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Review: Survivor
 
REACH

Album:
 REACH, 2006, Frontiers

Stil:
 AOR

Wertung:
 4,5 von 7
4,5 von 7 Punkten
 M.H., 13.03.2007

Review:
 Survivor: Einer meiner Lieblingsbands. Wer kennt nicht den größten Hit "Eye of the Tiger"? Mit den Alben VITAL SIGNS und WHEN SECONDS COUNT hat diese Band zudem zwei meiner All-Time-Faves in den Neunziger produziert.

Und vor gut einem Jahr kam als REACH raus. Das sollte die voerst letzte CD mit Jimi Jamison als Leadsänger sein, der sich mal wieder mit Mastermind Frankie Sullivan nach dem Release verkrachte. Übrigens wurde Jamison durch niemand anderem als Robin McAuley ersetzt.
Aber kommen wir zu REACH. Eins vorab: grossartige Experimente kann man sicherlich nicht erwarten, dafür stehen Survivor nach wie vor zu sehr für den klassischen AOR. Das hört man sofort beim Opener, der auch noch der Titelsong ist, dieser öffnet sofort einem gelungen Mix zwischen Pianoklängen, einem feinen Gitarrenriff und einem druckvollen Drumlauf. Zudem ist der Refrain sehr gelungen und so macht der Song sofort Appetit auf mehr.
"Fire makes Steal" klingt nicht nur vom Blatt her nach einer rockigen Nummer - der Song ist es auch. Frankie Sullivan spielt die Gitarre hier mal etwas rauher und auch ansonsten klingt der Song etwas dreckiger als das Stück davor und auch hier hat der Refrain etwas den klassischen Survivorhymnen, das passt, das macht Spaß.
Auch "Nevertheless" macht Spaß, eine flotte Up-Tempo-Nummer mit einem partytauglichen Refrain mit dem unverzichtbaren "Who-Oh".
Tja, und was wären Survivor ohne ihre Balladen? Richtig, nicht halb so wert. Und wenn man sich mal "Seconds away" anhört, dann weiß man, dass Frankie Sullivan das Songwriting nicht verlernt. Dieser Song hat einfach Stil und geht mir unter die Haut.
Auch das nachfolgende "One more Chance" ist eine Ballade, die ich aber bei weitem nicht so gelungen finde. Im Gegenteil nach dem vierten oder fünten Hören geht mir der Song sogar auf den Geist, so dass hier schon die SKIP-Taste meines CD-Players zum Einsatz kommen muss.
"Gimme the Word" ist da schon wieder etwas kerniger und druckvoller und hier zitieren Survivor mal wieder leicht den Bluesrock. Doch leider haben sie das auch schon besser gemacht, denn der Song will einfach ins Ohr gehen.
Dafür umschmeichelt der nachfolgende Song "The Rhythm of my Heart" doch wieder meine Gehörgang, kein Wunder - das ist schon wieder eine schöne Ballade.
Doch danach fällt die CD ab, mit "I don't", "Talking about Love" oder "Home" hört man nochmal bis zum Ende drei Balladen, die aber so harmlos sind, dass es schon fast eine Schande ist, dass diese auf einer Survivor-CD Platz finden.
Es gibt nur noch ein Song, der hervor sticht, das ist das antreibende "Don't give up".

Fazit: Wer ein wirkliches Survivor-Album der alten und guten Sorte hören will, sollte wohl zu der neuen Pride Of Lions-CD namens THE ROARING OF DREAMS greifen, die bei der vorliegenden Survivor-CD habe ich das Gefühl, dass sie sich für den neusten Kuschelrocksampler empfehlen wollten, so langweilig kommte ein Grossteil der Songs daher - und auch die vielen Balladen machen es für mich nicht besser.

Tipp:
 Die Hard-Fans von Survivor haben wohl schon zugegriffen, alle anderen, die AOR bzw. Melodic Rock gut finden, sollten hier erstmal reinhören.

Titel-Liste:
 
  1. Reach
  2. Fire makes Steal
  3. Nevertheless
  4. Seconds away
  5. One more Chance
  6. Gimme the Word
  7. The Rhythm of your Heart
  8. I don't
  9. Half of my Heart
  10. Talking about Love
  11. Don't give up
  12. Home

Laufzeit:
 53:52 Min.

Band-Infos:
 
  • www.survivormusic.com 


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