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Review: Status Quo
 
THE PARTY AIN'T OVER YET

Album:
 THE PARTY AIN'T OVER YET, 2005, Snapper Music

Stil:
 Classic Rock, Blues Rock, Boogie, Hard Rock

Wertung:
 7 von 7
7 von 7 Punkten
 J.G./J.R., 25.08.2005

Review:
 "Neues Album von Status? Du spinnst, die sind doch schon im Altenheim!" Das wäre wohl meine normale Reaktion gewesen, wenn diese Scheibe im CD-Player hinter nicht das Gegenteil beweisen würde.
Was zeichnet Status Quo aus? Eingängige Melodien, Ohrwurm-Refrains, schnörkellos mit einer Hand voll Riffs und 40 Jahre Erfahrung incl. Bypass-Operation auf dem Buckel.

Aber schon der Opener und Titel-Song "The Party ain't over yet" geht mächtig ab, wie zu Zeiten von "Wild side of Life" Spätestens nach 20 Sekunden ist jedem Zweifler klar, das sind die guten alten Status.

Beim flotten "Gotta get up and go" werden dann endgültig die Erinnerungen an Hits wie "What you're proposin'" wach. Was waren das für Zeiten...

Und immer wieder beweisen sie es auf's Neue. Es muss nicht kompliziert sein, um gute Rock-Laune aufkommen zu lassen. "All that counts is love" - nach 20 Sekunden erahnt man schon den Refrain und möchte mitsingen. Die Füße stehen schon längst nicht mehr still.

Der Titel verrät es. Bei "Familiar Blues" handelt es sich um einen Solchen. Etwas modern angehaucht mit Synthie-Unterstützung. Nach dem ersten Refrain darf's dann auch ein bisschen rockiger sein - noch nix mit kuscheln.

Im Mid-Tempo geht es weiter. Genauso lustig wie der Name des Songs "The Bubble" ist auch das Liedchen. Ja, ich weiß, 10 Minuten und der ambitionierte Laie kann die Gitarren-Riffs auswendig. Was soll's - wenn's Spaß macht?

Und der gute alte Boogie darf natürlich nicht fehlen. "Belavista Man" let's shake your head.

Eigentlich will ich gar nicht weiterschreiben, denn auch die Finger wollen nicht mehr stillhalten, so sehr regt "Nevashooda" zum Mitklatschen an.

Ziemlich flott geht's dann wieder bei "Velvet Train" zur Sache, mit Mundharmonika und Gitarre kommt richtige Western-Stimmung auf.

Wer jetzt denkt, die alten Jungs könnten tempomäßig nicht noch ein Schippchen drauflegen, der hat sich getäuscht. "Goodbye Baby" bietet Classic Rock vom Feinsten. Fast möchte ich darauf warten, dass Jerry Lee Lewis ein Klavier-Solo vom Stapel lässt, aber das ist dann wohl doch zu viel verlangt.

Auch die nächsten drei Songs bringen genau das, was sich ein eingefleischter Fan wünscht.

Zum Abschluss wird es noch etwas besinnlich. "This is me", eine Ballade, die so gar nicht in die Moderne passen will. Die guten alten 60er dürfen auch mitspielen. "Set me free" von den Kinks stammt, glaube ich, aus dem Jahr 1965.

Fazit: Mit diesem Album ist es den Alt-Rockern einmal mehr gelungen, einen Brückenschlag durch sämtliche Stilrichtungen hinzulegen, die sie seit nahezu 40 Jahren zelebrieren, nach dem Motto - einfach, eingängig, eindeutig - Status Quo.

Tipp:
 Die 55 Minuten bieten eine Reise durch sämtliche Stile und Band-Epochen. Es handelt sich quasi um ein Best of... nur mit neuen Songs. Nach Billy Idol's DEVIL'S PLAYGROUND ist es für mich die zweite große Überraschung von alten Hasen.
PS: So hätt' ich mir die neue Stratovarius gewünscht - hat nicht sein sollen.

Titel-Liste:
 
  1. The Party ain't over yet
  2. Gotta get up and go
  3. All that counts is love
  4. Familiar Blues
  5. The Bubble
  6. Belavista Man
  7. Nevashooda
  8. Velvet Train
  9. Goodbye Baby
  10. You never stop
  11. Kick me when I'm down
  12. Cupid stupid
  13. This is me

Laufzeit:
 55:03 Min.


 
 
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