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Review: Static-X
 
SHADOW ZONE

Album:
 SHADOW ZONE, 2003, Warner

Stil:
 Nu-Metal, Industrial Metal

Wertung:
 6 von 7
6 von 7 Punkten
 J.G., 25.08.2005

Review:
 Zur Zeit hört man eigentlich nur die Negativ-Schlagzeilen über Static-X. FALSCH, es betrifft nur den ex-Gitarristen Tod Rex Salvador alias Tripp Rex Eisen, der sich bereits mehrmals an (zu) jungen Mädchen vergangen haben soll und deshalb nun in U-Haft sitzt. Es drohen bis zu 30 Jahre Knast - aus der Band ist er natürlich ebenfalls in hohem Bogen geflogen.
2003 war noch alles in Butter. Der junge Herr mit der Frisur aus der Steckdose lässt den Bartzopf fliegen und traktiert dabei noch Mikro und Gitarre gleichermaßen unwissend, was sein Gitarrist sonst noch so treibt.

Mit Industrial-mäßigen Synths und tiefen Grunts wird sich gleich beim flotten Opener "Destroy all" der Frust von der Seele gespielt und geschrieen.
Ähnlich stark geht es bei "Control it" weiter. Die Riffs und der Refrain sind wahre Nackenbrecher.
Etwas weniger Tempo und auch eine sanftere Gesangslinie bieten zumindest die ersten 30 Sekunden von "New Pain". Aber wie der Titel schon vermuten lässt, folgen noch ein paar schmerzhafte Stellen. Obwohl, den Refrain fand ich ganz melodisch, naja, fast ganz...
Der Titel-Song "Shadow Zone" bringt alle Tugenden der Jungs ans Licht, bestimmender Beat, knackige Riffs und scharfes, sägendes Industrial-Flair.
Kurz, schnell und gut - so könnte man "Dead World" am Besten beschreiben.
Die gesampelten Monsterschreie bei "Monster" lassen es schon erahnen, das dicke Ende kommt gleich am Anfang. Mit rattenscharfem D-Zug-Tempo legen sich hier die Jungs ins Zeug, dass einem fast schwindelig wird.
Es muss nicht immer abgefahren schnell sein, wenn man was zu sagen hat. Bei "The only" darf der Zuhörer zumindestens taktmäßig verschnaufen, denn die Musik und der sehr bestimmende Wayne tun es nicht.
Zwei richtig lange Titel mit 4 Minuten Laufzeit folgen. "Kill your Idols" und "All in wait" bringen die Message punktgenau und messerscharf an die Lauschlappen.
Ich weiß nicht, was es heißen soll? "Otsegolectric"? Hätte es nicht Otolaryngologist heißen können? Das wäre der Hals-Nasen-Ohren-Arzt gewesen...
Bei "So" wird die erste Ballade (zumindest für Static-X-Verhältnisse) geboten. Der Refrain erinnert mich an einen Hit Blood Hound Gang, aber kein Schaden.
Das Instrumental "Transmission" bietet die geeignete Überleitung zum letzten Song "Invincible", der bei genügend Lautstärke, selbst mit seinem Midtempo noch nachhaltige Eindrücke durch die Ohrschnecke jagt.

Fazit: Und dann war auch schon Schluss. Eigentlich viel zu früh, wenn ich so auf's Display schaue.

Tipp:
 Auch wenn der Spaß viel zu kurz ist, kommt die Scheibe tierisch gut rüber. Selbst nach mehreren Durchläufen wird es nicht langweilig - es gibt immer wieder Kleinigkeiten zu entdecken/erhören. Die mitgelieferte DVD würde fast wieder zur vollen Punkzahl verleiten, aber die gehört nicht zum Test.

Titel-Liste:
 
  1. Destroy all
  2. Control it
  3. New Pain
  4. Shadow Zone
  5. Dead World
  6. Monster
  7. The only
  8. Kill your Idols
  9. All in wait
  10. Otsegolectric
  11. So
  12. Transmission
  13. Invincible

Laufzeit:
 39:25 Min.


 
 
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