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Review: The Spook
 
SOME LIKE IT DEAD

Album:
 SOME LIKE IT DEAD, 2002, People Like You

Stil:
 Horror Punk

Wertung:
 4 von 7
4,0 von 7 Punkten
 M.K., 16.02.2007

Review:
 Bei SOME LIKE IT DEAD handelt es sich um das erste komplette Album von The Spook. Dieses kam über People Like You Records auf den Markt und bietet feinsten Horror Punk. The Spook selber nennen ihre Musik Grave Rock.

Das Album beginnt mit "Ready to Radiate", einem eingängigen Mid-Tempo Punker, bei welchem sich gesungener und klarer Gesang abwechselt. Macht Spaß zu hören und Lust auf mehr, also ein vernünftiger Opener. Gelungen ist auch der Effekt, welcher in der Bridge beim Gesang verwendet wird. Passt irgendwie. Passend auch der Morseeffekt am Ende.
Weiter geht es mit dem schnelleren "Midnight Run", der den Fuß zum mitwippen bewegt. Der klare Gesang von Lou Gosi kann auch hier wieder überzeugen und baut den Refrain sehr schön auf. Dieser enttäuscht dagegen aber etwas. Bleibt zwar im Kopf hängen, ist jedoch irgendwie nicht der Höhepunkt des Songs. Mittelmäßig also.
"You, Me and the Laboratory" ist langsamer, der Gesang ist sehr oft lang gezogen. Ist nicht schlecht gemacht und weiß zu überzeugen. Aber irgendwie verpass ich den Übergang zwischen Strophen und Refrain, wenn es denn einen gibt. Dafür kommt hier zum ersten Mal richtig hörbar das Keyboard als Orgel zum Einsatz. Orgel im Sinne von amerikanischen Baseball-Orgeln. Passt jedoch in den Song, wenn auch abrupt abgebrochen. Dafür gibt es ein bis zwei nette Gitarrensoli.
Überraschung gelungen: "Almost Alive" ist eine astreine Ballade mit schönem, schon fast poppigen Songwriting. Die Keyboards sind etwas zu laut, für meinen Geschmack. Übertönen schon fast den Rest. Die gesangliche Leistung und die Drums (gespielt von Jack Ill), wissen aber zu überzeugen. Auch das Gitarrensolo bzw. das Duell Gesangs vs. Gitarre ist schön gespielt. Hätte ich in dem Genre und bei dem Albumcover nicht erwartet, also beide Daumen hoch!
"A ghastly Romance" schließt sich an und bietet einen Rock 'n' Roller mit einer schönen Bassline von Lester Vail. Erinnert mich irgendwie an die Rockabilly-Musik der 50er. Das Schlagzeugspiel hat einen leichten Country-Touch. Auf jeden Fall geht es thematisch um Liebe, die Lyrics sind teilweise zu schmalzig, Kostprobe: "You are my girl, we are together, it's truuuuuuuuuuuuuueeeeeeeehuuuuuhuuu"... Naja, wer's mag. Ein Füller, meiner Meinung nach.
Mit "Some like it dead" folgt nun der Titelsong. Aggressiver und schneller geht es hier zugange. Auf jeden Fall gibt es schöne Textzeilen wie "Some like it dead, it's time to kill your baby" - erinnert etwas an die Misfits bzw. Metallica, je nachdem wie man will, mit "Last Caress". Auf jeden Fall macht "Some like it dead" eine Menge Spaß und ist bestimmt auch Live gut zu gebrauchen. In der Bridge gefällt mir die einfache, aber groovige Bassline, sowie die Gitarrenarbeit. Zum Ende hin wird es dann etwas schneller. Fazit: Gut.
Mit eben jener Gitarrenarbeit beginnt "Voodoo Mummy", die Gitarristen Ross Feratu und Karl Off ergänzen sich ziemlich gut. Der Refrain bleibt im Ohr hängen, gerade durch den aggressiveren und etwas tieferen Gesang. Der gute Mann röhrt fast so wie Mr. Lordi. In der zweiten Hälfte des Songs gibt es ein verzerrtes Solo, welches etwas an die Red Hot Chili Peppers erinnert. Mit eben jenem Solo geht es in eine kurze Bridge, die Abwechslung in den Song bringt. Kann man sich defenitiv geben.
Spaciger Beginn bei "My Beauty died": Hier wird Tief in der Effekte-Trickkiste gekramt, bevor eine weitere Ballade zum Vorschein kommt. Diese weiß aber nicht so zu gefallen wie "Almost Alive", da hier schon fast der wehmütige Schmalz aus den Boxen tropft. Mit über fünf Minuten der längste und einer der schwächeren Songs des Albums. Erwähnenswert ansonsten noch: Das Gitarrensolo und das atmosphärische Keyboardsolo kurz vor Schluss.
Mit "Night without an End" wird das letzte Fünftel der CD eingeläutet, hier wird wieder aufs Gaspedal getreten. Der Gesang ist wieder schön variabel, der Refrain nicht so wirklich. Ein lustloser Vierzeiler. Auch hier ist ein weiteres, verzerrtes Solo zu verzeichnen. Mit knappen 3 Minuten übrigens der kürzeste Song auf SOME LIKE IT DEAD, versüßt mit einem weiteren Solo kurz vor Schluss.
"The untold Story of Gravelands, Karloffornia" bildet den Schlusspunkt des Albums und befindet sich im gemäßigten Mid-Tempo. Die Geschichte von Gravelands wird hier erzählt. Lyrisch und musikalisch sicherlich nicht der beste Song auf dem Album, die Orgel fällt einem ziemlich auf die Nerven. Zum Ende hin wird's dann noch etwas langsamer, und das Keyboard setzt den Schlußpunkt von SOME LIKE IT DEAD.

Fazit: The Spook bieten hier Horror-Punk mit einigen Variablen. Klarer Gesang wechselt mit geschrieenem oder aggressivem, und musikalisch pendelt man zwischen Balladen, Mid-Tempo- und Up-Tempo-Songs. Lyrisch ist natürlich nix tiefsinniges dabei, ist aber auch in diesem Genre nicht gefragt. Das Keyboard hätte etwas mehr Abwechslung vertragen können, der Orgel-Effekt nervt nach einigen Songs ziemlich.
Im Endeffekt ein, in Schulnoten ausgedrückt, befriedigendes Album mit einigen Überraschungen wie "Almost Alive".
Horror Punker und Symphatisanten dieses Genres können ohne Kopfzerbrechen ein Ohr riskieren, alle anderen werden wohl keine Freude an SOME LIKE IT DEAD finden.

Tipp:
 "Some like it dead", "Voodoo Mummy" und "Almost Alive" machen Lust auf mehr.

Titel-Liste:
 
  1. Ready to Radiate
  2. Midnight Run
  3. You, Me and the Laboratory
  4. Almost Alive
  5. A ghastly Romance
  6. Some like it dead
  7. Voodoo Mummy
  8. My Beauty died
  9. Night without an End
  10. The untold Story of Gravelands, Karloffornia

Laufzeit:
 38:40 Min.

Band-Infos:
 
  • www.thespook.de 


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