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Review: Stone Sour
 
STONE SOUR

Album:
 STONE SOUR, 2002, Roadrunner

Stil:
 Post Grunge, Alternative Metal

Wertung:
 4 von 7
4 von 7 Punkten
 M.W., 07.06.2007

Review:
 Die 1992 von Corey Taylor gegründete Band veröffentlichte erst im Jahre 2002 ihr Debüt, da Taylor und Gitarrist Jim Root erst mit den erfolgreicheren Slipknot beschäftigt waren. Zudem trat Gitarrist Josh Rand damals mit neuen Songs an Taylor heran, der sich daraufhin entschloss, das Projekt weiter zu führen. Daher wurde erst zehn Jahre nach der Gründung das Debüt produziert.

Das erste Album von Stone Sour mit dem gleichnamigen Titel beginnt sehr kraftvoll. Besonders die Riffs bestimmen "Get inside". Die Bridges mit klarem Gesang und eher ruhigeren Melodien arrangieren sich gut mit dem Refrain, der zum großen Teil nur aus einem "Get Inside"-Geschrei von Sänger Corey Taylor besteht. Auch ein Gitarrensolo darf natürlich nicht fehlen.
Mit Bass- und Schlagzeug-Intro kommt "Orchids" daher. Die Art des Gesangs erinnert zum Teil etwas an Nirvana. Er ist hier auch wesentlich klarer als im Song zuvor. Der Rhythmus und der darin eingebaute Klimax überzeugen besonders. Obwohl Orchids relativ lang ist, schleicht sich keine Langeweile ein.
Wer jetzt denkt, es gehe rhythmisch so abwechslungsreich weiter, der irrt. In "Cold Reader" gibt's keine überraschenden Schlagzeug- bzw. Gitarrenparts. Einzig überraschend sind die vielen Gesangsfacetten, die geschickt auf ruhige Strophen, Bridges und den kraftvollen Refrain abgestimmt sind. Man achte auf das dreckige Lachen mittendrin. Insgesamt ist der Song meiner Meinung nach ein wenig lang gezogen.
"Blotter" präsentiert sich mit einer etwas außergewöhnlichen Ansage am Anfang. Hier kommt der Bass gut zur Geltung und auch Sänger Taylor legt sofort richtig los. Die Gesangsnuancen ähneln im Aufbau aber dem Song zuvor. Alles in allem geht's hier aber ein wenig ab als zuvor.
Ein ungewöhnliches Schlagzeugsolo eröffnet Song 5. Die Gitarrenriffs bringen nichts Neues, aber der Text und der Wechsel zwischen klarem und unklarem Gesang wirken gut zusammen. Zudem ist "Choose" einprägsamer als die Songs zuvor.
"Monolith" wirkt im positiven Sinne schwerfällig und nachdenklich sowie sehr ernst. Der ein wenig abgehakte Gesang fügt sich gut zwischen Schlagzeug und - mal wieder - wenig abwechslungsreichen Riffs ein. Der Text ist einprägsam. Trotz recht simpler Struktur kann Song 6 überzeugen. Man achte auf das geniale Gitarrensolo.
Der Beginn von "Inhale" erinnert ein wenig an "Streets of London" (Ralph McTell), allerdings nur die ersten Sekunden. Hierbei geht's ruhiger und abgeklärter zu als zuvor, eher Grunge-lastiger. Ein guter Song zum Runterkommen.
Kommen wir nun zum Wohl bekanntesten Stück der Platte: "Bother". Ein ruhiger Anfang steigert sich besonders durch den ausdrucksvollen Gesang. Streicher und Gitarre unterstützen diese Atmosphäre. Der Text ist genial. Der Song ist aber wenig empfehlenswert für Heavy-Metal-Fans, da es sich wohl eher um eine ruhige Akustik-Version handelt. Gerade deshalb sticht das Stück aber aus dem Album hervor.
Der Nachfolger, "Blue Study", lässt sich wieder im Post-Grunge-Bereich ansiedeln. Klarer Gesang und zurückhaltende Instrumente machen den Anfang, steigern sich aber zum Refrain hin. Auffallend sind die Zwischenschreie, die dem Song das gewisse Etwas geben. Ansonsten gibt's hier - bis auf das extrovertierte Outro - keine Überraschungen.
Auch "Take a Number" scheint keine neuen Einflüsse zu bringen. Wieder wechseln ruhige mit kraftvollen Parts. Dafür hinterlassen aber die Gitarre und der Gesang einen guten Eindruck.
Es folgt endlich ein Lied, das wieder mehr Power im Hintern hat. Der Gesang ähnelt hier NIN-Sänger Trent Reznor. Trotz gemäßigtem Tempo wird druckvoll gespielt und der etwas verzerrt klingende Gesang geben "Idel Hands" einen hohen Wiedererkennungswert auf dem Album. Insgesamt kann man in dem Song einige Industrial-Einflüsse wieder finden, was die Platte auch im Ganzen bereichert.
"Tumult" macht nicht weniger druckvoll weiter. Hierzu kann man mal wieder vernünftig headbangen! Die Soundeffekte sind überzeugend, es wird endlich metal-lastig, auch wenn's einige ruhigere Passagen gibt. Also: auf die Köpfe - fertig - bangen! Unbedingt auch das Outro anhören!
"Omega" beendet die Platte. Es handelt sich um eine Geschichte für den Hörer. Bitte anhören und selbst ein Urteil bilden!

Fazit: Für das erste Album ist STONE SOUR recht gut gelungen, auch wenn man an einigen Stellen die Abwechslung vermisst. Trotzdem kann sich die Band gut verkaufen, was vor allem am guten Gesang und dem wandlungsfähigen Schlagzeug liegt. Ein etwas besserer Durchschnitt. Erwähnenswert ist zudem, dass sich auf dem Album ein Video in schwarz-weiß zu Get inside befindet.

Tipp:
 "Orchids", "Monolith", "Bother" und "Idel Hands"

Titel-Liste:
 
  1. Get inside
  2. Orchids
  3. Cold Reader
  4. Blotter
  5. Choose
  6. Monolith
  7. Inhale
  8. Bother
  9. Blue Study
  10. Take a Number
  11. Idel Hands
  12. Tumult
  13. Omega

Laufzeit:
 51:05 Min.

Band-Infos:
 
  • Stone Sour


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