonas
  12. Aš dugne
  13. Agnus Dei
  14. Žaidėjas

Laufzeit:
 CD: 63:13 Min.

Weitere Reviews:
 
  • Spicy Bits of Scandal - TIK MĖNULIO ŠVIESA

  • Band-Infos:
     
  • www.sbs.666.lt 


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